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Lele

Bombay

Kleiner schwarzer Panther mit Dauerbedürfnis nach Nähe

auch bekannt als Bombay-Katze

mittelgroß (M)USA
Bombay-Katze mit glänzend schwarzem Fell und goldgelben Augen liegt entspannt auf hellem Untergrund
Bombay im Porträt
Bombay-Katze putzt sich am Fenster im warmen Licht, das schwarze Fell glänzt
Bombay unterwegs
Bombay-Katze Lucy döst mit dem Kopf auf der Sofalehne in gemütlicher Wohnzimmerszene
Bombay zu Hause

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M)
Gewicht
typisch 3 bis 5,5 kg
Lebenserwartung
typisch 9 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Sehr kurzes, eng anliegendes Fell mit lackartigem Glanz, immer schwarz, Kaum Pflegeaufwand. Das kurze Fell schützt wenig vor Kälte, ein warmer Platz drinnen ist wichtig.
Herkunft
USA
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)

Der Charakter: Bombay im Porträt

Die Bombay entstand in den USA, wo die Züchterin Nikki Horner aus Kentucky ab den späten 1950er Jahren gezielt eine schwarze American Shorthair mit einer Burma kreuzte. Ihr Ziel war eine kompakte, glänzend schwarze Katze mit dem Auftreten eines kleinen Panthers, kupferfarbenen Augen inklusive. Die amerikanischen Verbände erkannten die Rasse 1976 an, bei der FIFe läuft die Bombay seit 2023 als vorläufig anerkannte Rasse der Kategorie III unter dem Code BOM, die Frist läuft bis Ende 2027, die endgültige Anerkennung steht noch aus. Im Wesen erinnert die Bombay stark an ihre Burma-Vorfahren: anhänglich, gesprächig und sehr auf Menschen bezogen, dazu verspielt und oft erstaunlich hundeähnlich in ihrem Verhalten, etwa wenn sie ihre Menschen an der Tür begrüßt oder sich apportieren lässt. Fremden gegenüber zeigt sie sich meist zugänglich und kontaktfreudig. Im Alltag will die Bombay eingebunden sein: Sie folgt ihren Menschen durch die Wohnung, spielt gern mit und braucht Beschäftigung, damit sie sich nicht bei längerem Alleinsein sorgt. Kratzbäume und Spielzeug gehören ebenso dazu wie regelmäßige gemeinsame Zeit, stundenlange Einsamkeit passt eher schlecht zu ihr. Als reine Wohnungskatze kommt sie gut zurecht. Das kurze, dicht anliegende Fell mit seinem lackartigen Glanz ist denkbar pflegeleicht, gelegentliches Streicheln mit feuchter Hand hält es sauber. Gesundheitlich ist bei der Zucht das sogenannte Burmese Head Defect im Blick zu behalten, eine erbliche Schädelfehlbildung aus der Burma-Linie, für die die FIFe einen Gentest vorschreibt, dazu neigt die Rasse zu Übergewicht und zu Zahnfleischproblemen. Für Menschen, die eine gesellige, verspielte und auffällig aussehende Katze suchen und Zeit für echte Nähe mitbringen, kann die Bombay eine sehr enge Gefährtin sein. Wer eine zurückhaltende, unabhängige Katze für eine leere Wohnung tagsüber sucht oder beim Kauf keinen Wert auf den Gesundheitsnachweis der Elterntiere legt, sollte sich das genauer überlegen.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Braucht viel gemeinsame Zeit und Beschäftigung, für regelmäßig lange Abwesenheit ist die Rasse eher wenig geeignet.
  • Beim Züchter unbedingt nach dem Gentest auf Burmese Head Defect (BHD) bei beiden Elterntieren fragen, die FIFe schreibt ihn für die Zucht vor.
  • Neigt bei freiem Futterzugang zu Übergewicht, Portionen eher abmessen als dauerhaft anbieten.
  • Regelmäßige Zahnkontrolle einplanen, die Rasse gilt als anfällig für Zahnfleisch- und Zahnprobleme.
  • Kurzes Fell braucht kaum Pflege, dafür lieber einen warmen Rückzugsort anbieten, da wenig Unterwolle vor Kälte schützt.
  • Die FIFe führt die Bombay seit 2023 nur vorläufig anerkannt, die Frist läuft bis Ende 2027: Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf den aktuellen Zuchtstatus beim jeweiligen Verein.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Burmese Head Defect (ALX1-Genmutation): rezessiv vererbte Schädelfehlbildung aus der Burma-Linie, Trägertiere können einen sehr kurzen, brachyzephalen Kopf mit Atemproblemen zeigen, reinerbige Kitten sind meist nicht lebensfähig, ein Gentest ist bei der FIFe-Zucht vorgeschrieben
  • Neigung zu Übergewicht bei zu reichlicher Fütterung
  • Zahnfleisch- und Zahnerkrankungen (Parodontose)
  • Eingeschränkter Genpool durch die begrenzte Zahl an Ursprungstieren, weshalb weiterhin mit Burma und American Shorthair ausgekreuzt werden darf

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Bombay hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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