Orientalisch Langhaar
auch bekannt als OLH, Oriental Longhair, Javanese, Mandarin
GroßbritannienHalblanghaarKategorie IV


Steckbrief
- Gewicht
- typisch 3 bis 5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanghaar. Halblanghaar, fein und seidig, mittellang am Körper, länger an Halskrause, Schultern und am Schwanz, der eine Federfahne bildet, ohne wollige UnterwolleEinmal pro Woche kämmen genügt meist, ohne Unterwolle verfilzt das feine Fell selten. Genau deshalb friert die Rasse aber leicht und braucht warme Schlafplätze.
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie IV (Siam und Orientalen). Kennung OLH.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- sehr lebhaft, fast immer in Bewegung (5 von 5)
- Nähe zum Menschen
- braucht viel Nähe, bleibt ungern allein (5 von 5)
- Gesprächigkeit
- sehr gesprächig, kommentiert den ganzen Tag (5 von 5)
- Artgenossen
- sehr gesellig, sollte nicht allein leben (5 von 5)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Familientrubel
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Für Einsteiger
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Fell im Haus
- haart wenig (2 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Hunde im Haus
- gut verträglich mit Hunden (4 von 5)
- Beschäftigung und Klettern
- braucht sehr viel Beschäftigung und Jagdersatz (5 von 5)
- Beute- und Spieltrieb
- mittlerer Beute- und Spieltrieb (3 von 5)
- Lernfreude
- lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)
Der Charakter: Orientalisch Langhaar im Porträt
Die Orientalisch Langhaar ist die halblanghaarige Schwester der Orientalisch Kurzhaar. Bei der FIFe teilt sie sich mit dieser, mit der Siam und der Balinesen einen einzigen Rassestandard, anerkannt ist sie dort seit 1985. In Großbritannien lief sie lange unter dem Namen British Angora und wurde 2002 umbenannt, damit sie nicht länger mit der Türkisch Angora verwechselt wird. In den USA entstand parallel dazu aus der Zucht der Balinesen eine halblanghaarige Orientalin ohne Maskenzeichnung, die dort Javanese heißt. Genau das ist auch das äußere Erkennungszeichen: vollfarbiges oder getigertes Fell, keine Points, dazu meist leuchtend grüne Mandelaugen.
Im Wesen ist sie durch und durch orientalisch. Sie ist neugierig, sehr menschenbezogen und ausgesprochen gesprächig, kommentiert mit melodiöser Stimme, was um sie herum geschieht, und lässt sich dabei kaum unterbrechen. Hat sie einmal ihren Lieblingsmenschen gefunden, folgt sie ihm durch die Wohnung und will an allem beteiligt sein.
Im Alltag braucht sie viel zu tun: hohe Kletterplätze, Fummelbretter, feste Spielzeiten und Kopfarbeit. Clickertraining liegt ihr, weil sie schnell lernt und gern mitmacht. Stundenlanges Alleinsein passt dagegen schlecht zu ihr, eine zweite Katze mit ähnlichem Temperament ist bei dieser Rasse fast Bedingung, wenn du tagsüber außer Haus bist. Freigang ist möglich, sofern die Umgebung sicher ist, ein gut gesicherter Balkon oder Garten tut es aber auch.
Das halblange Fell ist fein und seidig, am Körper mittellang, an Halskrause, Schultern und am buschigen Schwanz länger. Weil die wollige Unterwolle fehlt, verfilzt es kaum, einmal pro Woche kämmen reicht in der Regel. Dieselbe fehlende Unterwolle sorgt aber dafür, dass diese Katze leicht friert und warme Schlafplätze sucht.
Gesundheitlich stehen dieselben Themen im Raum wie bei den anderen Orientalen, genannt werden vor allem Amyloidose, ein erblicher Netzhautabbau und bei sehr jungen Kitten das Flachbrust-Syndrom. Wenn du Zeit, Nerven für eine laute Stimme und Platz für eine Zweitkatze hast, bekommst du eine warmherzige, verspielte Begleiterin. Wer eine ruhige, selbstgenügsame Katze sucht oder oft lange unterwegs ist, sollte sich eher anders umsehen.
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