Ocicat
Ozelot-Look, Hundetreue, sehr gesellig
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M)
- Gewicht
- typisch 4 bis 7 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 18 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar, fein, glänzend, mit durchgehend getupfter Zeichnung, Sehr pflegeleicht. Das wilde Aussehen kommt ohne Wildkatzeneinkreuzung aus, im Hintergrund stehen Siam, Abessinier und Amerikanisch Kurzhaar.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- sehr leicht trainierbar, hochgradig gehorsam (5 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Der Charakter: Ocicat im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Braucht mehrere aktive Spieleinheiten täglich und Kletterflächen, ein hundeähnliches Apportierspiel ist bei dieser Rasse keine Seltenheit.
- Bleibt nicht gern über viele Stunden allein, eine zweite Katze oder ein verträglicher Hund als Gesellschaft tut ihm spürbar gut.
- Trotz des wilden, ozelotähnlichen Aussehens steckt keine Wildkatze in der Abstammung, es gelten also keine Sonderregeln beim Artenschutzrecht wie bei Bengal oder Savannah.
- Freigang oder ein gesichertes Freigehege passt gut zu seinem Bewegungsdrang, reine Wohnungshaltung braucht entsprechend mehr Ersatzbeschäftigung.
- Das kurze Fell braucht nur wöchentliches Bürsten, dafür ist er sehr gesellig und wenig für ein zurückgezogenes Katzenleben gemacht.
- Vor dem Kauf sollten Züchter eine Herzuntersuchung auf hypertrophe Kardiomyopathie sowie Gentests auf Pyruvatkinase-Mangel und progressive Retinaatrophie der Elterntiere vorlegen können.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hypertrophe Kardiomyopathie (häufigste Herzerkrankung der Katze, Ultraschall-Screening der Zuchttiere empfohlen)
- Leber- und Nierenamyloidose (Eiweißablagerungen in den Organen, aus der Abessinier-Linie vererbt)
- Pyruvatkinase-Mangel (Enzymdefekt der roten Blutkörperchen, führt zu chronischer Blutarmut, per Gentest ausschließbar)
- Progressive Retinaatrophie (PRA, erbliche Netzhautdegeneration mit fortschreitender Erblindung, bei Abessinier-nahen Rassen dokumentiert)
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Ocicat hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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