LaPerm
Verspielte Lockenkatze mit viel Nähebedarf
auch bekannt als Lappie, LaPerm-Katze

Zucht-Hinweis
Der Rassestandard verlangt für die LaPerm ausdrücklich gelockte Tasthaare. Das Qualzucht-Evidenz-Netzwerk QUEN führt die Rasse deshalb im Merkblatt zu den Rex-Katzen unter den Rassen mit veränderten Vibrissen, einem Sinnesorgan der Katze. Das Gutachten zur Auslegung von Paragraf 11b Tierschutzgesetz trennt an dieser Stelle: Ein Zuchtverbot spricht es für Katzen aus, denen die Tasthaare fehlen, für gekräuselte oder stark verkürzte Tasthaare empfiehlt es den Zuchtverbänden eine Änderung des Rassestandards. Bei der LaPerm ist nur die Lockung beschrieben, kein Abbrechen und kein Verlust, deshalb steht hier mittel und nicht die Stufe der Nacktkatzen und der übrigen Rex-Rassen.
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M)
- Gewicht
- typisch 2,5 bis 5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanges bis langes, lockiges bis gewelltes Fell, das locker vom Körper absteht und einen zerzausten, ungebändigten Look zeigt, am dichtesten gelockt an Halskrause und Ohransatz. Kätzchen werden oft nackt oder glatthaarig geboren und entwickeln die Locken erst nach einigen Wochen. Es gibt auch eine kurzhaarige Variante mit knackigerer Locke und buschigem Schwanz., Bürste die Locken nur behutsam und nicht zu oft, sonst gehen sie verloren, und föhne das Fell nie, das macht es glatt. Der Rassestandard verlangt außerdem ausdrücklich gelockte Tasthaare: Die Qualzucht-Datenbank des Qualzucht-Evidenz-Netzwerks QUEN führt die LaPerm deshalb unter den Rex-artigen Rassen mit veränderten Tasthaaren, einem Sinnesorgan der Katze. Ein Zuchtverbot wie bei Scottish Fold oder Sphynx gibt es dafür in Deutschland bislang nicht.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: LaPerm im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich aktive Spielzeit ein, die LaPerm gilt als verspielt und lernfreudig und langweilt sich schnell ohne Beschäftigung.
- Sie ist keine Katze für lange Einzelstunden: Wer tagsüber selten zu Hause ist, sollte über ein zweites Tier nachdenken, mit dem sie sich meist gut verträgt.
- Bürste das Lockenfell nur behutsam zwei- bis dreimal wöchentlich mit den Fingern oder einer weichen Bürste, kräftiges Bürsten oder Föhnen drückt die Locken glatt.
- Der Rassestandard verlangt ausdrücklich gelockte Tasthaare, die Qualzucht-Datenbank des QUEN führt das als Einschränkung eines Sinnesorgans: Wer das nicht mittragen möchte, fragt auch bei Rassekatzen-Auffangstationen nach abgegebenen LaPerms.
- Freigang ist möglich, sollte aber über einen gesicherten Garten oder Balkon erfolgen, damit die neugierige, verspielte Katze nicht in Gefahr gerät.
- Rechne mit einer längeren Suche: Die Rasse ist in Deutschland nach wie vor selten, auch wenn es hierzulande schon seit den späten 1990er Jahren Zuchtlinien gibt.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Bislang sind keine rassetypischen Erbkrankheiten dokumentiert, PetMD und weitere Quellen beschreiben die LaPerm übereinstimmend als robuste, insgesamt gesunde Rasse
- Gelockte Tasthaare, vom Rassestandard ausdrücklich verlangt und in der Qualzucht-Datenbank des Qualzucht-Evidenz-Netzwerks QUEN unter den veränderten Vibrissen geführt
- Ein historisch kleiner Genpool, den Zuchtverbände durch erlaubte Einkreuzung gesunder Hauskatzen bewusst breit halten
- Malassezien-Dermatitis, eine Hefepilz-Besiedelung der Haut, die das Qualzucht-Evidenz-Netzwerk im Rex-Merkblatt vor allem für die Devon Rex belegt und für Rex-artige Lockenfelle allgemein nennt; für die LaPerm selbst fehlen belastbare Zahlen
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
LaPerm hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
Ähnliche Rassen entdecken
Passt LaPerm zu dir?
Finde in drei Minuten heraus, ob diese Rasse zu deinem Alltag passt: ehrlich, kostenlos und ohne Anmeldung.