Devon Rex
GroßbritannienKurzhaarKategorie IV
Steckbrief
- Gewicht
- typisch 2,5 bis 4,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 9 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Kurzes, dünnes Rexfell, weich und gelockt, stellenweise sehr spärlichDas dünne Fell braucht kaum Bürste, an kahlen Stellen dafür Schutz vor Sonne und Kälte. Die Ohren fetten schnell und sollten kontrolliert werden.
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie IV (Siam und Orientalen). Kennung DRX.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- sehr lebhaft, fast immer in Bewegung (5 von 5)
- Nähe zum Menschen
- braucht viel Nähe, bleibt ungern allein (5 von 5)
- Gesprächigkeit
- meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5, Tendenzwert)
- Artgenossen
- gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5, Tendenzwert)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5, Tendenzwert)
- Für Einsteiger
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)
Pflege
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Fell im Haus
- haart kaum (1 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Beschäftigung und Klettern
- braucht sehr viel Beschäftigung und Jagdersatz (5 von 5)
- Lernfreude
- lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)
Der Charakter: Devon Rex im Porträt
Die Devon Rex geht auf einen Fund von 1960 im südenglischen Devon zurück: Beryl Cox entdeckte dort einen Kater namens Kirlee mit ungewöhnlich lockigem Fell. Erste Verpaarungen mit der schon bekannten Cornish Rex zeigten glatthaarige Nachkommen, ein Beweis dafür, dass hinter Kirlees Locken eine eigene Genmutation steckt. Aus diesem Fund entwickelte sich ab den 1960er Jahren eine eigenständige Rasse, seit 1968 von der FIFe anerkannt.
Im Wesen wird die Devon Rex oft als der Pudel unter den Katzen beschrieben: lebhaft, verspielt und außergewöhnlich auf ihre Menschen bezogen. Sie folgt gern von Zimmer zu Zimmer, mischt sich in jede Aktivität ein und sucht aktiv die Nähe, statt beobachtend Abstand zu halten. Stundenlanges Alleinsein passt eher schlecht zu diesem geselligen Wesen.
Im Alltag verlangt sie viel Kopf und Körperarbeit: Sie apportiert, lernt Kommandos, klettert und probiert Rätselfütterungen mit sichtbarer Begeisterung aus. Eine reine Wohnungshaltung mit Klettergerüst, Aussichtsplätzen und festen Spielzeiten wird ihrem Bewegungsdrang eher gerecht als seltener, unstrukturierter Auslauf, zumal Freigang wegen des dünnen Fells riskant ist. Ein verspielter Mitbewohner, ob Katze oder Mensch mit viel Zeit, tut ihr gut.
Das kurze, weiche Lockenfell ist an manchen Stellen sehr spärlich, wodurch die Haut direkt der Witterung ausgesetzt ist. Wärme ist deshalb Pflicht, nicht Kür: ein sonniger Platz oder eine Heizung in Reichweite gehört zur Grundausstattung. Die Haut neigt zudem zu vermehrter Talgproduktion, weshalb gelegentliches Baden und regelmäßige Ohrenkontrolle nötig werden, obwohl das Fell selbst kaum haart. Gesundheitlich sind bei der Rasse Herzmuskelerkrankungen, eine erbliche Muskelschwäche und Kniescheibenprobleme bekannt, weshalb Gentests und Gelenkchecks beim Züchter wichtig sind. Zusätzlich gelten die veränderten Tasthaare der Rasse als belegter Qualzuchtpunkt.
Die Devon Rex passt zu Menschen, die viel Zeit, Wärme und Beschäftigung bieten und eine anhängliche, fast hündisch anmutende Katze schätzen. Für alle, die selten zu Hause sind oder eine zurückhaltende, unabhängige Katze bevorzugen, ist sie eher nicht die richtige Wahl.
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