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Lele

Korat

Stille Beobachterin mit Herz für nur eine Person

auch bekannt als Si Sawat, Korat-Katze

klein (S)Thailand
Korat mit herzförmigem Kopf und grünen Augen liegt entspannt auf einer Holzkommode
Korat im Porträt
Korat mit silbrig blauem, eng anliegendem Fell sitzt aufmerksam auf einem Holzbrett in einem gesicherten Freigehege
Korat unterwegs
Korat mit grün gelben Augen und großen Ohren liegt auf einer gelben Decke zuhause
Korat zu HauseFoto: Goele · CC BY-SA 3.0

Steckbrief

Größe
klein (S)
Gewicht
typisch 2,5 bis 4,5 kgGrober Richtwert, die Datenlage ist hier dünn.
Lebenserwartung
typisch 10 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Kurzhaar, fein, eng anliegend, ohne Unterwolle, immer silbrig blau, Kaum Pflegeaufwand. Ohne Unterwolle ist die Korat empfindlich gegen Kälte und Nässe.
Herkunft
Thailand
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
Alleinbleiben
bleibt sehr ungern allein (1 von 5)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5)
Pflegeaufwand
minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)

Der Charakter: Korat im Porträt

Die Korat stammt aus der thailändischen Provinz Nakhon Ratchasima, von der sie ihren westlichen Namen hat. In Thailand heißt sie Si Sawat und gilt seit Jahrhunderten als Glücksbringerin, erste Erwähnungen finden sich schon in alten Gedichtsammlungen über Katzen. Im Westen wurde die Rasse erst später anerkannt, in den USA 1966 und in Großbritannien 1975. Die FIFe führt sie unter dem Code KOR in Kategorie III. Im Wesen ist die Korat eher still und zurückhaltend: Sie kommuniziert mit leisen, weichen Lauten statt lautem Miauen und reagiert empfindlich auf Lärm, Hektik oder plötzliche Veränderungen. Zugleich bindet sie sich sehr eng an ihre Bezugspersonen, oft an eine ganz besonders, und sucht aktiv deren Nähe. Fremden gegenüber bleibt sie zunächst zurückhaltend und beobachtet lieber aus der Distanz. Im Alltag ist die Korat aufmerksam und verspielt, ohne die Wohnung ständig auf den Kopf zu stellen, kurze, aber regelmäßige Spielrunden mehrmals am Tag kommen ihrem Naturell entgegen. Weil sie so stark an ihre Menschen gebunden ist, verträgt sie stundenlanges Alleinsein schlecht und blüht am meisten in einem ruhigen, vorhersehbaren Haushalt auf. Reine Wohnungshaltung passt gut zu ihrem eher zurückhaltenden Wesen. Das feine, dichte Fell ohne Unterwolle ist denkbar pflegeleicht, wöchentliches Bürsten reicht, dafür ist die Katze empfindlich gegenüber Kälte und Nässe. Gesundheitlich wird bei der Zucht auf einen Gentest für die neurologischen Erkrankungen GM1- und GM2-Gangliosidose geachtet, die FIFe schreibt ihn für Zuchttiere ausdrücklich vor, außerdem neigt die Rasse zu Zahnfleischproblemen. Für ruhige Menschen, die Zeit für eine enge, stille Bindung mitbringen und einen vorhersehbaren Haushalt führen, kann die Korat eine sehr treue Gefährtin sein. Für hektische Haushalte mit viel Trubel, häufigem Besuch oder langer täglicher Abwesenheit ist sie eher nicht die richtige Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Braucht einen ruhigen, vorhersehbaren Haushalt, viel Trubel und Lärm passen eher schlecht zu ihrem empfindlichen Wesen.
  • Bindet sich eng an eine Bezugsperson und verträgt stundenlanges Alleinsein schlecht, für lange Arbeitstage lohnt sich Gesellschaft.
  • Beim Züchter unbedingt nach dem Gentest auf GM1- und GM2-Gangliosidose bei beiden Elterntieren fragen, die FIFe schreibt ihn vor.
  • Mehrmals täglich kurze, ruhige Spielrunden einplanen, statt einer langen, lauten Beschäftigungseinheit.
  • Fell ohne Unterwolle schützt kaum vor Kälte und Nässe, ein warmer Platz drinnen ist wichtig, Freigang ist eher ungeeignet.
  • Regelmäßige Zahnkontrolle einplanen, die Rasse gilt als anfällig für Zahnfleischprobleme.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • GM1-Gangliosidose: erbliche, tödlich verlaufende Nervenerkrankung mit Beginn im Kittenalter, ein Gentest ist bei der FIFe-Zucht vorgeschrieben
  • GM2-Gangliosidose: verwandte, noch schneller fortschreitende Nervenerkrankung, ebenfalls gentestbar und von der FIFe vorgeschrieben
  • Zahnfleisch- und Zahnerkrankungen (Parodontose)

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Korat hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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