Britisch Kurzhaar
auch bekannt als BKH, British Shorthair, British Blue, Britisch Kurzhaarkatze
GroßbritannienKurzhaarKategorie III
Steckbrief
- Gewicht
- typisch 4 bis 8 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 16 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Kurzhaar, sehr dicht, plüschig und abstehendDas dichte Fell braucht einmal pro Woche eine Bürste, im Fellwechsel öfter. Sie wird erst mit rund drei Jahren ausgewachsen.
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung BSH.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- eher ruhig (2 von 5)
- Nähe zum Menschen
- eigenständig, sucht Nähe in Maßen (2 von 5)
- Gesprächigkeit
- leise, meldet sich selten (2 von 5)
- Artgenossen
- meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5)
- Umgang mit Besuch
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Für Einsteiger
- sehr gut geeignet für Anfänger (5 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Fell im Haus
- haart mäßig (3 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Beschäftigung und Klettern
- braucht mäßig Beschäftigung (2 von 5)
- Beute- und Spieltrieb
- mittlerer Beute- und Spieltrieb (3 von 5)
- Lernfreude
- eigenständig, lernt nur mit viel Geduld (2 von 5)
Der Charakter: Britisch Kurzhaar im Porträt
Die Britisch Kurzhaar gilt als die älteste britische Katzenrasse und geht auf Hauskatzen zurück, die vermutlich mit den Römern auf die Insel kamen. Ab Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde gezielt gezüchtet, 1871 stand sie bereits auf der ersten großen Katzenschau im Crystal Palace. Nach den beiden Weltkriegen war der Bestand stark geschrumpft, Züchter kreuzten deshalb Perser und Kartäuser ein und prägten damit den heute typischen kompakten, rundköpfigen Typ. Die Kartäuser blieb dabei trotz gemeinsamer Zuchtgeschichte eine eigenständige Rasse mit schlankerem Kopf, in Deutschland werden beide besonders in der blauen Farbe häufig verwechselt.
Im Wesen ist die Britisch Kurzhaar unkompliziert und gelassen: freundlich und anhänglich, ohne dauernd Aufmerksamkeit einzufordern. Ein paar Stunden allein verkraftet sie meist gut, mit einem zweiten Tier zur Gesellschaft wirkt sie aber sichtlich ausgeglichener. Fremden gegenüber zeigt sie sich meist offen und abwartend statt scheu.
Für den Alltag genügen Kratzbaum, ein paar erhöhte Liegeplätze und moderates Spiel, wilde Klettertouren sind selten ihr Ding. Als reine Wohnungskatze fühlt sie sich wohl, gesicherter Freigang ist ebenso möglich.
Das dichte, plüschige Fell braucht wöchentliches Bürsten, im Fellwechsel öfter. Ausgewachsen ist die Rasse erst mit rund drei Jahren.
Gesundheitlich neigt sie zu Herz und Nierenerkrankungen, für die es Gentests und Herzultraschall-Screenings gibt, und der runde, kurznasige Kopf des Standards kann je nach Zuchtlinie Augen und Atmung belasten, QUEN führt die Rasse unter den brachyzephalen Katzen.
Für ruhige Haushalte und Katzeneinsteiger ist die Britisch Kurzhaar eine gute Wahl, gerade weil sie wenig Pflege und moderate Beschäftigung braucht. Wer eine verspielte, kletterfreudige oder besonders eng an eine Person gebundene Katze sucht, findet bei einer aktiveren Rasse oder bei der Kartäuser eher, was er sucht.
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