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Lele

Nebelung

Zurückhaltende Nebelkatze mit Herz für eine Person

auch bekannt als Longhaired Russian Blue

mittelgroß (M)USA
Nebelung mit halblangem, blaugrauem Fell und grünen Augen blickt von oben neugierig in die Kamera
Nebelung im Porträt

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M)
Gewicht
typisch 4 bis 7 kg
Lebenserwartung
typisch 11 bis 18 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Halblang, dicht mit feiner Unterwolle, gleichmäßig blaugraues Fell mit silbrig schimmernden Haarspitzen, Trotz des halblangen Haars ist die Fellpflege überschaubar, wöchentliches Bürsten reicht, während des Fellwechsels hilft täglicher Bürstenkontakt gegen Verfilzung. Ein rassetypisches Erbleiden ist nicht dokumentiert, die genetische Gründerpopulation ist aber sehr klein, weshalb Zuchtvereine die Verpaarung mit Russisch Blau erlauben.
Herkunft
USA
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
eher ruhig (2 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht mäßig Bewegung (2 von 5)
Trainierbarkeit
eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
Alleinbleiben
bleibt meist gut einige Stunden allein (4 von 5)
Bellfreude
bellt sehr selten (1 von 5)
Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
sehr zurückhaltend gegenüber Fremden (1 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
bedingt geeignet für Familien (2 von 5)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)

Der Charakter: Nebelung im Porträt

Die Nebelung ist eine noch junge Rasse: Sie entstand in den 1980er Jahren in den USA, als bei der Züchterin Cora Cobb zwei blaue Kätzchen mit auffallend langem Fell zur Welt kamen. Sie nannte die Geschwister nach Figuren aus dem Nibelungenlied, Siegfried und Brunhilde, und der daraus abgeleitete Rassename erinnert zugleich an das deutsche Wort Nebel und an das silbrig schimmernde Fell. 1987 nahm die amerikanische TICA die Rasse auf, heute steht auch der WCF hinter ihr, die FIFe hat die Nebelung bis heute nicht als eigenständige Rasse anerkannt. Im Standard ist die Nebelung praktisch eine Russisch Blau mit längerem Haar: gleicher keilförmiger Kopf, gleiche leuchtend grüne Augen, gleiches dichtes, blaugraues Fell, nur eben halblang statt kurz und mit silbrig getippten Haarspitzen, die dem Fell einen nebligen Schimmer geben. Im Wesen ist sie ruhig und zurückhaltend: Fremden begegnet sie zunächst abwartend und zieht sich bei Trubel gern zurück, zu ihrer Bezugsperson oder ihrer kleinen Familie baut sie dagegen eine enge, aber eigenständige Bindung auf. Miauen gehört nicht zu ihren Stärken, sie drückt sich eher über Körpersprache aus. Im Alltag ist die Nebelung eine unaufgeregte Wohnungskatze, die feste Routinen und ruhige Rückzugsorte schätzt und sich, einmal eingewöhnt, auch ein paar Stunden allein wohlfühlt. Manche Tiere reagieren empfindlich auf Stress oder abrupte Futterwechsel und zeigen das mit Durchfall oder Erbrechen, ein behutsames, planbares Umfeld tut ihr deshalb gut. Trotz des halblangen Haars ist die Fellpflege überschaubar, wöchentliches Bürsten reicht, während des Fellwechsels lohnt sich täglicher Griff zur Bürste. Ein rassetypisches Erbleiden ist nicht dokumentiert, wohl aber eine sehr kleine genetische Gründerpopulation, weshalb Zuchtvereine die Verpaarung mit Russisch Blau erlauben. Für ruhige Einzelpersonen oder Paare, die eine treue, unabhängige Mitbewohnerin ohne viel Lärm suchen, kann die Nebelung eine schöne Wahl sein. Für turbulente Haushalte mit viel Besuch oder sehr kleinen, stürmischen Kindern ist sie eher nicht gemacht, und wer sie sucht, braucht vor allem Geduld: In Deutschland ist die Rasse extrem selten, seriöse Züchter sind kaum zu finden.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Gib der Nebelung Zeit, sich an neue Menschen zu gewöhnen, sie taut bei Fremden nur langsam auf und zieht sich sonst lieber zurück.
  • Ein ruhiger, erhöhter Rückzugsort hilft ihr, Trubel im Haushalt aus sicherer Distanz zu beobachten, statt mittendrin stehen zu müssen.
  • Wöchentliches Bürsten reicht für das halblange Fell, während des Fellwechsels lohnt sich täglicher Griff zur Bürste.
  • Achte bei Futterumstellungen auf schrittweise Übergänge, der Verdauungstrakt reagiert bei manchen Tieren empfindlich mit Durchfall oder Erbrechen.
  • Frag beim Züchter aktiv nach genetischer Vielfalt und Gesundheitschecks der Elterntiere, die Gründerpopulation der Rasse ist sehr klein.
  • Wer eine Nebelung sucht, braucht in Deutschland vor allem Geduld, seriöse Züchter sind hierzulande extrem selten.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Kein dokumentiertes rassetypisches Erbleiden, dafür eine sehr kleine genetische Gründerpopulation seit der Anerkennung 1987, weshalb Zuchtvereine die Verpaarung mit Russisch Blau erlauben
  • Stressempfindlicher Magen-Darm-Trakt, der bei Futterwechseln oder Aufregung mit Durchfall oder Erbrechen reagieren kann
  • Erhöhtes Risiko für Übergewicht bei eher zurückhaltendem Bewegungsdrang
  • Neigung zu Zahnstein, Zahnfleischentzündung und Zahnresorption, regelmäßige Zahnkontrolle empfohlen

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Nebelung hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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