Chausie
USAKurzhaar



Steckbrief
- Gewicht
- typisch 3,5 bis 7,5 kg
- Fell
- Kurzhaar. Kurz bis mittellang mit dichtem, weichem Unterfell und robusterem Deckhaar, getickte oder grizzled Tabby-Zeichnung in Schwarz-Braun-TönenDie Fellpflege ist unkompliziert, wöchentliches Kämmen reicht meist aus. Die Chausie geht auf die Kreuzung von Hauskatze und Rohrkatze (Felis chaus) zurück. In Deutschland fallen die Generationen F1 bis F4 unter das Artenschutzrecht und benötigen eine behördliche Genehmigung, als gewöhnliche Hauskatze gilt erst die fünfte Generation.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- Von der FIFe nicht anerkannt.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- sehr lebhaft, fast immer in Bewegung (5 von 5)
- Nähe zum Menschen
- sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5)
- Gesprächigkeit
- meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5, Tendenzwert)
- Artgenossen
- meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
- Umgang mit Besuch
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
- Familientrubel
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5, Tendenzwert)
- Für Einsteiger
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Fell im Haus
- haart wenig (2 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Hunde im Haus
- gut verträglich mit Hunden (4 von 5)
- Beschäftigung und Klettern
- braucht sehr viel Beschäftigung und Jagdersatz (5 von 5)
- Beute- und Spieltrieb
- sehr ausgeprägter Beute- und Spieltrieb (5 von 5)
Der Charakter: Chausie im Porträt
Die Chausie entstand in den USA aus der Kreuzung von Hauskatzen mit der Rohrkatze (Felis chaus), einer in weiten Teilen Asiens und Nordafrikas verbreiteten Wildkatzenart. Erste Versuche reichen in die 1960er Jahre zurück, zu einer eigenständigen Zuchtrichtung wurde daraus aber erst in den 1990er Jahren. Seit 1995 führt die TICA die Rasse, seit 2013 mit vollem Championatsstatus. Auch die WCF erkennt die Chausie unter dem Kürzel CHS an, in ihrem Standard sind Hauskatze und Abessinier als erlaubte Einkreuzungen genannt. Die FIFe hat die Rasse bislang nicht in ihre Rasselisten aufgenommen.
Im Wesen gilt die Chausie als wach, klug und außergewöhnlich verspielt, mit einem ausgeprägten Jagdtrieb und viel Neugier auf ihre Umgebung. Sie bindet sich eng an ihre Menschen und möchte ungern allein bleiben, mit Hunden kommt sie in der Regel gut zurecht. Der athletische, langbeinige Körperbau und die kraftvolle Muskulatur verraten die Herkunft aus der Wildkatze auch optisch, ebenso die hohen, oft mit Haarpuscheln versehenen Ohren.
Im Alltag braucht sie viel Bewegung und Beschäftigung: Kletterwege, aktives Spiel und am besten Gesellschaft, sei es durch einen zweiten Vierbeiner oder viel Zeit ihrer Menschen. Freigang ist bei den frühen Hybridgenerationen rechtlich kaum möglich, ein gesichertes Gehege bleibt hier oft die einzige Option. Das kurze bis mittellange Fell mit dichtem Unterfell ist pflegeleicht, wöchentliches Kämmen reicht meist aus.
Gesundheitlich ist über rassetypische Erbkrankheiten wenig bekannt, dafür bringt die Kreuzung zwischen Haus und Wildkatze eigene Risiken mit sich: Unterschiedliche Tragzeiten führen besonders in der ersten Generation häufiger zu Früh, Fehl und Totgeburten, und Kater der frühen Generationen sind meist unfruchtbar, erst ab der vierten bis fünften Generation gilt die Fruchtbarkeit als gesichert.
Wichtig für die Anschaffung: In Deutschland fallen die Generationen F1 bis F4 unter das Artenschutzrecht und benötigen eine behördliche Genehmigung, als gewöhnliche Hauskatze gilt erst die fünfte Generation. Für erfahrene Halter mit viel Platz, Zeit und Interesse an einer ungewöhnlichen Mitbewohnerin kann die Chausie die richtige Wahl sein, für Anfänger, kleine Wohnungen oder alle, die eine unkomplizierte Familienkatze suchen, ist sie eher nicht die richtige Wahl.
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