Pixiebob
Luchsblick mit sanfter Hundeseele
auch bekannt als Pixie-Bob
Zucht-Hinweis
Der verkürzte Schwanz ist bei der Pixiebob Zuchtziel: Der WCF- und der TICA-Standard verlangen mindestens 2,5 Zentimeter Schwanzknochen und höchstens Sprunggelenkslänge, ein normal langer Schwanz führt zur Disqualifikation. Das Qualzucht-Evidenz-Netzwerk QUEN führt diese Brachyurie in Belastungskategorie 2 bis 3, weil der Schwanz für Balance, Bewegung und Katzensprache zentral ist, und empfiehlt Zuchtbeschränkungen sowie ein Ausstellungsverbot. Die im Standard erlaubte Polydaktylie stuft QUEN ebenfalls als Qualzucht nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz ein, dort in Belastungskategorie 1 bis 2. Anders als bei der Manx fehlt ein Letalfaktor, ein Manx-Syndrom ist bei der Rasse nicht bekannt. Damit steht die Pixiebob auf derselben Stufe wie Kurilen Bobtail und Japanese Bobtail, nicht auf der von Manx und Cymric.
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M)
- Gewicht
- typisch 3 bis 7 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar, weich und wollig, halbdicht und leicht abstehend, getupft in Brauntönen, im Winter länger und dichter. Es gibt auch eine halblanghaarige Variante., Die Fellpflege ist unkompliziert: Kurzhaarige Tiere brauchen einen Bürstgang pro Woche, halblanghaarige zwei bis drei. Rassebildend ist etwas anderes: Der verkürzte Schwanz ist im Standard vorgeschrieben, Polydaktylie ist ausdrücklich erlaubt. Das Qualzucht-Evidenz-Netzwerk QUEN ordnet beides in Deutschland als Qualzucht nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz ein und empfiehlt Zuchtbeschränkungen sowie ein Ausstellungsverbot.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Pixiebob im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich eine feste Spielrunde ein: Apportieren, Angelspiel oder Klickertraining. Die Pixiebob lernt schnell und langweilt sich sonst.
- Hohe Kratzmöbel und sichere Kletterwege gehören zur Grundausstattung, ein gesicherter Garten oder ein vernetzter Balkon ist ein großes Plus.
- Diese Katze bindet sich stark an ihre Menschen und an ihr Zuhause: Für lange Arbeitstage ist eine zweite Katze meist die bessere Antwort als Einzelhaltung, und Umzüge brauchen viel Geduld.
- Der verkürzte Schwanz ist rassebildend und gilt in Deutschland als Qualzuchtmerkmal, QUEN empfiehlt Zuchtbeschränkungen und ein Ausstellungsverbot. Wenn du dich für diese Katze entscheidest, nimm ein Tier aus dem Tierschutz auf, statt eine Zucht zu unterstützen.
- Kontrolliere die Pfoten regelmäßig: Bei überzähligen Zehen wachsen wenig genutzte Krallen leicht ein und die zusätzlichen Zehen verletzen sich häufiger.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Brachyurie, also der zuchtbedingt verkürzte Schwanz, teils mit Wirbelveränderungen und mit Einschränkungen von Balance und Ausdrucksverhalten
- Polydaktylie, also überzählige Zehen, oft mit veränderten Zehen und Fußwurzelknochen und mit erhöhter Verletzungsgefahr durch einwachsende Krallen
- Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine Verdickung der Herzmuskulatur, bei der Rasse bislang nur in Einzelfällen beschrieben
- Geburtsschwierigkeiten (Dystokie) und zystische Endometriumhyperplasie bei einem kleinen Teil der Kätzinnen
- Verstopfte Tränenkanäle sowie, wie bei allen Katzen, Übergewicht und Zahnerkrankungen
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Pixiebob hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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