Pixiebob
auch bekannt als Pixie-Bob
USAKurzhaar
Steckbrief
- Gewicht
- typisch 3 bis 7 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Kurzhaar, weich und wollig, halbdicht und leicht abstehend, getupft in Brauntönen, im Winter länger und dichter. Es gibt auch eine halblanghaarige Variante.Die Fellpflege ist unkompliziert: Kurzhaarige Tiere brauchen einen Bürstgang pro Woche, halblanghaarige zwei bis drei. Rassebildend ist etwas anderes: Der verkürzte Schwanz ist im Standard vorgeschrieben, Polydaktylie ist ausdrücklich erlaubt. Das Qualzucht-Evidenz-Netzwerk QUEN ordnet beides in Deutschland als Qualzucht nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz ein und empfiehlt Zuchtbeschränkungen sowie ein Ausstellungsverbot.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- Von der FIFe nicht anerkannt.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- ausgeglichen, spielt gern in Runden (3 von 5)
- Nähe zum Menschen
- sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5)
- Gesprächigkeit
- meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5, Tendenzwert)
- Artgenossen
- gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Für Einsteiger
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Fell im Haus
- haart mäßig (3 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Hunde im Haus
- gut verträglich mit Hunden (4 von 5)
- Beschäftigung und Klettern
- braucht viel Beschäftigung (4 von 5)
- Lernfreude
- lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)
Der Charakter: Pixiebob im Porträt
Die Pixiebob ist eine junge Rasse aus den USA. 1985 kaufte die Züchterin Carol Ann Brewer in der Nähe des Mount Baker im US-Bundesstaat Washington einen getupften Kater mit kurzem Schwanz und überzähligen Zehen, ein Jahr später kam ein zweiter solcher Kater dazu. Aus dessen Wurf behielt sie die Kätzin Pixie, auf die alle Pixiebobs zurückgehen. Um die Rasse rankt sich bis heute eine Legende: Sie soll aus einer natürlichen Kreuzung von Hauskatze und Rotluchs entstanden sein, also dem Bobcat, der ihr auch den Namensteil gab. Belegt ist das nicht. DNA-Vergleiche in den Jahren 1995 und 1996 fanden weder Spuren des Rotluchses noch der Rohrkatze oder der Leopardkatze, genetisch ist die Pixiebob eine Hauskatze. Die FIFe erkennt sie nicht an, WCF und TICA führen sie als eigene Rasse, bei der TICA seit 1998 mit vollem Championstatus.
Im Wesen gilt sie als ruhig, freundlich und stark auf ihre Menschen bezogen. Viele Pixiebobs folgen dir von Raum zu Raum, lernen Apportieren oder Spaziergänge am Geschirr und verständigen sich eher mit Zirpen und Brummen als mit lautem Miauen. Besuch gegenüber sind sie meist offen, mit anderen Katzen und oft auch mit Hunden kommen sie gut zurecht, und zu Kindern bauen sie bei ruhiger Eingewöhnung eine enge Bindung auf.
Im Alltag braucht diese kräftige Katze echte Beschäftigung. Hohe Kratzmöbel, sichere Kletterwege und tägliches Spiel gehören dazu, Kopfarbeit mag sie ebenso wie Bewegung. Reine Wohnungshaltung ist möglich, ein gesicherter Garten oder ein vernetzter Balkon tut ihr aber sichtlich gut. Umzüge und lange Alleinzeiten verkraftet sie schlecht, eine zweite Katze ist meist die bessere Antwort als viele Stunden Einzelhaltung.
Das Fell ist weich und wollig, halbdicht und leicht abstehend, im Winter wird es länger und dichter. Kurzhaarige Tiere kommen mit einem Bürstgang pro Woche aus, die halblanghaarige Variante braucht zwei bis drei.
Gesundheitlich fällt die Rasse selbst wenig auf, entscheidend ist ein anderer Punkt. Der verkürzte Schwanz ist Zuchtziel und im Standard vorgeschrieben, dazu ist Polydaktylie ausdrücklich erlaubt. Der Schwanz ist für Balance und für die Katzensprache zentral, das Qualzucht-Evidenz-Netzwerk QUEN ordnet beide Merkmale in Deutschland als Qualzucht nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz ein. Für Menschen, die täglich Zeit haben und eine anhängliche, lernfreudige Katze möchten, stimmt der Charakter dieser Rasse. Wer eine unabhängige Katze sucht oder eine Zucht ohne offene Tierschutzfragen möchte, ist mit einer anderen Rasse besser beraten.
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