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Lele

Lykoi

auch bekannt als Werwolfkatze, Wolfskatze

USAKurzhaarKategorie IV

Steckbrief

Gewicht
typisch 2,7 bis 5,4 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Kurzhaar. Roan gesprenkeltes, teilweise haarloses Kurzhaar ohne Unterwolle, wächst in Schüben und fällt zeitweise fast vollständig ausOhne schützende Unterwolle braucht die Haut regelmäßiges Bürsten und gelegentliches Baden mit mildem Katzenshampoo, sonst fettet sie schneller nach. Direkte Sonne verträgt das lückenhafte Fell schlecht, Sonnenschutz und ein Leben als Wohnungskatze sind ratsam. Die Qualzucht-Evidenz-Datenbank (QUEN) führt die Lykoi im Merkblatt zum Haarkleid unter den Rassen mit teilweise fehlendem Haarkleid und ordnet Hypotrichose und Haarfollikeldysplasie als Qualzucht nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz ein.
Herkunft
USA
Anerkennung
FIFe-Kategorie IV (Siam und Orientalen). Kennung LYO.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
Nähe zum Menschen
sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5, Tendenzwert)
Gesprächigkeit
meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5, Tendenzwert)
Artgenossen
meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
Umgang mit Besuch
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
Familientrubel
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
Für Einsteiger
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Pflege

Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Fell im Haus
haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)

Wenn es bei dir ansteht

Beute- und Spieltrieb
ausgeprägter Beute- und Spieltrieb (4 von 5)

Der Charakter: Lykoi im Porträt

Die Lykoi entstand aus einer natürlichen Genmutation, die 2010 und 2011 unabhängig voneinander bei Hauskatzen in Virginia und Tennessee auftauchte. Die Tierärztin Brittney Gobble erkannte gemeinsam mit Johnny Gobble und Patti Thomas das Potenzial dieser Katzen und begann in Tennessee gezielt mit ihnen zu züchten, das erste absichtlich gezüchtete Lykoi-Kätzchen kam 2011 zur Welt. Der Name geht auf das griechische Wort lykos für Wolf zurück, weil das lückenhafte, gesprenkelte Fell manche Tiere tatsächlich wie kleine Wölfe wirken lässt. Die FIFe hat die junge Rasse 2023 vorläufig in Kategorie 4 aufgenommen, bis 2027 sammelt der Verband weiter Erfahrung, bevor über eine volle Anerkennung entschieden wird. Im Wesen gilt die Lykoi als aktiv, verspielt und mit einem ausgeprägten Jagdtrieb ausgestattet, gleichzeitig sucht sie auffallend die Nähe ihrer Menschen und begleitet sie lieber durch den Alltag, als lange auf dem Schoß zu liegen. Fremden gegenüber zeigt sie sich zunächst eher zurückhaltend, taut aber mit der Zeit auf. Der Mutation liegt eine Störung der Haarfollikel zugrunde, die mit dem Sphynx nichts zu tun hat: Das Fell wächst in Schüben, verliert sich zeitweise fast vollständig und kommt danach wieder, ein Zyklus, den Halterinnen und Halter liebevoll als Wolfing bezeichnen. Im Zuhause braucht die Lykoi Beschäftigung für ihren Jagd- und Bewegungsdrang, dazu warme Rückzugsorte, wenn das Fell gerade lichter ist. Direkte Sonne und Kälte verträgt die freiliegende Haut schlecht, ein Leben als reine Wohnungskatze ist deshalb die sicherere Wahl. Die Pflege verlangt regelmäßiges Bürsten und gelegentliches Baden mit mildem Katzenshampoo, weil eine schützende Unterwolle fehlt und die Haut schneller nachfettet. Gesundheitlich stehen Hautprobleme im Vordergrund, dazu die üblichen Themen wie Zahnpflege. Das Qualzucht-Evidenz-Netzwerk führt die Lykoi im Merkblatt zum Haarkleid unter den Rassen mit teilweise fehlendem Fell und ordnet Hypotrichose als Qualzuchtmerkmal ein. Da die Rasse noch jung und die Zuchtbasis schmal ist, lohnt sich beim Züchter ein genauer Blick auf Herkunft und Gesundheitschecks der Elterntiere. Für Menschen, die sich auf ein ungewöhnliches Fell und etwas Extraaufwand bei der Hautpflege einlassen und die Zeit für eine verspielte, anhängliche Katze mitbringen, kann die Lykoi eine gute Mitbewohnerin sein. Wer ein pflegeleichtes Fell ohne Besonderheiten sucht oder wenig Erfahrung mit empfindlicher Katzenhaut hat, ist bei anderen Rassen besser aufgehoben.

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