Exotisch Kurzhaar
auch bekannt als Exotic, Exotic Shorthair, Exotische Kurzhaarkatze
USAKurzhaarKategorie I
Steckbrief
- Gewicht
- typisch 4,5 bis 5,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 8 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Kurzhaar, dicht, plüschig und abstehendDas kurze Fell braucht nur wöchentliches Bürsten. Wie beim Perser gilt der kurzen Nase und den Tränenrinnen besondere Aufmerksamkeit.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie I (Perser und Exotic). Kennung EXO.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- sehr ruhig, schläft viel (1 von 5)
- Nähe zum Menschen
- eigenständig, sucht Nähe in Maßen (2 von 5)
- Gesprächigkeit
- fast lautlos (1 von 5)
- Artgenossen
- meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
- Umgang mit Besuch
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
- Familientrubel
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Für Einsteiger
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Fell im Haus
- haart mäßig (3 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Beschäftigung und Klettern
- kommt mit wenig Beschäftigung aus (1 von 5)
- Beute- und Spieltrieb
- kaum Beute- und Spieltrieb (1 von 5)
Der Charakter: Exotisch Kurzhaar im Porträt
Die Exotisch Kurzhaar entstand Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in den USA, als Züchter die Perserkatze mit der American Shorthair kreuzten, um deren pflegeleichteres Fell zu übernehmen. Herausgekommen ist eine Rasse mit dem Körperbau, dem runden Kopf und dem ruhigen Wesen des Persers, aber einem dichten, plüschigen Kurzhaarfell. Seit 1966 ist der eigene Zuchtstandard anerkannt, seither wird nahezu ausschließlich mit Perser-Linien weitergezüchtet.
Im Charakter ist die Exotisch Kurzhaar dem Perser sehr ähnlich: gelassen, anhänglich und wenig fordernd. Sie sucht die Nähe ihrer Menschen, bleibt dabei aber unaufdringlich und genießt lange Ruhephasen ebenso wie kurze Spieleinheiten. Fremden begegnet sie eher zurückhaltend, taut aber meist rasch auf.
Für den Alltag reicht ein ruhiges Zuhause mit erhöhten Liegeplätzen und einem Kratzbaum völlig aus, wilde Kletteraktionen gehören nicht zu ihren Vorlieben. Freigang eignet sich wegen der eingeschränkten Atmung und der geringen Fluchtdistanz eher nicht, ein gesicherter Balkon ist die bessere Wahl.
Beim Fell hat die Exotisch Kurzhaar gegenüber dem Perser einen klaren Vorteil: Wöchentliches Bürsten genügt meist, da das Fell kürzer und weniger verfilzungsanfällig ist. Trotzdem braucht das flache Gesicht dieselbe Aufmerksamkeit wie beim Perser: Die Tränenrinnen laufen häufig über und wollen regelmäßig gesäubert werden.
Gesundheitlich teilt die Rasse die Brachyzephalie-Problematik des Persers fast vollständig, denn beide folgen demselben Kopfstandard. Atemwege und Wärmeregulation sind eingeschränkt, dazu kommen erbliche Nieren- und Herzerkrankungen.
Wer die ruhige, kuschelbedürftige Art des Persers schätzt, aber mit weniger Fellpflege auskommen möchte, findet in der Exotisch Kurzhaar eine passende Rasse, sofern er die tierärztliche Vorsorge rund um die kurze Nase ernst nimmt. Für aktive Haushalte oder Menschen, die vor Tierarztkosten und regelmäßigen Kontrollen zurückschrecken, ist sie eher nicht die richtige Wahl.
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