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Lele

Peterbald

RusslandOhne FellKategorie IV

Steckbrief

Gewicht
typisch 3 bis 4 kg
Fell
Ohne Fell. Von völlig nackt über Flaum bis zu kurzem Bürstenfell, je nach VarianteNackte Tiere brauchen Schutz vor Kälte und Sonne sowie regelmäßige Hautpflege. Der Grad der Haarlosigkeit ist von Tier zu Tier verschieden.
Herkunft
Russland
Anerkennung
FIFe-Kategorie IV (Siam und Orientalen). Kennung PEB.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
sehr lebhaft, fast immer in Bewegung (5 von 5)
Nähe zum Menschen
braucht viel Nähe, bleibt ungern allein (5 von 5)
Gesprächigkeit
meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5)
Artgenossen
gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5)
Umgang mit Besuch
offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
Familientrubel
gut geeignet für Familien (4 von 5, Tendenzwert)
Für Einsteiger
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Pflege

Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Fell im Haus
haart kaum (1 von 5)

Wenn es bei dir ansteht

Beschäftigung und Klettern
braucht viel Beschäftigung (4 von 5)
Lernfreude
lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)

Der Charakter: Peterbald im Porträt

Der Peterbald entstand 1994 in St. Petersburg, als die Züchterin Olga Mironowa einen Don-Sphynx-Kater mit einer Orientalisch-Kurzhaar-Zuchtkatze verpaarte. Aus dieser Kreuzung ging eine schlanke, hochbeinige Rasse mit dem Haarlosigkeits-Gen der Don Sphynx hervor. Russische Verbände erkannten die Rasse bereits 1996 an, 2012 folgte die FIFe, obwohl die Zuchtmethode bis heute umstritten ist. Prägend ist die Vielfalt des Haarkleids: Von völlig nackter Haut über einen samtigen Flaum bis zu kurzem, bürstenartigem Fell reicht die Spannbreite, und das Fell eines einzelnen Tieres kann sich im Lauf des Lebens sogar verändern. Charakterlich ist der Peterbald seinem orientalischen Erbe treu: gesellig, verspielt, klug und ausgesprochen menschenbezogen. Er folgt seinen Menschen durch die Wohnung, sucht ständig Nähe und meldet sich mit einer klaren, oft recht deutlichen Stimme zu Wort, wenn auch meist etwas zurückhaltender als eine Siamkatze. Im Alltag braucht der Peterbald viel Ansprache, Beschäftigung und am liebsten Gesellschaft eines zweiten Tieres, für lange Stunden allein ist er wenig gemacht. Kletter und Kratzmöglichkeiten sowie Spielzeit halten ihn ausgelastet. Freigang eignet sich für die nackten und flaumigen Varianten nicht, sie sind kälte- und sonnenempfindlich, ein gesicherter Balkon oder Garten ist die bessere Wahl. Die Fellpflege richtet sich nach der Haarvariante: Nackte und flaumige Tiere brauchen regelmäßiges Abwischen oder Baden der Haut, dazu Ohrenpflege und Sonnenschutz, kurzhaarige Tiere kommen mit gelegentlichem Bürsten aus. Gesundheitlich sind erbliche Netzhaut- und Stoffwechselerkrankungen bekannt, für die es teils Gentests gibt. Wie bei der eng verwandten Don Sphynx fehlen vielen Peterbalds zudem die funktionsfähigen Tasthaare, was deutsche Fachgutachten als Qualzuchtmerkmal einstufen, auch wenn die FIFe die Rasse anerkennt. Der Peterbald passt zu Menschen, die eine anhängliche, gesprächige Mitbewohnerin wollen, viel Zeit zu Hause verbringen und sich auf Hautpflege einlassen. Für ruhige Wohnungen, seltene Anwesenheit oder eine zurückhaltende, unabhängige Katze ist er die falsche Wahl.

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