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Lele

Cavapoo

Anhänglicher Teddy mit fröhlichem Wesen

auch bekannt als Cavalier King Charles Spaniel x Pudel, Cavoodle

klein (S)AustralienHybridrasse
Cavapoo-Welpe mit apricotfarbenem Wellfell sitzt aufmerksam im Gras
Cavapoo im Porträt
Junger Cavapoo rennt fröhlich mit offener Schnauze über eine Terrasse
Cavapoo unterwegs
Cavapoo in Weiß und Apricot liegt entspannt auf dem Teppich im Wohnzimmer
Cavapoo zu Hause

Steckbrief

Größe
klein (S), 25 bis 45 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 5 bis 12 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5Keine organisierte Zucht, Angebot über private Vermehrung
Fell
Weich, gewellt bis gelockt, mehrmals wöchentlich bürsten, Schur alle 6 bis 10 Wochen
Herkunft
Australien
Anerkennung
Hybridrasse, kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
gut geeignet für Anfänger (4 von 5)

Der Charakter: Cavapoo im Porträt

Der Cavapoo ist keine anerkannte Rasse, sondern eine gezielte Kreuzung aus Cavalier King Charles Spaniel und Pudel, meist in Toy- oder Zwerggröße. Erste geplante Verpaarungen gab es in den 1990er-Jahren in Australien, wo der Mix bis heute Cavoodle heißt. Die Idee dahinter: das sanfte, menschenbezogene Wesen des Cavaliers mit der Klugheit und dem wenig haarenden Lockenfell des Pudels zu verbinden. Weil weder FCI noch VDH den Cavapoo führen, gibt es keinen Standard und keine Zuchtbuch-Kontrolle. Größe, Fellstruktur und Charakter streuen deshalb von Wurf zu Wurf, teils sogar innerhalb eines Wurfs. Im Wesen zeigt sich der Cavapoo tendenziell fröhlich, verspielt und stark auf seine Menschen bezogen. Er will überall dabei sein, kuschelt gern und begegnet Fremden wie Artgenossen meist offen. Genau diese Anhänglichkeit hat eine Kehrseite: Viele Cavapoos bleiben ungern allein und brauchen ein behutsam aufgebautes Training fürs Alleinbleiben. Dank Pudel-Erbe lernt er schnell und arbeitet gern mit, was die Erziehung angenehm macht. Positive Verstärkung reicht in der Regel völlig aus, Härte wäre bei diesem sensiblen Hund fehl am Platz. Im Alltag braucht der kleine Mix mehr, als sein Teddy-Look vermuten lässt: täglich etwa ein bis anderthalb Stunden Bewegung plus Kopfarbeit wie Suchspiele, Tricks oder kleine Apportieraufgaben. Das weiche, gewellte bis gelockte Fell haart wenig, verfilzt aber leicht. Mehrmals pro Woche bürsten und eine regelmäßige Schur gehören fest zum Programm, ebenso die Kontrolle der bedeckten Hängeohren. Der Cavapoo passt zu Menschen und Familien, die viel Zeit zu Hause verbringen, Freude an gemeinsamer Beschäftigung haben und die Fellpflege nicht scheuen. Er passt ausdrücklich nicht zu einem Alltag mit langer Vollzeit-Abwesenheit und nicht zu Spontankäufen: Da die Zucht unreguliert ist, sind viele Vermehrer ohne jede Gesundheitsvorsorge am Markt. Frage deshalb konsequent nach Untersuchungen der Elterntiere, vor allem nach Herz- und MRT-Befunden des Cavalier-Elternteils sowie Augen- und Patella-Checks beim Pudel. Und ein wenig haarendes Fell ist keine Garantie für Beschwerdefreiheit bei Allergien: Vor dem Einzug hilft nur ein ehrliches Probetreffen. Die Mitralklappenerkrankung aus der Cavalier-Linie ist dabei kein Randthema: Sie kann bereits in mittlerem Alter zu Herzversagen führen und zählt zu den häufigsten Todesursachen betroffener Hunde.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Plane täglich rund 1 bis 1,5 Stunden Bewegung plus Kopfarbeit wie Suchspiele oder Tricktraining ein. Der Pudel-Anteil will geistig gefordert werden, sonst sucht er sich selbst Beschäftigung.
  • Das Fell haart wenig, verfilzt aber schnell: mehrmals pro Woche gründlich bürsten und alle 6 bis 10 Wochen Schur oder Hundefriseur. Diese laufenden Pflegekosten gehören fest ins Budget.
  • Frage beim Anbieter gezielt nach Untersuchungen der Elterntiere: Herzultraschall und idealerweise MRT-Screening beim Cavalier-Elternteil, Augenuntersuchung mit PRA-Gentest und Patella-Check beim Pudel-Elternteil. Ohne solche Nachweise lieber Abstand nehmen.
  • Übe das Alleinbleiben vom Welpenalter an in kleinen Schritten. Cavapoos sind stark auf ihre Menschen bezogen und neigen zu Trennungsstress, mehr als 3 bis 4 Stunden allein sind für viele zu viel.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Mitralklappenerkrankung (Herz, aus der Cavalier-Linie, oft schon ab mittlerem Alter)
  • Chiari-ähnliche Malformation und Syringomyelie (aus der Cavalier-Linie)
  • Progressive Retinaatrophie (PRA, aus der Pudel-Linie)
  • Patellaluxation

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Cavapoo hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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