Burma
Gesprächige Schattenkatze ohne Sinn für Einsamkeit
auch bekannt als Burmese, Burma-Katze



Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M)
- Gewicht
- typisch 4 bis 6 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 17 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar, sehr fein, eng anliegend und seidig glänzend, Kaum Pflegeaufwand, gelegentliches Überstreichen mit der Hand genügt. Das dünne Fell schützt wenig vor Kälte.
- Herkunft
- Myanmar, USA und Großbritannien
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt sehr ungern allein (1 von 5)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- sehr verträglich mit Katzen (5 von 5)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5, Tendenzwert)
Der Charakter: Burma im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bindet sich eng an ihre Menschen und verträgt stundenlanges Alleinsein schlecht, für Berufstätige mit langen Tagen eignet sich oft eine zweite Katze besser als eine Einzelhaltung.
- Braucht echte Gesellschaft und Gesprächsbereitschaft: Wer wenig Zeit für Interaktion hat, wird der Rasse kaum gerecht.
- Beim Züchter auf einen Gentest für GM2-Gangliosidose bei den Zuchttieren achten, die FIFe schreibt ihn für Zuchttiere vor.
- Dünnes Fell schützt kaum vor Kälte, ein warmer Rückzugsort in der Wohnung gehört dazu.
- Verträgt sich in der Regel gut mit anderen Katzen, eine behutsame Eingewöhnung bleibt trotzdem sinnvoll.
- Neigt zu Übergewicht bei freiem Futterzugang, Portionen eher abmessen als dauerhaft anbieten.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- GM2-Gangliosidose: erbliche, tödlich verlaufende Nervenerkrankung, für die europäische Burma gibt es einen Gentest, den die FIFe für Zuchttiere vorschreibt
- Hypokaliämie (episodische Muskelschwäche durch Kaliummangel), ebenfalls gentestbar
- Erhöhte statistische Veranlagung zu Diabetes mellitus im Vergleich zum Durchschnitt aller Katzen
- Feline Orofacial Pain Syndrome (FOPS), eine erbliche Schmerzstörung im Maul- und Gesichtsbereich, in britischen Linien vergleichsweise häufig beschrieben
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Burma hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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