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Lele

Maine Coon

Sanfter Riese mit Kletterlust und Wasserfaible

auch bekannt als Coonie, Maine-Coon-Katze

groß (L)USA
Maine Coon mit Luchspinseln an den Ohren und dichter Halskrause sitzt am Fenster
Maine Coon zu Hause

Steckbrief

Größe
groß (L)
Gewicht
typisch 4,5 bis 9 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Halblanghaar, dichtes Allwetterfell, kurz an Kopf, Schultern und Beinen, an Rücken und Flanken deutlich länger, mit Pluderhosen und Halskrause, Zwei Bürstgänge pro Woche halten das Fell offen, im Fellwechsel eher täglich. Die dichte Halskrause verfilzt am ehesten.
Herkunft
USA
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart stark (4 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
Familien-Eignung
sehr gut geeignet für Familien mit Kindern (5 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
mittlerer Jagdtrieb (3 von 5)
Anfänger-Eignung
gut geeignet für Anfänger (4 von 5)

Der Charakter: Maine Coon im Porträt

Die Maine Coon stammt von den Farmen im Nordosten der USA, wo sie im 19. Jahrhundert als robuste Arbeitskatze Mäuse und Ratten fern hielt. Ihr genauer Ursprung liegt im Dunkeln, die Legende um angebliche Kreuzungen mit Katzen aus dem Umfeld von Marie Antoinette gehört eher zu den Mythen der Rasse. Erste schriftliche Erwähnungen gibt es aus dem Jahr 1861, 1976 erkannte die amerikanische CFA die Rasse offiziell an, die FIFe folgte 1982. Seit 1985 ist die Maine Coon offizielle Staatskatze von Maine. Im Wesen gilt sie als sanfter Riese: freundlich, gesellig und ausgesprochen menschenbezogen, ohne dabei bedürftig zu wirken. Statt zu miauen, gibt sie eher zwitschernde und trillernde Laute von sich. Sie bleibt neugierig und verspielt bis ins hohe Alter, nutzt ihre Pfoten erstaunlich geschickt, und manche Tiere apportieren kleine Gegenstände oder lieben Wasserspiele. Im Alltag braucht die Maine Coon Platz zum Klettern und Springen, ein deckenhoher Kratzbaum oder sichere Regalwege helfen, das große Format sinnvoll zu bewegen. Sie kommt in der Regel gut mit Kindern, anderen Katzen und Hunden aus und lässt sich auch in Mehrkatzenhaushalten gut integrieren, braucht aber viel menschliche Zuwendung, wenn sie allein gehalten wird. Freigang ist möglich, bei guter Beschäftigung in der Wohnung aber nicht zwingend nötig. Das dichte, halblange Fell mit der charakteristischen Halskrause und den Pluderhosen an den Hinterbeinen braucht zwei Bürstgänge pro Woche, im Fellwechsel deutlich mehr, sonst verfilzt vor allem die Halskrause zuerst. Die Rasse wächst langsam und ist oft erst mit drei bis vier Jahren ausgewachsen, dabei lohnt ein Blick auf die Futtermenge. Gesundheitlich ist die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) die häufigste Sorge der Rasse, dazu kommen Hüftdysplasie und, deutlich seltener, eine spinale Muskelatrophie bei Kitten, alle drei durch den großen, schweren Körperbau oder die genetische Vorgeschichte begünstigt. Für Familien mit Platz, Zeit für Beschäftigung und Freude an einer präsenten, aber nicht fordernden Katze ist die Maine Coon oft ein guter Partner. Wer eine sehr kleine Wohnung ohne Klettermöglichkeiten bewohnt oder ein komplett pflegefreies Fell sucht, findet in dieser Rasse eher nicht die richtige Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Ein deckenhoher Kratzbaum oder sichere Kletterwege sind für die kräftige Statur der Maine Coon fast Pflicht, ein einzelner Spielzeugkorb reicht selten aus.
  • Zwei Bürstgänge pro Woche halten das Fell offen, im Fellwechsel im Frühjahr eher täglich, sonst verfilzt zuerst die Halskrause.
  • Beim Züchter auf Herzultraschall der Elterntiere achten und nach dem Gentest auf die rassetypische HCM-Genvariante fragen, ein unauffälliger Gentest ersetzt die Ultraschallkontrolle aber nicht.
  • Die Rasse wächst bis ins vierte Lebensjahr, Futtermenge daher nach Gewicht und Aktivität bemessen, nicht nach Optik.
  • Für stundenlanges Alleinsein eignet sich oft eine zweite Katze besser als ein einzelnes Tier, die Maine Coon ist ausgesprochen gesellig.
  • Freigang ist reizvoll, aber kein Muss: mit genug Klettermöglichkeit und Beschäftigung kommt sie auch in reiner Wohnungshaltung gut zurecht.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), für eine rassetypische Genvariante gibt es einen Gentest, jährliche Herzultraschalluntersuchungen bleiben trotzdem wichtig
  • Hüftdysplasie, durch den großrahmigen Körperbau der Rasse begünstigt
  • Spinale Muskelatrophie, eine seltene erbliche Erkrankung der Motoneuronen bei Kitten, per Gentest nachweisbar
  • Polyzystische Nierenerkrankung (PKD), vereinzelt beschrieben, deutlich seltener als bei der Perserkatze

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Maine Coon hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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