Gascon Saintongeois
Ruhiger Meutehund mit feiner Nase und viel Ausdauer
auch bekannt als Grand Gascon Saintongeois, Großer Gascon Saintongeois
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 61 bis 73 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 30 bis 36 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Kurzhaar, Das kurze, dichte Fell ist pflegeleicht und braucht nur gelegentliches Bürsten. Die langen Hängeohren solltest du regelmäßig auf Rötungen und Geruch kontrollieren, besonders nach der Arbeit im dichten Gelände.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 21
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- sehr verträglich, liebt Hundekontakt (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Gascon Saintongeois im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Für sehr aktive Halter gedacht, die täglich mehrere Stunden Bewegung und Nasenarbeit bieten können, reines Wohnungsleben mit kurzen Gassirunden wird der Rasse nicht gerecht.
- Der ausgeprägte Jagdtrieb auf Hochwild verlangt konsequentes Rückruftraining von klein auf, Freilauf in Wildgebieten ist ohne verlässlichen Rückruf oder Schleppleine riskant.
- In Deutschland gibt es kaum Zuchtstätten, wer sich für die Rasse interessiert, sollte sich auf lange Wartezeiten oder Kontakt zu französischen Zuchtvereinen und Import einstellen.
- Als klassischer Meutehund sucht er die Nähe von Artgenossen, dauerhafte Einzelhaltung ganz ohne Hundekontakt widerspricht seinem Naturell.
- Die Hängeohren brauchen regelmäßige Kontrolle, vor allem nach dem Einsatz im dichten Gelände oder nach dem Baden.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Die tiefe, lange Brust und die Größe der Rasse legen ein erhöhtes Risiko für Magendrehung nahe, wie bei vielen großen, tiefbrüstigen Hunden. Mehrere kleine Mahlzeiten statt einer großen und Ruhe nach dem Fressen gelten als sinnvolle Vorsicht.
- Die langen, gefalteten Hängeohren begünstigen tendenziell Ohrentzündungen, wenn sie nicht regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Gascon Saintongeois hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
Eine Rasse, mehrere Größen
Diese Hunde sind Größenvarietäten derselben Rasse (FCI-Standard Nr. 21). Gleicher Standard, eigener Alltag: Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe und damit in Platzbedarf, Kraft und Handling.
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