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Lele

Goldendoodle

Anhänglicher Lockenkopf mit Bewegungsfreude

auch bekannt als Groodle, Golden Retriever x Pudel

groß (L)USAHybridrasse
Ein goldfarbener Goldendoodle-Welpe mit lockigem Fell und Schlappohren sitzt im Gras und blickt nach oben in die Kamera.
Goldendoodle im Porträt
Ein rotbraun-weißer Goldendoodle-Welpe mit lockigem Fell steht wachsam mit erhobener Rute auf einem Holzboden.
Goldendoodle unterwegs
Ein apricotfarbener Goldendoodle mit welligem Fell sitzt mit heraushängender Zunge auf einem Bett im Schlafzimmer.
Goldendoodle zu Hause

Steckbrief

Größe
groß (L), 33 bis 73 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 11 bis 41 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
gut verfügbarStufe 4 von 5Keine organisierte Zucht, aber einer der verbreitetsten Mischlinge im Stadtbild
Fell
Gewellt bis gelockt, je nach Anteil pudelartig, mehrmals wöchentlich bürsten, regelmäßige Schur
Herkunft
USA
Anerkennung
Hybridrasse, kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
sehr hoher Pflegeaufwand (5 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
sehr offen, begrüßt Fremde freudig (5 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5, Tendenzwert)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: Goldendoodle im Porträt

Der Goldendoodle ist eine Kreuzung aus Golden Retriever und Pudel, die seit Ende der 1990er Jahre in Nordamerika gezielt gezüchtet wird. Er ist keine Rasse im eigentlichen Sinn: Weder die FCI noch der VDH oder eine andere große kynologische Organisation erkennen ihn an, ein verbindlicher Standard existiert nicht. Je nachdem, ob Großpudel oder Zwergpudel eingekreuzt wurden und ob es sich um eine erste Generation oder eine Rückkreuzung handelt, fällt das Ergebnis sehr unterschiedlich aus. Die Spanne reicht vom kleinen Begleithund bis zum großen, kräftigen Hund von über siebzig Zentimetern. Damit ist der zentrale Punkt benannt: Die individuelle Streuung ist hoch. Fellstruktur, Größe, Energielevel und Nervenstärke lassen sich beim Welpen nicht sicher vorhersagen, weil sich die Anlagen beider Elternrassen bei jedem Wurf neu mischen. Viele Goldendoodles sind freundlich, verspielt und stark auf Menschen bezogen, doch das ist eine Tendenz und keine Garantie. Schau dir die Elterntiere an, ihr Verhalten sagt mehr als jede Beschreibung. Weil der Goldendoodle als Modehund gefragt ist, läuft die Zucht oft unreguliert. Es gibt engagierte Züchter, die Gesundheitsuntersuchungen und Gentests machen, und daneben reine Vermehrung ohne jede Kontrolle. Achte auf eine seriöse Herkunft, lass dir Befunde zu Hüfte, Ellenbogen, Augen und Herz zeigen, besuche den Wurf mehrfach und kaufe niemals spontan über eine Anzeige im Internet. Ein Blick in Tierheime und in die Vermittlung von Tierschutzvereinen lohnt sich ebenfalls. Zum Fell gehört Ehrlichkeit. Viele Goldendoodles verlieren wenig Haare, weil das gewellte bis gelockte Haar im Fell bleibt. Ein Versprechen für Menschen mit einer Hundeallergie lässt sich daraus nicht ableiten, denn Allergene finden sich auch in Speichel und Hautschuppen, und die Reaktionen fallen individuell sehr verschieden aus. Plane bei Empfindlichkeit mehrere ausgiebige Probetreffen mit erwachsenen Hunden ein. Im Alltag braucht ein Goldendoodle viel Bewegung, Kopfarbeit und Kontakt zu seinen Menschen. Dazu kommt eine aufwendige Fellpflege mit regelmäßiger Schur. Wer beides einplant, bekommt einen fröhlichen, lernwilligen Familienhund.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Die Größe ist die erste ehrliche Frage: Von der Miniaturvariante um 35 Zentimeter bis zum Standardtyp über 70 Zentimeter ist alles möglich. Wohnung, Auto und Budget sollten zur größeren Möglichkeit passen.
  • Fellpflege ist aufwendig und dauerhaft: mehrmals pro Woche bis auf die Haut durchbürsten, dazu Schur beim Hundefriseur mehrmals im Jahr. Ohne das verfilzt das Wollhaar schnell.
  • Bewegung und Kopfarbeit von ein bis zwei Stunden täglich sind realistisch. Apportieren, Suchspiele und Trainingseinheiten passen zu beiden Elternrassen.
  • Enge Bindung heißt auch: Alleinbleiben muss früh geübt werden, sonst wird jede längere Abwesenheit zum Problem.
  • Bei Allergien in der Familie zählt nur der praktische Test mit erwachsenen Hunden über mehrere Termine, nicht die Zusage eines Anbieters.
  • Vor dem Kauf Befunde der Elterntiere zu Hüfte, Ellenbogen, Augen und Herz verlangen und den Wurf mehrfach besuchen. Auch der Tierschutz vermittelt Hunde dieses Typs.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Progressive Retinaatrophie ist beim Goldendoodle beschrieben und wird autosomal rezessiv vererbt, ein Gentest ist verfügbar.
  • Nierendysplasie und idiopathischer Chylothorax sind für den Goldendoodle als genetische Veranlagung dokumentiert.
  • Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie kommen beim Golden Retriever häufig vor und werden von den Aufzuchtbedingungen im ersten Lebensjahr mitbeeinflusst.
  • Erbliche Herzfehler, vor allem die Subaortenstenose, sind beim Golden Retriever beschrieben.
  • Erhöhte Krebsanfälligkeit gilt beim Golden Retriever als rassetypisches Problem und kann sich auf Nachkommen auswirken.
  • Sebadenitis und Patellaluxation stammen aus dem Pudelanteil, letztere vor allem bei kleineren Größenschlägen.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Goldendoodle hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.600 und 3.000 Euro.

Der Goldendoodle ist keine anerkannte Rasse, es gibt keinen Zuchtverein mit verbindlichen Regeln. Die Quellen liegen deshalb weit auseinander, und ein Aufschlag für Farbe oder Teddy-Look ist keine Begründung.

Quellen: zooplus-Magazin (2025), Fressnapf-Magazin (2025), Mein Haustier (2026), welpen.de (2026), SanteVet-Rasseportrait (2026), HonestDog (2026). Von uns erhoben am 02.09.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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