Pyrenäen-Hütehund mit kurzhaarigem Gesicht
Wendiger Wirbelwind mit kurzem Gesichtshaar
auch bekannt als Berger des Pyrénées à face rase, Face Rase
Zucht-Hinweis
Die im Standard zugelassene Merle-Farbvariante birgt bei Verpaarung zweier Merle-Träger ein deutlich erhöhtes Risiko für Taubheit und Augenfehlbildungen der Welpen. Interessenten sollten beim Züchter gezielt nach der Farbgenetik beider Elterntiere fragen und Merle-mal-Merle-Verpaarungen ablehnen. Betroffen ist die Verpaarung zweier Merle-Träger, nicht das einzelne Tier der zugelassenen Farbvariante.
Steckbrief
- Größe
- klein (S), 40 bis 54 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 8 bis 16 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5Wie die Stammrasse ohne VDH-Zucht in Deutschland, Bezug meist über Import
- Fell
- Kurzhaar im Gesicht, halblanges bis kurzes Haar am Körper, Das Gesicht ist von kurzem, feinem Haar bedeckt, am Körper wird das Fell nur am Hals, Widerrist (6 bis 7 cm) und Rücken (4 bis 5 cm) länger. Die Pflege bleibt dadurch deutlich einfacher als bei der langhaarigen Varietät, gelegentliches Bürsten reicht meist aus.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde), Standard Nr. 138
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5, Tendenzwert)
Der Charakter: Pyrenäen-Hütehund mit kurzhaarigem Gesicht im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens eine Stunde echte Kopf- und Bewegungsarbeit ein, reines Gassigehen langweilt diesen Hütehund schnell und führt zu Ersatzbeschäftigungen wie übermäßigem Bellen.
- Bei Interesse an einem Welpen aus Deutschland solltest du mit Wartelisten von mehreren Monaten oder einem Import über einen französischen Zuchtverein rechnen, prüfe die Papiere und den FCI-Standard-Bezug sorgfältig.
- Frage beim Züchter gezielt nach der Farbgenetik beider Elterntiere, eine Merle-mal-Merle-Verpaarung ist zu vermeiden.
- Konsequente, aber gewaltfreie Erziehung ab dem Welpenalter ist wichtig, da die Rasse schnell eigene Entscheidungen trifft, wenn Führung fehlt.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Der Standard lässt wie bei der langhaarigen Varietät die Merle-Farbzeichnung (blau, schwarz getüpfelt) zu. Werden zwei Merle-Träger verpaart, steigt bei den Welpen das Risiko für Taubheit und Augenfehlbildungen deutlich.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Pyrenäen-Hütehund mit kurzhaarigem Gesicht hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
Eine Rasse, mehrere Größen
Diese Hunde sind Größenvarietäten derselben Rasse (FCI-Standard Nr. 141). Gleicher Standard, eigener Alltag: Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe und damit in Platzbedarf, Kraft und Handling.
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