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Lele

Japanese Bobtail

auch bekannt als Japanische Stummelschwanzkatze

JapanKurzhaarKategorie IV

Steckbrief

Gewicht
typisch 2,7 bis 4 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Kurzhaar. Kurzhaar, weich und seidig, ohne ausgeprägte UnterwolleDas kurze, seidige Fell ohne ausgeprägte Unterwolle haart wenig, wöchentliches Bürsten reicht meist aus. Der namensgebende kurze, geknickte Schwanz ist das eigentliche Zuchtmerkmal: Anders als bei der Manx-Katze ist kein Letalfaktor und keine Wirbelsäulenfehlbildung bekannt, doch die Qualzucht-Datenbank (QUEN) ordnet die eingeschränkte Balance- und Kommunikationsfunktion des Schwanzes als Belastung ein und stuft ihn nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz als Qualzuchtmerkmal ein.
Herkunft
Japan
Anerkennung
FIFe-Kategorie IV (Siam und Orientalen). Kennung JBS.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
Nähe zum Menschen
sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5)
Gesprächigkeit
redet gern mit (4 von 5)
Artgenossen
meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5)
Umgang mit Besuch
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Familientrubel
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Für Einsteiger
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)

Pflege

Pflegeaufwand
minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
Fell im Haus
haart wenig (2 von 5)

Wenn es bei dir ansteht

Beschäftigung und Klettern
braucht regelmäßig Spiel und Kletterwege (3 von 5)
Lernfreude
lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)

Der Charakter: Japanese Bobtail im Porträt

Die Japanese Bobtail ist eine der ältesten bekannten Katzenrassen Japans und lebt dort schon seit Jahrhunderten als Naturform, lange bevor an gezielte Zucht zu denken war. Ihr kurzer, aufrecht getragener Schwanz mit dem charakteristischen Pomponeffekt taucht bereits in traditioneller japanischer Kunst auf, etwa in der Winkekatze Maneki-neko, die meist genau diese Rasse zeigt, und jedes Tier trägt dabei ein eigenes, unverwechselbares Schwanzmuster. In den 1960er Jahren brachten amerikanische Züchterinnen die ersten Tiere in die USA, seit 1976 erkennt die CFA die Rasse an, die FIFe folgte 1989 mit der Kurzhaarvariante. Die Langhaarvariante bleibt bei der FIFe bis heute ohne eigene Anerkennung. Im Wesen gilt die Japanese Bobtail als aktiv, klug und ausgesprochen gesprächig: Statt eines klassischen Miauens hört man oft weiche, singende Laute in wechselnden Tonlagen, mit denen sie regelrecht mit ihren Menschen kommuniziert. Sie sucht aktiv Nähe, ist neugierig gegenüber Besuch und lässt sich vergleichsweise leicht auf Tricks trainieren. Für lange Stunden allein ist sie eher nicht gemacht, ein zweites Tier oder viel menschliche Zuwendung tun ihr gut. Im Alltag freut sie sich über Klettermöglichkeiten und Beschäftigung, verlangt aber keine sportliche Dauerauslastung wie manch andere aktive Rasse. Bemerkenswert ist ihre Vorliebe fürs Wasser, viele Tiere planschen erstaunlich gern. Weil ihr der lange Schwanz als Ausdrucksmittel fehlt, tut sich mancher Artgenosse anfangs schwer, ihre Körpersprache zu lesen: Eine langsame, behutsame Vergesellschaftung mit anderen Katzen lohnt sich deshalb besonders. Die Fellpflege ist unkompliziert: Das kurze, seidige Fell ohne ausgeprägte Unterwolle haart wenig, wöchentliches Bürsten reicht in der Regel. Gesundheitlich gilt die Rasse insgesamt als robust und ohne bekannte typische Erbkrankheiten, der kurze Schwanz selbst steht aber wegen möglicher Einschränkungen bei Balance und Kommunikation in der Diskussion um Qualzucht. In Deutschland ist die Japanese Bobtail nach wie vor selten, Züchterinnen und Züchter sind hierzulande kaum zu finden. Wer eine gesprächige, verspielte und menschenbezogene Katze sucht, findet in ihr oft eine gute Begleiterin, sofern genug Zeit für Interaktion bleibt. Für sehr ruhebedürftige Halterinnen und Halter oder alle, die selten zu Hause sind, passt diese Rasse eher weniger gut.

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