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Lele

Perserkatze

auch bekannt als Persian, Perser, Persisch Langhaar

Iran und GroßbritannienLanghaarKategorie I
Cremefarbene Perserkatze mit dichtem Langhaarfell liegt aufmerksam auf einer Rasenfläche
Perserkatze im Porträt

Steckbrief

Gewicht
typisch 3 bis 6 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Langhaar. Langhaar, sehr dicht und fein mit viel UnterwolleDas lange Fell verfilzt schnell und braucht tägliches Bürsten. Bei stark verkürzter Nase laufen die Augen oft, dann gehört das Säubern der Tränenrinnen zur Routine.
Herkunft
Iran und Großbritannien
Anerkennung
FIFe-Kategorie I (Perser und Exotic). Kennung PER.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
sehr ruhig, schläft viel (1 von 5)
Nähe zum Menschen
eigenständig, sucht Nähe in Maßen (2 von 5)
Gesprächigkeit
fast lautlos (1 von 5)
Artgenossen
meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
Umgang mit Besuch
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
Familientrubel
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Für Einsteiger
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Pflege

Pflegeaufwand
sehr hoher Pflegeaufwand (5 von 5)
Fell im Haus
haart sehr stark (5 von 5)

Wenn es bei dir ansteht

Hunde im Haus
meist verträglich mit Hunden (3 von 5)
Beschäftigung und Klettern
kommt mit wenig Beschäftigung aus (1 von 5)
Beute- und Spieltrieb
kaum Beute- und Spieltrieb (1 von 5)
Lernfreude
eigenständig, lernt nur mit viel Geduld (2 von 5)

Der Charakter: Perserkatze im Porträt

Die Perserkatze gilt heute eher als britische Zuchtschöpfung, auch wenn ihr Name auf den Orient verweist. Genetische Untersuchungen deuten auf langhaarige russische Hauskatzen als Ursprung hin, gezielt gezüchtet wurde die Rasse ab der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts in England. Der runde Kopf mit der stark verkürzten Nase, den viele heute mit dem Perser verbinden, ist dabei kein Ursprungsmerkmal, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Zuchtwahl. Im Wesen zählt der Perser zu den ruhigsten Katzenrassen überhaupt: gelassen, anhänglich und wenig aufdringlich. Fremden gegenüber tritt er eher zurückhaltend auf und braucht Zeit zum Auftauen, seiner Familie schließt er sich dafür eng an. Wilde Verfolgungsjagden oder hohe Sprünge gehören selten zu seinem Programm, viel lieber beobachtet er das Geschehen von einem gepolsterten Aussichtspunkt aus. Für den Alltag bedeutet das: Ein ruhiges Zuhause ohne viel Trubel passt gut, reiner Wohnungshaltung steht der geringe Bewegungsdrang nicht im Weg. Kratzbaum und erhöhte Liegeplätze reichen für die Beschäftigung meist aus, dazu kurze, ruhige Spieleinheiten. Freigang eignet sich wegen der eingeschränkten Atmung und der geringen Fluchtdistanz eher nicht. Die größte tägliche Aufgabe ist das Fell: Das lange, dichte Haar verfilzt schnell und braucht tägliches, gründliches Bürsten, dazu regelmäßige Kontrolle der Tränenrinnen, die bei der verkürzten Nase häufig überlaufen. Gesundheitlich steht die Rasse im Zentrum der Qualzuchtdebatte. Die charakteristisch flache Nase schränkt Atmung und Wärmeregulation ein, dazu kommen erbliche Nieren und Herzerkrankungen, für die es inzwischen Gentests gibt. Wer einen ruhigen, schmusebedürftigen Mitbewohner sucht und Zeit für tägliche Fellpflege sowie tierärztliche Kontrollen mitbringt, findet im Perser einen treuen Begleiter. Wer eine verspielte, kletterfreudige oder pflegeleichte Katze möchte oder wenig Zeit für Fellpflege hat, ist bei dieser Rasse falsch beraten. Vor der Anschaffung lohnt sich außerdem ein genauer Blick auf die Nasenform der Elterntiere.

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