Ocicat
USAKurzhaarKategorie III
Steckbrief
- Gewicht
- typisch 4 bis 7 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 18 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Kurzhaar, fein, glänzend, mit durchgehend getupfter ZeichnungSehr pflegeleicht. Das wilde Aussehen kommt ohne Wildkatzeneinkreuzung aus, im Hintergrund stehen Siam, Abessinier und Amerikanisch Kurzhaar.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung OCI.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
- Nähe zum Menschen
- sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5)
- Gesprächigkeit
- meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5, Tendenzwert)
- Artgenossen
- gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Für Einsteiger
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Fell im Haus
- haart wenig (2 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Hunde im Haus
- gut verträglich mit Hunden (4 von 5)
- Beschäftigung und Klettern
- braucht viel Beschäftigung (4 von 5)
- Lernfreude
- sehr lernfreudig, arbeitet begeistert mit (5 von 5)
Der Charakter: Ocicat im Porträt
Der Ocicat verdankt sein wildes, getupftes Aussehen keiner Wildkatze, sondern einer gezielten Hauskatzenzucht: In den USA kreuzte Virginia Daly in den 1960er Jahren Siam- und Abessinier-Linien, ein dabei zufällig entstandenes getupftes Kätzchen weckte das Interesse an einer eigenen Rasse. Später kam Amerikanisch Kurzhaar für Statur und Silberfarben hinzu, aus der ursprünglich ungeplanten Kreuzung wurde so über mehrere Zuchtgenerationen eine eigenständige, heute auch von der FIFe anerkannte Rasse. Der Name spielt auf die Ähnlichkeit mit dem Ozelot an, mit dem der Ocicat genetisch nichts zu tun hat.
Im Wesen ist der Ocicat gesellig, anhänglich und ausgesprochen menschenbezogen, oft wird er wegen seiner Loyalität als hundeähnlich beschrieben. Er begrüßt Besuch, statt sich zu verstecken, lässt sich gut an Leine gewöhnen und apportiert mitunter kleine Gegenstände. Allein bleibt er nicht gern über viele Stunden, eine zweite Katze oder ein verträglicher Hund tun ihm gut.
Im Alltag braucht er mehrere aktive Spieleinheiten am Tag, Kletterflächen und im besten Fall Zugang zu einem gesicherten Freigehege oder Freigang, seine Energie will raus. Das kurze, feine Fell glänzt bei guter Gesundheit und ist pflegeleicht, wöchentliches Bürsten reicht völlig aus.
Gesundheitlich gilt die Rasse insgesamt als robust, bekannt sind aber hypertrophe Kardiomyopathie, Leber- und Nierenamyloidose sowie Pyruvatkinase-Mangel und progressive Retinaatrophie, Erbanlagen aus der Abessinier- und Siam-Linie. Für einen Teil dieser Risiken gibt es inzwischen Gentests oder Screening-Untersuchungen.
Für gesellige Menschen oder Familien mit Zeit für Beschäftigung und im Idealfall einem zweiten Tier im Haushalt ist der Ocicat eine anpassungsfähige, unkomplizierte Wahl trotz seines wilden Looks, auch für Katzenanfänger ist er meist gut geeignet, solange genug Zeit für Spiel und Gesellschaft bleibt. Wer eine zurückhaltende Einzelgängerkatze sucht oder tagsüber sehr lange allein ist, findet in dieser Rasse eher keine passende Mitbewohnerin.
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