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Lele

Devon Rex

Anhänglicher Kobold mit Kuschelbedarf

klein (S)Großbritannien
Devon Rex mit großen, tief angesetzten Ohren und kurzem gelocktem Fell schaut um eine Tür
Devon Rex im Porträt

Steckbrief

Größe
klein (S)
Gewicht
typisch 2,5 bis 4,5 kg
Lebenserwartung
typisch 9 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Kurzes, dünnes Rexfell, weich und gelockt, stellenweise sehr spärlich, Das dünne Fell braucht kaum Bürste, an kahlen Stellen dafür Schutz vor Sonne und Kälte. Die Ohren fetten schnell und sollten kontrolliert werden.
Herkunft
Großbritannien
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt sehr ungern allein (1 von 5)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart kaum (1 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5, Tendenzwert)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)

Der Charakter: Devon Rex im Porträt

Die Devon Rex geht auf einen Fund von 1960 im südenglischen Devon zurück: Beryl Cox entdeckte dort einen Kater namens Kirlee mit ungewöhnlich lockigem Fell. Erste Verpaarungen mit der schon bekannten Cornish Rex zeigten glatthaarige Nachkommen, ein Beweis dafür, dass hinter Kirlees Locken eine eigene Genmutation steckt. Aus diesem Fund entwickelte sich ab den 1960er Jahren eine eigenständige Rasse, seit 1968 von der FIFe anerkannt. Im Wesen wird die Devon Rex oft als der Pudel unter den Katzen beschrieben: lebhaft, verspielt und außergewöhnlich auf ihre Menschen bezogen. Sie folgt gern von Zimmer zu Zimmer, mischt sich in jede Aktivität ein und sucht aktiv die Nähe, statt beobachtend Abstand zu halten. Stundenlanges Alleinsein passt eher schlecht zu diesem geselligen Wesen. Im Alltag verlangt sie viel Kopf und Körperarbeit: Sie apportiert, lernt Kommandos, klettert und probiert Rätselfütterungen mit sichtbarer Begeisterung aus. Eine reine Wohnungshaltung mit Klettergerüst, Aussichtsplätzen und festen Spielzeiten wird ihrem Bewegungsdrang eher gerecht als seltener, unstrukturierter Auslauf, zumal Freigang wegen des dünnen Fells riskant ist. Ein verspielter Mitbewohner, ob Katze oder Mensch mit viel Zeit, tut ihr gut. Das kurze, weiche Lockenfell ist an manchen Stellen sehr spärlich, wodurch die Haut direkt der Witterung ausgesetzt ist. Wärme ist deshalb Pflicht, nicht Kür: ein sonniger Platz oder eine Heizung in Reichweite gehört zur Grundausstattung. Die Haut neigt zudem zu vermehrter Talgproduktion, weshalb gelegentliches Baden und regelmäßige Ohrenkontrolle nötig werden, obwohl das Fell selbst kaum haart. Gesundheitlich sind bei der Rasse Herzmuskelerkrankungen, eine erbliche Muskelschwäche und Kniescheibenprobleme bekannt, weshalb Gentests und Gelenkchecks beim Züchter wichtig sind. Zusätzlich gelten die veränderten Tasthaare der Rasse als belegter Qualzuchtpunkt. Die Devon Rex passt zu Menschen, die viel Zeit, Wärme und Beschäftigung bieten und eine anhängliche, fast hündisch anmutende Katze schätzen. Für alle, die selten zu Hause sind oder eine zurückhaltende, unabhängige Katze bevorzugen, ist sie eher nicht die richtige Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Plane feste, mehrfache Spiel und Beschäftigungszeiten pro Tag ein, etwa mit Angelspielzeug, Klettergerüst oder Futterrätseln.
  • Ein warmer Rückzugsort ist Pflicht, nicht nur Komfort: Das dünne Fell schützt kaum vor Kälte.
  • Haut und Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf sanft baden, sie neigen zu vermehrtem Talg.
  • Vor dem Kauf beim Züchter nach Herzultraschall und Gentest auf die erbliche Muskelschwäche (Myopathie) der Elterntiere fragen.
  • Die veränderten, oft brüchigen oder fehlenden Tasthaare sind ein dokumentierter Qualzuchtpunkt: Wer das nicht mittragen will, findet über Rassekatzen-Auffangstationen oder den Tierschutz häufiger abgegebene Rex-Katzen als bei anderen Rassen.
  • Für stundenlanges Alleinbleiben ist sie wenig geeignet, plane eine zweite Katze oder verlässliche Gesellschaft tagsüber ein.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine erbliche Herzmuskelerkrankung mit verdickten Herzwänden
  • Patellaluxation, bei dieser Rasse häufiger beschrieben als bei vielen anderen Katzenrassen
  • Erbliche Myopathie (COLQ-Genvariante) mit Muskelschwäche, die meist zwischen der dritten und 23. Lebenswoche beginnt und bis zu Kehlkopfkrämpfen fortschreiten kann, für die Variante gibt es einen Gentest
  • Polyzystische Nierenerkrankung (PKD), zystische Veränderungen der Nieren mit möglichem Funktionsverlust
  • Erhöhte Neigung zu Malassezien-Dermatitis, einer Hefepilzinfektion der Haut

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Devon Rex hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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