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Lele

Britisch Langhaar

auch bekannt als BLH, British Longhair, Highlander, Britisch Langhaarkatze

GroßbritannienHalblanghaarKategorie III
Britisch Langhaar mit silbrig schattiertem Fell und grün goldenen Augen im Nahporträt
Britisch Langhaar im PorträtFoto: Nickolas Titkov · CC BY-SA 2.0
Cremefarbene Britisch Langhaar mit rundem Kopf sitzt auf einem Holzschrank zuhause
Britisch Langhaar zu HauseFoto: Fanta3 · CC BY-SA 4.0

Steckbrief

Gewicht
typisch 4 bis 8 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 18 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Halblanghaar. Halblanghaar, doppelt, mitteldicht, mit abstehendem Unterfell und guter Halskrause, feste TexturSie wird nach demselben Standard wie die Britisch Kurzhaar gezüchtet, nur mit langem Fell. Zweimal Bürsten pro Woche hält die Unterwolle in Schach.
Herkunft
Großbritannien
Anerkennung
FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung BLH.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
eher ruhig (2 von 5)
Nähe zum Menschen
eigenständig, sucht Nähe in Maßen (2 von 5, Tendenzwert)
Gesprächigkeit
leise, meldet sich selten (2 von 5)
Artgenossen
meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
Umgang mit Besuch
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
Familientrubel
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Für Einsteiger
gut geeignet für Anfänger (4 von 5)

Pflege

Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Fell im Haus
haart stark (4 von 5)

Wenn es bei dir ansteht

Beschäftigung und Klettern
braucht mäßig Beschäftigung (2 von 5)

Der Charakter: Britisch Langhaar im Porträt

Die Britisch Langhaar ist genetisch dieselbe Rasse wie die Britisch Kurzhaar, nur mit einem zusätzlichen, rezessiv vererbten Langhaar-Gen. Es geht auf die Einkreuzung von Perserkatzen zurück, mit der Züchter nach den Weltkriegen den geschrumpften britischen Bestand auffrischten. Lange wurden langhaarige Wurfgeschwister aussortiert, erst ab den 1960er Jahren in den USA und später auch in Europa als eigene Rasse anerkannt und gezielt weitergezüchtet. Der in Deutschland gebräuchliche Zweitname Highlander meint diese Rasse, nicht die gleichnamige amerikanische Hybridrasse mit den gerollten Ohren. Im Wesen unterscheidet sich die Britisch Langhaar kaum von ihrer kurzhaarigen Verwandten: ruhig, ausgeglichen und anhänglich, dabei nicht aufdringlich. Sie sucht die Nähe ihrer Menschen, kommt aber auch ein paar Stunden allein zurecht, mit einem zweiten Tier zur Gesellschaft wirkt sie häufig ausgeglichener. Für den Alltag reichen Kratzbaum und ein paar erhöhte Liegeplätze, ausgedehntes Spiel schätzt sie trotz ihrer Gelassenheit durchaus. Als Wohnungskatze ist sie gut geeignet, gesicherter Freigang ist ebenso möglich. Beim Fell macht sich der Unterschied zur Kurzhaar-Variante bemerkbar: Das halblange, doppelte Fell mit dichter Unterwolle braucht zweimal wöchentliches Bürsten, sonst bilden sich schnell Knoten, besonders in den Achseln und hinter den Ohren. Gesundheitlich teilt die Rasse die Dispositionen der Britisch Kurzhaar, allen voran Herz und Nierenerkrankungen, für die es Gentests und Herzultraschall-Screenings gibt. Der runde, kurznasige Kopf des gemeinsamen Standards kann je nach Zuchtlinie Augen und Atmung belasten, QUEN führt beide Fellvarianten unter den brachyzephalen Katzen. Für ruhige Haushalte, die etwas mehr Zeit in die Fellpflege investieren möchten als bei der Kurzhaar-Variante, ist die Britisch Langhaar eine unkomplizierte, familientaugliche Wahl. Wer möglichst wenig bürsten will, ist bei der Britisch Kurzhaar besser aufgehoben, wer eine sehr aktive, kletterfreudige Katze sucht, eher bei einer anderen Rasse.

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