German Rex
Seltene, verschmuste Rex-Katze mit ruhigem Gemüt
auch bekannt als Deutsch Rex


Zucht-Hinweis
Nach Einschätzung des Qualzucht-Evidenz-Netzwerks QUEN sind die Tasthaare der German Rex gekräuselt, verdreht, gebogen oder fehlen bei einem Teil der Tiere ganz. Vibrissen sind ein Sinnesorgan zur Orientierung und Kommunikation, ihre Funktionseinschränkung im Normalzustand der Rasse gilt als Körperschaden im Sinne von Paragraf 11b Tierschutzgesetz.
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M)
- Gewicht
- typisch 3 bis 5 kg
- Fell
- Kurzes Rexfell, samtig weich, wellig bis gelockt, ohne Leithaare, Die Locken sind erst mit rund zwei Jahren fertig ausgebildet. Die Tasthaare bleiben kürzer als üblich und sind leicht gebogen, das schränkt den Tastsinn ein.
- Herkunft
- Deutschland
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5, Tendenzwert)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5, Tendenzwert)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart kaum (1 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Der Charakter: German Rex im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Rechne mit langer Wartezeit: Züchter sind auch in Deutschland selten, ein Kitten zu finden dauert oft deutlich länger als bei bekannteren Rassen.
- Frag beim Züchter gezielt nach dem Verwandtschaftsgrad der Elterntiere und nach Gesundheitsuntersuchungen, die Ursprungspopulation der Rasse ist genetisch eng.
- Ein warmer Rückzugsort gehört zur Grundausstattung, das dünne Fell ohne dichtes Deckhaar schützt kaum vor Kälte.
- Für stundenlanges, regelmäßiges Alleinbleiben ist sie wenig geeignet, plane Gesellschaft durch Menschen oder eine zweite Katze ein.
- Die veränderten, oft gebogenen oder fehlenden Tasthaare sind ein dokumentierter Qualzuchtpunkt: Wer das nicht mittragen möchte, kann auch bei spezialisierten Rassekatzen-Auffangstationen nach abgegebenen Rex-Katzen fragen.
- Bürsten ist selten nötig, das Fell ist aber empfindlich für Bruch, grobes Zerren oder Kämmen gegen den Strich vermeiden.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Verringerte genetische Vielfalt aus der kleinen Gründerpopulation, mit erhöhtem Risiko für Erbkrankheiten in eng verwandten Linien
- Haare mit deutlich reduzierter Dicke im Vergleich zu normalem Katzenfell, dadurch bruchanfälliges Fell mit eingeschränkter Schutzfunktion
- Erhöhte Kälteempfindlichkeit durch das dünne, deckhaararme Fell
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
German Rex hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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