Devon Rex
Anhänglicher Kobold mit Kuschelbedarf
Zucht-Hinweis
Nach Einschätzung des Qualzucht-Evidenz-Netzwerks QUEN sind die Tasthaare der Devon Rex gewellt, abgebrochen oder fehlen bei einem Teil der Tiere ganz. Vibrissen sind ein Sinnesorgan zur Orientierung und Kommunikation, ihre Funktionseinschränkung im Normalzustand der Rasse gilt als Körperschaden im Sinne von Paragraf 11b Tierschutzgesetz.
Steckbrief
- Größe
- klein (S)
- Gewicht
- typisch 2,5 bis 4,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 9 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzes, dünnes Rexfell, weich und gelockt, stellenweise sehr spärlich, Das dünne Fell braucht kaum Bürste, an kahlen Stellen dafür Schutz vor Sonne und Kälte. Die Ohren fetten schnell und sollten kontrolliert werden.
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt sehr ungern allein (1 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart kaum (1 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)
Der Charakter: Devon Rex im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane feste, mehrfache Spiel und Beschäftigungszeiten pro Tag ein, etwa mit Angelspielzeug, Klettergerüst oder Futterrätseln.
- Ein warmer Rückzugsort ist Pflicht, nicht nur Komfort: Das dünne Fell schützt kaum vor Kälte.
- Haut und Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf sanft baden, sie neigen zu vermehrtem Talg.
- Vor dem Kauf beim Züchter nach Herzultraschall und Gentest auf die erbliche Muskelschwäche (Myopathie) der Elterntiere fragen.
- Die veränderten, oft brüchigen oder fehlenden Tasthaare sind ein dokumentierter Qualzuchtpunkt: Wer das nicht mittragen will, findet über Rassekatzen-Auffangstationen oder den Tierschutz häufiger abgegebene Rex-Katzen als bei anderen Rassen.
- Für stundenlanges Alleinbleiben ist sie wenig geeignet, plane eine zweite Katze oder verlässliche Gesellschaft tagsüber ein.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine erbliche Herzmuskelerkrankung mit verdickten Herzwänden
- Patellaluxation, bei dieser Rasse häufiger beschrieben als bei vielen anderen Katzenrassen
- Erbliche Myopathie (COLQ-Genvariante) mit Muskelschwäche, die meist zwischen der dritten und 23. Lebenswoche beginnt und bis zu Kehlkopfkrämpfen fortschreiten kann, für die Variante gibt es einen Gentest
- Polyzystische Nierenerkrankung (PKD), zystische Veränderungen der Nieren mit möglichem Funktionsverlust
- Erhöhte Neigung zu Malassezien-Dermatitis, einer Hefepilzinfektion der Haut
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Devon Rex hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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