Kartäuser
auch bekannt als Chartreux, Kartäuserkatze
FrankreichKurzhaarKategorie III

Steckbrief
- Gewicht
- typisch 4 bis 7 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Kurzhaar, dicht, mit wolliger Unterwolle, immer in BlauDas doppelte Fell braucht im Fellwechsel häufiges Bürsten, sonst genügt einmal pro Woche.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung CHA.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- eher ruhig (2 von 5)
- Nähe zum Menschen
- sucht Nähe, kommt aber gut allein zurecht (3 von 5)
- Gesprächigkeit
- fast lautlos (1 von 5)
- Artgenossen
- meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
- Umgang mit Besuch
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Für Einsteiger
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Fell im Haus
- haart mäßig (3 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Beschäftigung und Klettern
- braucht mäßig Beschäftigung (2 von 5)
- Lernfreude
- lernt mit, wenn es sich für sie lohnt (3 von 5)
Der Charakter: Kartäuser im Porträt
Die Kartäuser gilt als Frankreichs Nationalkatze, ihre genaue Herkunft ist trotzdem nicht restlos geklärt. Möglicherweise gelangten Vorfahren im Mittelalter aus dem Gebiet zwischen der Türkei und dem Iran nach Europa, der Legende nach über die Kartäusermönche der Grande Chartreuse. Die planmäßige Zucht begann erst 1925 auf der bretonischen Insel Belle-Île, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zur Rettung des geschrumpften Bestands mit Britisch Kurzhaar gekreuzt. 1977 erkannte die FIFe sie als eigenständige Rasse an.
Im Wesen ist die Kartäuser besonnen, geduldig und auffallend leise: Sie miaut kaum und macht sich eher über Blicke und Körpersprache bemerkbar. Anders als bei vielen ruhigen Rassen bleibt sie dabei eng auf eine bevorzugte Bezugsperson fixiert, der sie oft durchs ganze Haus folgt, fast wie ein kleiner Hund. Ein paar Stunden allein verkraftet sie in der Regel gut, richtig wohl fühlt sie sich aber an der Seite ihres Menschen.
Für den Alltag schätzt sie erhöhte Sitzplätze und Kratzmöglichkeiten, als Kitten ist sie verspielter, als der ruhige Ruf der Rasse vermuten lässt. Historisch als Mäusejägerin gehalten, freut sie sich über gesicherten Freigang, kommt aber auch als reine Wohnungskatze gut zurecht.
Das dichte, wasserabweisende Kurzhaarfell mit wolliger Unterwolle braucht wöchentliches Bürsten, im Fellwechsel häufiger.
Gesundheitlich ist die Rasse robust gebaut, disponiert aber für Kniescheibenverrenkungen und trägt gehäuft die Blutgruppe B, was bei der Verpaarung mit Blutgruppe A zu Komplikationen bei den Welpen führen kann. Nach einer Kastration neigt sie zu Übergewicht.
Für Menschen, die eine ruhige, leise und eng gebundene Katze suchen und bereit sind, ihr diese enge Bindung auch zurückzugeben, ist die Kartäuser eine ausgesprochen unkomplizierte Wahl. Wer eine gesprächige, distanzierte oder gleichmäßig auf mehrere Bezugspersonen verteilte Katze möchte, findet anderswo eher, was er sucht.
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