Britisch Langhaar
auch bekannt als BLH, British Longhair, Highlander, Britisch Langhaarkatze
GroßbritannienHalblanghaarKategorie III


Steckbrief
- Gewicht
- typisch 4 bis 8 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 18 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanghaar. Halblanghaar, doppelt, mitteldicht, mit abstehendem Unterfell und guter Halskrause, feste TexturSie wird nach demselben Standard wie die Britisch Kurzhaar gezüchtet, nur mit langem Fell. Zweimal Bürsten pro Woche hält die Unterwolle in Schach.
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung BLH.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- eher ruhig (2 von 5)
- Nähe zum Menschen
- eigenständig, sucht Nähe in Maßen (2 von 5, Tendenzwert)
- Gesprächigkeit
- leise, meldet sich selten (2 von 5)
- Artgenossen
- meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
- Umgang mit Besuch
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Für Einsteiger
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Fell im Haus
- haart stark (4 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Beschäftigung und Klettern
- braucht mäßig Beschäftigung (2 von 5)
Der Charakter: Britisch Langhaar im Porträt
Die Britisch Langhaar ist genetisch dieselbe Rasse wie die Britisch Kurzhaar, nur mit einem zusätzlichen, rezessiv vererbten Langhaar-Gen. Es geht auf die Einkreuzung von Perserkatzen zurück, mit der Züchter nach den Weltkriegen den geschrumpften britischen Bestand auffrischten. Lange wurden langhaarige Wurfgeschwister aussortiert, erst ab den 1960er Jahren in den USA und später auch in Europa als eigene Rasse anerkannt und gezielt weitergezüchtet. Der in Deutschland gebräuchliche Zweitname Highlander meint diese Rasse, nicht die gleichnamige amerikanische Hybridrasse mit den gerollten Ohren.
Im Wesen unterscheidet sich die Britisch Langhaar kaum von ihrer kurzhaarigen Verwandten: ruhig, ausgeglichen und anhänglich, dabei nicht aufdringlich. Sie sucht die Nähe ihrer Menschen, kommt aber auch ein paar Stunden allein zurecht, mit einem zweiten Tier zur Gesellschaft wirkt sie häufig ausgeglichener.
Für den Alltag reichen Kratzbaum und ein paar erhöhte Liegeplätze, ausgedehntes Spiel schätzt sie trotz ihrer Gelassenheit durchaus. Als Wohnungskatze ist sie gut geeignet, gesicherter Freigang ist ebenso möglich.
Beim Fell macht sich der Unterschied zur Kurzhaar-Variante bemerkbar: Das halblange, doppelte Fell mit dichter Unterwolle braucht zweimal wöchentliches Bürsten, sonst bilden sich schnell Knoten, besonders in den Achseln und hinter den Ohren.
Gesundheitlich teilt die Rasse die Dispositionen der Britisch Kurzhaar, allen voran Herz und Nierenerkrankungen, für die es Gentests und Herzultraschall-Screenings gibt. Der runde, kurznasige Kopf des gemeinsamen Standards kann je nach Zuchtlinie Augen und Atmung belasten, QUEN führt beide Fellvarianten unter den brachyzephalen Katzen.
Für ruhige Haushalte, die etwas mehr Zeit in die Fellpflege investieren möchten als bei der Kurzhaar-Variante, ist die Britisch Langhaar eine unkomplizierte, familientaugliche Wahl. Wer möglichst wenig bürsten will, ist bei der Britisch Kurzhaar besser aufgehoben, wer eine sehr aktive, kletterfreudige Katze sucht, eher bei einer anderen Rasse.
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