Britisch Langhaar
Plüschiger Langhaar-Zwilling der Britisch Kurzhaar
auch bekannt als BLH, British Longhair, Highlander, Britisch Langhaarkatze


Zucht-Hinweis
Die Britisch Langhaar wird nach demselben Kopfstandard gezüchtet wie die Britisch Kurzhaar. QUEN führt beide Fellvarianten unter den brachyzephalen Katzenrassen und hält fest, dass schon die standardbedingten Abweichungen der Anatomie im Einzelfall die stärkste Belastungskategorie ergeben können, mit Tränenüberlauf, Lidfehlstellungen und Atemwegsenge. Wie stark ein Tier betroffen ist, hängt deutlich von der Zuchtlinie ab.
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M)
- Gewicht
- typisch 4 bis 8 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 18 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanghaar, doppelt, mitteldicht, mit abstehendem Unterfell und guter Halskrause, feste Textur, Sie wird nach demselben Standard wie die Britisch Kurzhaar gezüchtet, nur mit langem Fell. Zweimal Bürsten pro Woche hält die Unterwolle in Schach.
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- eher ruhig (2 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht mäßig Bewegung (2 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt meist gut einige Stunden allein (4 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Der Charakter: Britisch Langhaar im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Zweimal wöchentliches Bürsten ist Pflicht, sonst verfilzt die dichte Unterwolle vor allem in Achseln und hinter den Ohren.
- Herzultraschall-Screening auf HCM gehört beim seriösen Züchter vor die Zuchtwahl.
- Übergewicht ist bei der eher bewegungsarmen Rasse ein reales Risiko, Futtermenge und Spielanreize im Blick behalten.
- Beim Kauf lohnt der Blick auf die Zuchtlinie: Extrem rundköpfige Show-Typen können unter Tränenüberlauf und Atemwegsenge leiden, moderatere Linien sind gesünder.
- Für Einzelhaltung eher zweitrangig geeignet, ein zweites Tier oder viel gemeinsame Zeit tut der Rasse gut.
- In Deutschland gelegentlich mit langhaarigen Kartäuser-Mischlingen verwechselt: reinrassige Kartäuser gibt es nur kurzhaarig und ausschließlich in Blau.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), erblich bedingte Herzmuskelverdickung, wie bei der kurzhaarigen Variante verbreitet
- Polyzystische Nierenerkrankung (PKD), Gentest vor der Zuchtwahl empfehlenswert
- Übergewicht bei zu wenig Bewegung, zusätzliche Belastung für Gelenke und Herz
- Verfilzungsbedingte Hautreizungen bei vernachlässigter Fellpflege, vor allem in Achseln und hinter den Ohren
- Zahnfleischentzündungen und Zahnstein, regelmäßige Zahnkontrolle empfohlen
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Britisch Langhaar hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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