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Lele

LaPerm

auch bekannt als LaPerm-Katze

USAHalblanghaarKategorie II
Schwarze LaPerm im Nahporträt mit dichtem, zerzaustem Fell, hellem Backenbart und aufmerksamem Blick nach oben
LaPerm im PorträtFoto: Takashi (aes256) · CC BY-SA 2.0

Steckbrief

Gewicht
typisch 2,5 bis 5 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Halblanghaar. Halblanges bis langes, lockiges bis gewelltes Fell, das locker vom Körper absteht und einen zerzausten, ungebändigten Look zeigt, am dichtesten gelockt an Halskrause und Ohransatz. Kätzchen werden oft nackt oder glatthaarig geboren und entwickeln die Locken erst nach einigen Wochen. Es gibt auch eine kurzhaarige Variante mit knackigerer Locke und buschigem Schwanz.Bürste die Locken nur behutsam und nicht zu oft, sonst gehen sie verloren, und föhne das Fell nie, das macht es glatt. Der Rassestandard verlangt außerdem ausdrücklich gelockte Tasthaare: Die Qualzucht-Datenbank des Qualzucht-Evidenz-Netzwerks QUEN führt die LaPerm deshalb unter den Rex-artigen Rassen mit veränderten Tasthaaren, einem Sinnesorgan der Katze. Ein Zuchtverbot wie bei Scottish Fold oder Sphynx gibt es dafür in Deutschland bislang nicht.
Herkunft
USA
Anerkennung
FIFe-Kategorie II (Halblanghaar). Kennung LPL.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
Nähe zum Menschen
sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5)
Gesprächigkeit
leise, meldet sich selten (2 von 5)
Artgenossen
gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5)
Umgang mit Besuch
offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
Familientrubel
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Für Einsteiger
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Pflege

Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Fell im Haus
haart wenig (2 von 5)

Wenn es bei dir ansteht

Hunde im Haus
gut verträglich mit Hunden (4 von 5)
Beschäftigung und Klettern
braucht viel Beschäftigung (4 von 5)
Beute- und Spieltrieb
ausgeprägter Beute- und Spieltrieb (4 von 5)
Lernfreude
lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)

Der Charakter: LaPerm im Porträt

Die LaPerm entstand 1982 auf einer Kirschfarm bei The Dalles in Oregon: Eine Hofkatze brachte ein zunächst nackt geborenes Kätzchen zur Welt, das nach einigen Wochen ein weiches, lockiges Fell entwickelte. Züchterin Linda Koehl nannte es Curly, es wurde zur Stammmutter der gesamten Rasse. Das Lockengen vererbt sich dominant, ein Umstand, der die LaPerm von den meisten anderen Rex-Mutationen unterscheidet. TICA erkannte die Rasse 2004 an, die FIFe folgte 2015, seither zählt sie dort zur Kategorie 2 mit den EMS-Codes LPL für die Langhaar- und LPS für die Kurzhaarvariante. Im Wesen gilt die LaPerm als aufgeweckt, verspielt und ausgesprochen menschenbezogen. Sie sucht aktiv Nähe und Beschäftigung, lernt gern kleine Kunststücke und zeigt einen deutlichen Spiel- und Jagdtrieb. Laut geht es dabei selten zu, die LaPerm ist eher zurückhaltend im Miauen, dafür schnurrt sie gern und ausdauernd, wenn sie Zuwendung bekommt. Im Alltag braucht sie regelmäßige Beschäftigung und vor allem viel menschliche Gesellschaft: Lange Stunden allein passen schlecht zu ihr, wer tagsüber selten zu Hause ist, sollte eher eine zweite Katze oder ein anderes verträgliches Haustier einplanen. Freigang ist möglich, sollte aber gesichert über Balkonnetz oder Gehege erfolgen, schon damit die neugierige Katze nicht verloren geht. Das gelockte Fell braucht wenig, aber vorsichtige Pflege: zwei- bis dreimal wöchentlich sanft mit den Fingern oder einer weichen Bürste durchgehen, zu kräftiges Bürsten oder Föhnen drückt die Locken glatt. Gesundheitlich gilt die Rasse als robust, dokumentierte Erbkrankheiten sind bislang kaum bekannt. Der Rassestandard verlangt allerdings ausdrücklich gelockte Tasthaare, ein Punkt, den die deutsche Qualzucht-Datenbank als Einschränkung eines Sinnesorgans einordnet. Hierzulande ist die LaPerm nach wie vor eine seltene Rasse. Deutsche Zuchtlinien gibt es zwar bereits seit den späten 1990er Jahren, wer sich für dieses Fell interessiert, muss aber mit langer Suche und wenigen Züchtern rechnen. Für Menschen mit Zeit für viel Nähe und Spiel und einer entspannten Haltung gegenüber ungewöhnlicher Optik ist die LaPerm oft ein guter Partner. Wer selten zu Hause ist oder eine besonders unabhängige, ruhige Katze sucht, findet in ihr eher nicht die passende Wahl.

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