American Foxhound
Ausdauernder Fährtenspezialist mit lautem Gesang
auch bekannt als Amerikanischer Foxhound

Steckbrief
- Größe
- groß (L), 53 bis 63,5 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 25 bis 34 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Kurzhaar, dicht und harsch, Das dichte, kurze Jagdhundehaar ist pflegeleicht: Bürsten reicht meist, während des Fellwechsels haart der American Foxhound aber sichtbar mehr.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 303
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- sehr verträglich, liebt Hundekontakt (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: American Foxhound im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden zügige Bewegung ein, reines Gassigehen im Schritttempo reicht diesem Ausdauerläufer auf Dauer nicht aus.
- Das laute, weit tragende Geheul beim Fährtenarbeiten ist rassetypisch: prüfe vor der Anschaffung, ob dein Wohnumfeld (Nachbarschaft, Mietvertrag) das mitträgt.
- Beginne Grunderziehung und Rückruftraining möglichst früh und konsequent an der Schleppleine, da der ausgeprägte Jagdtrieb im Ernstfall stärker zieht als jeder Rufname.
- Da die Rasse in Deutschland kaum gezüchtet wird, ist mit langer Wartezeit, Import aus dem europäischen Ausland oder den USA und entsprechend höheren Kosten zu rechnen; prüfe die Gesundheitszeugnisse der Elterntiere sorgfältig.
- Führe Katzen oder Kleintiere im Haushalt nur schrittweise und gesichert ein, spontane Begegnungen im Freien sollten an der Leine erfolgen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Thrombozytopathie (erblich bedingte Blutplättchenfunktionsstörung), die zu verstärkter Blutungsneigung bei kleineren Verletzungen führen kann.
- Vereinzelt Hüftdysplasie, wie bei vielen mittelgroßen bis großen Laufhundrassen mit hoher Bewegungsleistung.
- Ohrenentzündungen durch die lang herabhängenden, wenig belüfteten Schlappohren, regelmäßige Ohrkontrolle wird empfohlen.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
American Foxhound hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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