German Rex
auch bekannt als Deutsch Rex
DeutschlandKurzhaarKategorie IV


Steckbrief
- Gewicht
- typisch 3 bis 5 kg
- Fell
- Kurzhaar. Kurzes Rexfell, samtig weich, wellig bis gelockt, ohne LeithaareDie Locken sind erst mit rund zwei Jahren fertig ausgebildet. Die Tasthaare bleiben kürzer als üblich und sind leicht gebogen, das schränkt den Tastsinn ein.
- Herkunft
- Deutschland
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie IV (Siam und Orientalen). Kennung GRX.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- ausgeglichen, spielt gern in Runden (3 von 5, Tendenzwert)
- Nähe zum Menschen
- sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5)
- Gesprächigkeit
- leise, meldet sich selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Artgenossen
- gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5, Tendenzwert)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5, Tendenzwert)
- Für Einsteiger
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Fell im Haus
- haart kaum (1 von 5)
Der Charakter: German Rex im Porträt
Die German Rex gilt als die älteste bekannte Rex-Rasse überhaupt: Schon 1930/31 dokumentierte ein Foto einen blaugrau gelockten Kater namens Munk in Königsberg. Die moderne Zuchtlinie geht auf die Kätzin Lämmchen zurück, die 1951 nahe Berlin von der Wissenschaftlerin Rose Scheuer Karpin entdeckt wurde. Von deren Nachkommen aus verbreitete sich die Rasse über Ostdeutschland bis nach Frankreich und in die USA, blieb aber immer eine kleine Population. Seit 1982 führt die FIFe sie eigenständig.
Im Wesen wird die German Rex als freundlich, gesellig und verschmust beschrieben. Sie sucht die Nähe ihrer Menschen und lebt ungern über längere Zeit allein, insgesamt wirkt ihr Charakter unaufgeregter als bei manch anderer Rex-Rasse und ähnelt eher dem einer normalen Hauskatze mit viel Zuneigung im Gepäck.
Im Alltag genügt der German Rex eine Wohnung mit Klettermöglichkeiten und regelmäßigem, nicht zwingend exzessivem Spiel. Freigang ist wegen des dünnen Fells ohne dichtes Deckhaar riskant und sollte, wenn überhaupt, nur gesichert stattfinden. Eine zweite Katze oder viel menschliche Gesellschaft passt besser zu ihrem Bedürfnis nach Nähe als Einzelhaltung mit langen Alleinstunden.
Das weiche, wellig bis gelockte Fell braucht kaum Bürsten, ist aber dünner als normales Katzenfell und entsprechend bruchanfälliger, ein warmer Platz in der Wohnung bleibt wichtig. Gesundheitlich ist die Ausgangspopulation der Rasse klein und eng verwandt, was Zuchtverbände inzwischen bei der Verpaarung berücksichtigen, um die genetische Vielfalt zu erweitern und Erbkrankheiten vorzubeugen. Die veränderten, kürzeren und gebogenen Tasthaare der Rasse gelten zudem als belegter Qualzuchtpunkt.
Verfügbarkeit ist bei dieser Rasse das größte praktische Thema: Es gibt nur sehr wenige Züchter, auch außerhalb Deutschlands, lange Wartelisten sind eher die Regel als die Ausnahme. Die German Rex passt zu Menschen, die sich bewusst auf eine seltene Rasse einlassen, Geduld bei der Suche mitbringen und bereit sind, die Gesundheitsnachweise der eng verwandten Zuchtlinien genau zu prüfen. Wer schnell eine Katze möchte oder sich nicht mit der Zuchtlage auseinandersetzen will, ist bei häufigeren Rassen besser aufgehoben.
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