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Lele

RagaMuffin

Gemütlicher Schmusetiger mit Ragdoll-Wurzeln

auch bekannt als Ragamuffin

groß (L)USA
RagaMuffin-Katze mit schwarz-weißem Fell und grünen Augen liegt im warmen Licht und schaut in die Kamera
RagaMuffin im PorträtFoto: Takashi Hososhima · CC BY-SA 2.0
RagaMuffin-Katze mit schwarz-weißem Plüschfell blickt neugierig von einem Sims nach oben
RagaMuffin unterwegsFoto: Takashi Hososhima · CC BY-SA 2.0
Junge RagaMuffin-Katze mit creme-getigertem Fell sitzt auf einem Schreibtisch in warmem Zimmerlicht
RagaMuffin zu HauseFoto: Togle1 · CC BY-SA 4.0

Steckbrief

Größe
groß (L)
Gewicht
typisch 4,5 bis 9 kg
Fell
Halblanghaar, seidig und dicht, in allen Farben, Das seidige Fell filzt wenig, zweimal Bürsten pro Woche reicht meist.
Herkunft
USA
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
eher ruhig (2 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht mäßig Bewegung (2 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt sehr selten (1 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
Familien-Eignung
sehr gut geeignet für Familien mit Kindern (5 von 5)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
gut geeignet für Anfänger (4 von 5)

Der Charakter: RagaMuffin im Porträt

Die RagaMuffin ist eine junge Rasse aus Kalifornien. Sie geht auf eine Gruppe von Ragdoll-Züchtern zurück, die sich 1994 von der Zuchtlinie der umstrittenen Züchterin Ann Baker löste und mit eigenen Zuchtzielen weiterarbeitete. Seit 2011 führt der amerikanische Verband CFA die RagaMuffin als eigenständige Rasse, von der FIFe ist sie bislang nicht anerkannt, anders als ihre nahe Verwandte, die Ragdoll. Im Wesen ähnelt die RagaMuffin dieser Verwandtschaft sehr: Sie gilt als sanft, verschmust und ausgesprochen menschenbezogen. Sie sucht aktiv Körperkontakt, folgt ihren Menschen durch die Wohnung und baut enge Bindungen auf, weshalb längere Einsamkeit ihr eher schwerfällt. Fremden gegenüber zeigt sie sich in der Regel offen statt scheu, mit gut sozialisierten Hunden und anderen Katzen kommt sie meist gut zurecht. Sportlich ist die RagaMuffin nicht: Sie spielt gern, besonders wenn Menschen mitmachen, bleibt insgesamt aber eher gemütlich unterwegs. Ein Kratzbaum mit Liegeflächen und ein paar Spieleinheiten am Tag reichen den meisten Tieren, um zufrieden zu sein. Sie entwickelt sich langsam und behält kittenhafte Verspieltheit oft bis ins vierte Lebensjahr. Als Wohnungskatze fühlt sie sich in der Regel wohl, Freigang ist wegen ihres zutraulichen, wenig fluchtbereiten Wesens eher ungeeignet. Das halblange, seidige Fell filzt selten und lässt sich mit ein bis zwei Bürstgängen pro Woche gut in Ordnung halten, während des Fellwechsels darf es etwas häufiger sein. Gesundheitlich stehen bei der Rasse vor allem die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) und, seltener, die polyzystische Nierenerkrankung im Blick, beides Erbkrankheiten, für die es Tests gibt. Für Familien mit Kindern, Mehrtierhaushalte und Menschen, die eine ruhige, anhängliche Wohnungskatze mit überschaubarem Pflegeaufwand suchen, passt die RagaMuffin oft gut, auch für Katzenanfänger ist sie meist unkompliziert. Wer eine unabhängige, viel Zeit allein verbringende Katze sucht oder besonderen Wert auf einen ausgeprägten Bewegungsdrang legt, findet in dieser gemütlichen Rasse eher nicht den richtigen Partner.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Kratzbaum mit weichen Liegeflächen statt Klettertürmen anschaffen, ausgeprägte Kletterlust ist bei dieser Rasse eher selten.
  • Für Berufstätige mit langen Abwesenheiten lohnt sich eine Zweitkatze, allein zurückbleiben passt schlecht zu ihrem anhänglichen Wesen.
  • Ein bis zwei Bürstgänge pro Woche reichen für das halblange Fell, im Fellwechsel gern häufiger.
  • Vor dem Kauf beim Züchter Herzultraschall-Untersuchungen der Elterntiere auf HCM verlangen.
  • Da die FIFe die Rasse nicht anerkennt, gibt es in Deutschland kaum FIFe-Züchter. Bei Auslandskäufen Papiere und Gesundheitsnachweise besonders sorgfältig prüfen.
  • Freigang eignet sich wegen der zutraulichen, wenig vorsichtigen Art meist schlecht, ein gesicherter Balkon ist die sicherere Alternative.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), Verdickung des Herzmuskels, für die regelmäßige Herzultraschalle beim Züchter empfohlen werden
  • Erbliche Augenerkrankungen, die für die Rasse beschrieben sind
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infekte, für die Rasse wird eine tendenziell schwächere Immunabwehr beschrieben
  • Arthrose im höheren Alter

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

RagaMuffin hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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