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Lele

Burma

Gesprächige Schattenkatze ohne Sinn für Einsamkeit

auch bekannt als Burmese, Burma-Katze

mittelgroß (M)Myanmar, USA und Großbritannien
Burma-Katze in Lilac blickt mit gelbgrünen Augen aus nächster Nähe in die Kamera
Burma im PorträtFoto: Mikael Moiner · CC BY 2.0
Sable-braune Burma-Katze döst zusammengerollt auf einer sonnigen Holzterrasse
Burma zu HauseFoto: Tuxlie · CC BY-SA 3.0
Blaue Burma-Katze schläft zusammengerollt auf einem dunklen Kissen zuhause
Burma zu HauseFoto: ollie harridge · CC BY 2.0

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M)
Gewicht
typisch 4 bis 6 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 17 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Kurzhaar, sehr fein, eng anliegend und seidig glänzend, Kaum Pflegeaufwand, gelegentliches Überstreichen mit der Hand genügt. Das dünne Fell schützt wenig vor Kälte.
Herkunft
Myanmar, USA und Großbritannien
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt sehr ungern allein (1 von 5)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
sehr verträglich mit Katzen (5 von 5)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
gut geeignet für Anfänger (4 von 5, Tendenzwert)

Der Charakter: Burma im Porträt

Die Burma stammt ursprünglich aus dem heutigen Myanmar. Die Stammmutter der modernen Rasse, eine braune Katze namens Wong Mau, kam 1930 in die USA und wurde dort mit Siamkatzen verpaart. Aus diesem amerikanischen Zweig entwickelte sich mit der Zeit ein rundköpfiger, kompakter Typ, während in Großbritannien parallel eine schlankere, elegantere Linie entstand. Die FIFe erkennt unter dem Code BUR ausschließlich diesen europäischen Typ an und lässt keine Kreuzung mit der amerikanischen Linie zu, deren Zuchtziel eines sehr runden Kopfes mit einer erblichen Schädelfehlbildung in Verbindung gebracht wird. Im Wesen ist die Burma vor allem eine Menschenkatze: anhänglich, gesprächig und sozial, mit einer kindlichen Verspieltheit, die oft bis ins hohe Alter erhalten bleibt. Sie folgt ihren Menschen von Raum zu Raum, redet gern mit sanfter Stimme mit und lässt sich häufig sogar Apportieren beibringen. Fremden gegenüber zeigt sie sich meist offen und kontaktfreudig. Für den Alltag bedeutet das: viel gemeinsame Zeit statt langer Einsamkeit. Allein bleibt eine Burma nur ungern über Stunden, wer lange arbeitet, sollte über eine zweite, gut sozialisierte Katze nachdenken, mit der sich die Rasse in aller Regel gut versteht. Klettermöglichkeiten und interaktives Spielzeug halten sie geistig ausgelastet, echten Freigang braucht sie wegen ihrer engen Bindung an die Wohnung und ihre Menschen eher nicht. Das feine, eng anliegende Fell ist denkbar pflegeleicht, gelegentliches Überstreichen mit der Hand genügt, weil das dünne Fell kaum vor Kälte schützt, mag die Burma warme Plätze. Gesundheitlich ist bei der Zucht auf einen Gentest für GM2-Gangliosidose zu achten, dazu neigt die Rasse zu Hypokaliämie mit Muskelschwäche und zeigt statistisch häufiger Diabetes als der Durchschnitt. Für Menschen, die eine gesprächige, körperlich nahe Katze suchen und Zeit für echte Gesellschaft mitbringen, ist die Burma oft ein sehr enger Gefährte. Wer eine unabhängige, zurückhaltende Katze für eine leere Wohnung tagsüber sucht, sollte sich eher woanders umsehen.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Bindet sich eng an ihre Menschen und verträgt stundenlanges Alleinsein schlecht, für Berufstätige mit langen Tagen eignet sich oft eine zweite Katze besser als eine Einzelhaltung.
  • Braucht echte Gesellschaft und Gesprächsbereitschaft: Wer wenig Zeit für Interaktion hat, wird der Rasse kaum gerecht.
  • Beim Züchter auf einen Gentest für GM2-Gangliosidose bei den Zuchttieren achten, die FIFe schreibt ihn für Zuchttiere vor.
  • Dünnes Fell schützt kaum vor Kälte, ein warmer Rückzugsort in der Wohnung gehört dazu.
  • Verträgt sich in der Regel gut mit anderen Katzen, eine behutsame Eingewöhnung bleibt trotzdem sinnvoll.
  • Neigt zu Übergewicht bei freiem Futterzugang, Portionen eher abmessen als dauerhaft anbieten.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • GM2-Gangliosidose: erbliche, tödlich verlaufende Nervenerkrankung, für die europäische Burma gibt es einen Gentest, den die FIFe für Zuchttiere vorschreibt
  • Hypokaliämie (episodische Muskelschwäche durch Kaliummangel), ebenfalls gentestbar
  • Erhöhte statistische Veranlagung zu Diabetes mellitus im Vergleich zum Durchschnitt aller Katzen
  • Feline Orofacial Pain Syndrome (FOPS), eine erbliche Schmerzstörung im Maul- und Gesichtsbereich, in britischen Linien vergleichsweise häufig beschrieben

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Burma hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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