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Lele

Elo

Ruhiger, wachsamer Familienhund mit dichtem Fell

auch bekannt als Klein-Elo, Groß-Elo, Eloschaboro

mittelgroß (M)DeutschlandHybridrasse
Zwei Elo Hunde mit unterschiedlicher Fellfarbe stehen aufmerksam nebeneinander auf einer Wiese.
Elo unterwegsFoto: Samweis7 · CC BY-SA 3.0
Elo mit gefleckter Fellzeichnung sitzt aufmerksam auf einem Teppich im Wohnzimmer.
Elo zu HauseFoto: Paulet · Gemeinfrei

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M), 35 bis 60 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 10 bis 35 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
seltenStufe 2 von 5Kein VDH-Zuchtbuch, Zucht über einen eigenen Rasseclub außerhalb des FCI
Fell
Glatthaar oder Rauhaar, dicht mit Unterwolle, Braucht regelmäßiges Bürsten, in den Fellwechselphasen im Frühjahr und Herbst fast täglich; eine Sommerschur ist nicht empfohlen.
Herkunft
Deutschland
Anerkennung
Hybridrasse, kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5)
Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Haaren
haart stark (4 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
Jagdtrieb
kaum Jagdtrieb (1 von 5)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Elo im Porträt

Der Elo ist eine noch junge deutsche Hunderasse, die 1987 von Heinz und Marita Szobries als gezieltes Zuchtprojekt gestartet wurde, ursprünglich unter dem Namen Eloschaboro. Ziel war ein ruhiger, unkomplizierter Familienhund, der die Vorzüge von Eurasier, Bobtail und Chow Chow verbindet, später kamen vereinzelt Samojede und Dalmatiner zur Verbreiterung der genetischen Basis dazu. Der Name Elo ist markenrechtlich geschützt, die Zucht liegt in der Hand der Elo Zucht und Forschungsgemeinschaft (EZFG), einem eigenen Verband außerhalb von VDH und FCI mit geschlossenem Zuchtbuch und Ankörungspflicht. Der Zuchtstandard beschreibt den Elo als ruhig, anspruchslos und mit hoher Reizschwelle: er neigt wenig zum Bellen, zeigt kaum Jagdverhalten und gilt als aufmerksamer, aber nicht nervöser Begleiter mit ausgeprägtem Sozialverhalten. Es gibt zwei Größenschläge, den Klein-Elo (etwa 35 bis 45 cm, 10 bis 15 kg) und den deutlich größeren Groß-Elo (46 bis 60 cm, 22 bis 35 kg), sowie zwei Fellvarianten: Glatthaar mit Eurasier-Optik und Rauhaar mit Stehohren im Bobtail-Typ. Im Alltag braucht der Elo ausgiebige Spaziergänge, ist aber kein Kandidat für Hochleistungssport, sein Bewegungsbedarf liegt im mittleren Bereich. Deutlich anspruchsvoller ist die Fellpflege: das dichte Fell mit Unterwolle will regelmäßig gebürstet werden, in den Fellwechselphasen im Frühjahr und Herbst fast täglich, eine Sommerschur wird nicht empfohlen. Gesundheitlich sind in der Rasse Distichiasis, also doppelte Wimpernreihen, sowie die entzündliche Talgdrüsenerkrankung Sebadenitis bekannt, dazu Hüftgelenkdysplasie und Patellaluxation, weshalb seriöse Züchter konsequent auf HD, Ellbogen, Patella und Augen untersuchen lassen. Für Familien mit Kindern gilt der Elo dank seines gelassenen Wesens als grundsätzlich gut geeignet, tendenziell aber nicht als reiner Anfängerhund: die Erziehung sollte früh, konsequent und ohne Härte erfolgen. Wer sich für einen Elo interessiert, sollte bedenken, dass die Population klein und die Zuchtbasis eng ist, ein Blick auf Gesundheitsnachweise und Zuchtstätte lohnt sich besonders.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Wer wenig Zeit fürs Bürsten hat, sollte den Elo meiden: das dichte Doppelfell mit Unterwolle braucht mehrmals wöchentlich Pflege, in den Fellwechselphasen im Frühjahr und Herbst fast täglich.
  • Für Ersthundehalter ohne Hundeerfahrung ist der Elo nur bedingt geeignet: die Rasse braucht eine frühe, konsequente und gewaltfreie Erziehung, sonst kann sich Eigensinn verfestigen.
  • Vor dem Kauf lohnt der Blick auf die Zuchtstätte: seriöse EZFG-Züchter lassen HD-Grad, Ellbogen, Patella und Augen auf Distichiasis untersuchen, das Zuchtbuch ist geschlossen und die Population klein, Inzuchtrisiken gehören auf die Checkliste.
  • Klein-Elo und Groß-Elo unterscheiden sich deutlich in Größe und Gewicht: vor der Anschaffung klären, welcher Schlag zur Wohnsituation und zum gewünschten Aktivitätslevel passt.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Distichiasis (doppelte Wimpernreihen)
  • Sebadenitis
  • Hüftgelenkdysplasie
  • Patellaluxation

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Elo hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

Eine Rasse, mehrere Größen

Diese Hunde sind Größenvarietäten derselben Rasse. Gleicher Standard, eigener Alltag: Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe und damit in Platzbedarf, Kraft und Handling.

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