Maine Coon
Sanfter Riese mit Kletterlust und Wasserfaible
auch bekannt als Coonie, Maine-Coon-Katze
Steckbrief
- Größe
- groß (L)
- Gewicht
- typisch 4,5 bis 9 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanghaar, dichtes Allwetterfell, kurz an Kopf, Schultern und Beinen, an Rücken und Flanken deutlich länger, mit Pluderhosen und Halskrause, Zwei Bürstgänge pro Woche halten das Fell offen, im Fellwechsel eher täglich. Die dichte Halskrause verfilzt am ehesten.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
- Familien-Eignung
- sehr gut geeignet für Familien mit Kindern (5 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5)
- Anfänger-Eignung
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Der Charakter: Maine Coon im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Ein deckenhoher Kratzbaum oder sichere Kletterwege sind für die kräftige Statur der Maine Coon fast Pflicht, ein einzelner Spielzeugkorb reicht selten aus.
- Zwei Bürstgänge pro Woche halten das Fell offen, im Fellwechsel im Frühjahr eher täglich, sonst verfilzt zuerst die Halskrause.
- Beim Züchter auf Herzultraschall der Elterntiere achten und nach dem Gentest auf die rassetypische HCM-Genvariante fragen, ein unauffälliger Gentest ersetzt die Ultraschallkontrolle aber nicht.
- Die Rasse wächst bis ins vierte Lebensjahr, Futtermenge daher nach Gewicht und Aktivität bemessen, nicht nach Optik.
- Für stundenlanges Alleinsein eignet sich oft eine zweite Katze besser als ein einzelnes Tier, die Maine Coon ist ausgesprochen gesellig.
- Freigang ist reizvoll, aber kein Muss: mit genug Klettermöglichkeit und Beschäftigung kommt sie auch in reiner Wohnungshaltung gut zurecht.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), für eine rassetypische Genvariante gibt es einen Gentest, jährliche Herzultraschalluntersuchungen bleiben trotzdem wichtig
- Hüftdysplasie, durch den großrahmigen Körperbau der Rasse begünstigt
- Spinale Muskelatrophie, eine seltene erbliche Erkrankung der Motoneuronen bei Kitten, per Gentest nachweisbar
- Polyzystische Nierenerkrankung (PKD), vereinzelt beschrieben, deutlich seltener als bei der Perserkatze
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Maine Coon hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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