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Lele

Havapoo

Verschmuster Wuschelkopf mit Familienherz

auch bekannt als Havapu, Havaneser x Zwergpudel, Havanesepoo, Poovaneser

klein (S)USAHybridrasse

Steckbrief

Größe
klein (S), 20 bis 38 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 4 bis 9 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5Keine organisierte Zucht, Angebot über private Vermehrung
Fell
Weich, gewellt bis gelockt, mehrmals wöchentlich bürsten, Schur alle 6 bis 8 Wochen
Herkunft
USA
Anerkennung
Hybridrasse, kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Haaren
haart kaum (1 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
gut geeignet für Anfänger (4 von 5)

Der Charakter: Havapoo im Porträt

Der Havapoo ist eine moderne Kreuzung aus Havaneser und Zwergpudel, in den USA entstanden mit dem Ziel, einen kleinen, anhänglichen Begleithund mit wenig Fellwechsel zu schaffen. Als Hybridhund gibt es für ihn keinen Zuchtstandard und kein kontrolliertes Zuchtbuch: Größe, Fellstruktur und Wesen können von Wurf zu Wurf spürbar streuen, je nachdem, welche Anteile der Elternrassen sich durchsetzen. Eine seriöse Zuchtstätte zeigt dir beide Elterntiere und deren Gesundheitsuntersuchungen, bevor du dich für einen Welpen entscheidest. Vom Havaneser bringt er Verspieltheit und eine ausgeprägte Menschenbezogenheit mit, vom Pudel eine wache Intelligenz und gute Lernbereitschaft. Havapoos gelten als aufgeschlossen, anhänglich und in der Regel unkompliziert im Umgang mit der Familie, tendenziell auch mit anderen Haustieren, wenn die Sozialisierung von klein auf stimmt. Fremden gegenüber zeigen sie sich meist freundlich statt misstrauisch, als Wachhund taugt er kaum, auch wenn manche Vertreter zu häufigem Bellen neigen. Im Alltag braucht er moderate, aber regelmäßige Bewegung: tägliche Spaziergänge, dazu geistige Beschäftigung durch Schnüffelspiele, kleine Tricks oder Intelligenzspielzeug, weil er sich sonst schnell langweilt. Das gewellte bis gelockte Fell haart kaum, dafür ist die Pflege aufwendig: mehrmals wöchentlich bürsten und alle sechs bis acht Wochen zum Trimmen, sonst verfilzt es schnell, besonders hinter den Ohren und in den Achseln. Der Havapoo eignet sich für Familien, Paare und Einzelpersonen mit Zeit für tägliche Nähe und regelmäßige Fellpflege, auch für Wohnungshaltung, sofern die Bewegung nicht zu kurz kommt. Für sehr lange Alleinzeiten ist er wegen seiner Anhänglichkeit weniger geeignet. Menschen, die einen wirklich pflegeleichten Hund ohne Bürstroutine suchen, sind bei anderen Rassen besser aufgehoben. Vor dem Kauf lohnt der Blick auf die Gesundheitschecks beider Elterntiere, insbesondere Augen und Knie, denn beide Ausgangsrassen bringen eigene Risiken mit.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Plane pro Woche mindestens zwei bis drei feste Termine zum Bürsten ein, sonst verfilzt das gewellte bis gelockte Fell schnell, besonders hinter den Ohren und in den Achseln.
  • Lass dir von der Zuchtstätte die Augenuntersuchung auf progressive Retinaatrophie und einen Patella-Check beider Elterntiere zeigen, bevor du einen Welpen mitnimmst.
  • Für einen klassischen Achtstundentag ohne Betreuung tagsüber ist der Havapoo wegen seiner engen Bindung an Menschen keine gute Wahl.
  • Rechne mit wiederkehrenden Kosten für die Schur alle sechs bis acht Wochen beim Hundefriseur, wenn du das Trimmen nicht selbst lernst.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Progressive Retinaatrophie (PRA), erblich bedingte Netzhauterkrankung, die zur Erblindung führen kann
  • Patellaluxation, bei kleinen Rassen verbreitetes Verrutschen der Kniescheibe
  • Neigung zu Zahnproblemen durch den kleinen Kiefer, regelmäßige Zahnkontrolle sinnvoll

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Havapoo hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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