Ragdoll
USAHalblanghaarKategorie I
Steckbrief
- Gewicht
- typisch 3,5 bis 9 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanghaar. Halblanghaar, seidig, mit wenig UnterwolleDas seidige Fell filzt weniger als echtes Langhaar, zweimal Bürsten pro Woche reicht meist. Im Fellwechsel darf es öfter sein.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie I (Perser und Exotic). Kennung RAG.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- eher ruhig (2 von 5)
- Nähe zum Menschen
- sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5)
- Gesprächigkeit
- leise, meldet sich selten (2 von 5)
- Artgenossen
- gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Familientrubel
- sehr gut geeignet für Familien mit Kindern (5 von 5)
- Für Einsteiger
- sehr gut geeignet für Anfänger (5 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Fell im Haus
- haart mäßig (3 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Hunde im Haus
- gut verträglich mit Hunden (4 von 5)
- Beschäftigung und Klettern
- braucht mäßig Beschäftigung (2 von 5)
- Beute- und Spieltrieb
- geringer Beute- und Spieltrieb (2 von 5)
- Lernfreude
- lernt mit, wenn es sich für sie lohnt (3 von 5)
Der Charakter: Ragdoll im Porträt
Die Ragdoll entstand in den frühen 1960er Jahren in Kalifornien, als die Züchterin Ann Baker mit der halblanghaarigen Katze Josephine und deren Nachwuchs eine neue Linie mit besonders ruhigem, entspanntem Wesen aufbaute. Der Name spielt auf die Neigung mancher Tiere an, beim Hochnehmen schlaff wie eine Stoffpuppe zu wirken, ein Effekt, für den es keinen Beleg einer veränderten Schmerzwahrnehmung gibt. Bakers strenge Markenpolitik führte dazu, dass andere Züchterfamilien eigene Linien aufbauten, aus denen die heutige, breiter aufgestellte Rasse hervorging. Die FIFe erkannte die Ragdoll 1991 an.
Im Wesen gilt die Ragdoll als eine der ruhigsten und anhänglichsten Rassen überhaupt: gutmütig, geduldig und ausgesprochen menschenbezogen, sie folgt ihren Menschen oft von Raum zu Raum und wird gerne als hundeähnlich beschrieben. Aggressives oder territoriales Verhalten ist selten, auch gegenüber Fremden zeigt sie sich meist gelassen.
Im Alltag ist die Ragdoll eine ausgesprochene Wohnungskatze: Sie braucht deutlich weniger Bewegung und Klettermöglichkeiten als die großen Waldkatzenrassen, profitiert aber von kurzen, regelmäßigen Spielphasen und einem gesicherten Balkon. Ihre enge Bindung an Menschen macht sie wenig geeignet für stundenlanges Alleinsein, eine zweite Katze oder viel Gesellschaft tut ihr gut. Mit Kindern, anderen Katzen und Hunden kommt sie in aller Regel gut zurecht.
Das seidige, halblange Fell hat wenig Unterwolle und filzt dadurch seltener als klassisches Langhaar, zweimal wöchentliches Bürsten reicht meist, im Fellwechsel öfter.
Gesundheitlich ist die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) die bekannteste Sorge der Rasse, für die zugrunde liegende Genvariante gibt es einen Gentest. Hinzu kommen eine erhöhte Anfälligkeit für Blasensteine sowie, durch die massige Statur begünstigt, Übergewicht mit Gelenkbelastung.
Für Menschen, die eine ruhige, sehr anhängliche Wohnungsgenossin suchen, ist die Ragdoll oft ideal, auch für Katzenanfänger. Wer eine aktive Kletterkatze mit hohem Freigangbedürfnis sucht, findet in dieser Rasse eher nicht die passende Wahl.
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