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Lele

Du gibst ein Tier ab

Ich muss meinen Hund abgeben. Was kann ich tun?

Du hast mehrere Wege: dein Tierheim fragen, deinen Hund selbst verantwortungsvoll vermitteln oder, wenn er vom Züchter kommt, dort nachfragen, ob dein Vertrag eine Rücknahme regelt. Welcher Weg passt, hängt von deinem Hund, deiner Zeit und deinem Umfeld ab.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion Lele

Direkt zu deinem Weg mit Lele

Deine Wege

  • Dein Tierheim fragen

    Ein Tierheim vermittelt nach einem üblichen Ablauf, so beschreibt es der Deutsche Tierschutzbund: Selbstauskunft der Interessenten, Kennenlernen, Vorkontrolle, Schutzvertrag und Nachkontrolle. Ruf vorher an und frag, ob und wann das Tierheim deinen Hund aufnehmen kann.

    Dafür spricht: Ein erprobter Ablauf und Menschen mit Erfahrung, die für deinen Hund eine Familie suchen.

    Ehrlich gesagt: Viele Tierheime berichten, dass sie an ihrer Kapazitätsgrenze sind. Frag deshalb früh und höflich. Dein Tierheim kennt deinen Hund nicht so gut wie du, aber es hat die Erfahrung.

  • Zurück dorthin, woher er kam

    Kommt dein Hund aus einem Tierheim oder von einem Tierschutzverein, lies deinen Schutzvertrag. Solche Verträge können vorsehen, dass du ihn nicht an Dritte weitergibst, sondern über den Verein. Kommt er von einer Zuchtstätte, frag dort nach, ob dein Kaufvertrag eine Rücknahme regelt.

    Dafür spricht: Wer deinen Hund schon einmal vermittelt hat, kennt ihn und seinen Weg.

    Ehrlich gesagt: Nicht jede Zuchtstätte kann einen Hund zurücknehmen, und nicht jeder Vertrag regelt das.

  • Selbst verantwortungsvoll vermitteln

    Du kennst deinen Hund am besten und kannst die Familie selbst wählen. Sicher wird das durch ein Kennenlernen vor der Übergabe, die Chipnummer in den Papieren und einen schriftlichen Übergabevertrag. Den privaten Weg dafür bietet Lele kostenlos an.

    Dafür spricht: Du entscheidest, zu wem dein Hund kommt, und bist bis zur Übergabe dabei.

    Ehrlich gesagt: Es kostet Zeit und Kraft, Anfragen zu lesen und Treffen zu führen. Ohne Kennenlernen und ohne Vertrag ist dieser Weg riskant, für dich und für deinen Hund.

  • Was jetzt nicht hilft

    Eine schnelle Kleinanzeige und eine Weitergabe ohne Vertrag. Beim privaten Vermitteln prüft nach unserer Recherche meist keine Stelle, wer bei dir anfragt. Ohne Vertrag hast du nichts Schriftliches, wenn später etwas schiefgeht.

Was das kostet, was das Recht sagt

  • Nach dem Deutschen Tierschutzbund soll die Schutzgebühr Kosten wie Futter, Pflege, Medizin, Impfung und Kastration decken; sie ist danach kein Kaufpreis, und ihre Höhe unterscheidet sich von Tierheim zu Tierheim.
  • Zum Beispiel verlangt der Hamburger Tierschutzverein als Schutzgebühr für einen normalen Hund 300 Euro und für einen Hund mit besonderem Bedarf, ein sogenanntes Sorgentier, ab 120 Euro (Stand unserer Recherche: Juni 2026).
  • Wer seinen eigenen Hund einmal im Inland abgibt, braucht keine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz. Hast du ihn selbst aus dem Ausland geholt oder kam er über einen Verein, ist offen, ob für die Abgabe eigene Regeln gelten. Frag deshalb vorher nach, zum Beispiel beim Veterinäramt.
  • Nach unserer Recherche hat das EU-Parlament im April 2026 eine EU-weite Pflicht zu Chip und Registrierung für Hunde und Katzen gebilligt. Die Einzelheiten haben wir nicht geprüft. Eine bundesweite Pflicht gibt es für Hunde bisher nicht, in manchen Bundesländern kann es aber eigene Kennzeichnungsregeln geben, die wir nicht einzeln geprüft haben. Frag dazu bei deiner Gemeinde oder deinem Veterinäramt nach.
  • Ob und was du bei deiner Gemeinde melden musst, erfährst du dort. Frag direkt nach.

Das ist keine Rechtsberatung. Die Quellen stehen unten.

Checkliste

Zum Abhaken im Kopf, kein Formular.

  • Impfpass, EU-Heimtierausweis und Chipnummer zusammenlegen.
  • Aufschreiben, was dein Hund braucht: Futter, Medikamente, Gewohnheiten, Ängste.
  • Kommt dein Hund aus dem Tierschutz: Schutzvertrag lesen und den Verein zuerst anrufen.
  • Dein Tierheim anrufen und fragen, ob und wann es aufnehmen kann.
  • Wenn du selbst vermittelst: Interessenten kennenlernen, bevor du zusagst, und den Übergabevertrag vorbereiten.
  • Einen ruhigen Abschied planen, mit vertrauten Dingen wie Decke und Spielzeug.

Fragen und Antworten

Muss ich mich schämen, wenn ich meinen Hund abgebe?

Nein. Umzug, Krankheit, Allergie oder ein Leben, das sich verändert hat: Gründe gibt es viele. Wer früh einen guten Platz sucht, handelt verantwortungsvoll. Geht es um eine Allergie oder eine Krankheit, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deiner Tierarztpraxis, manchmal gibt es einen Weg, zusammenzubleiben.

Was kostet es, meinen Hund ins Tierheim zu geben?

Das ist von Tierheim zu Tierheim verschieden, und unsere Recherche kennt dazu keine allgemeine Regel. Frag dein Tierheim direkt, bevor du hinfährst.

Brauche ich eine Erlaubnis, um meinen Hund privat abzugeben?

In der Regel nein. Wer seinen eigenen Hund einmal im Inland abgibt, braucht keine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz. Eine Erlaubnis brauchen gewerbsmäßige Züchter und Händler, Tierheime und ähnliche Einrichtungen sowie Vereine oder Personen, die Tiere aus dem Ausland gegen Entgelt, zum Beispiel eine Schutzgebühr, hereinholen oder deren Abgabe vermitteln.

Wie finde ich eine gute Familie für meinen Hund?

Lern Interessenten kennen, bevor du zusagst, am besten mehr als einmal und zusammen mit deinem Hund. Frag nach Alltag, Wohnung und Erfahrung, und hör auf dein Gefühl. Bei Lele haben Interessenten ein Profil und eine Selbstauskunft, und du entscheidest selbst, wen du triffst.

Kann Lele meinen Hund aufnehmen?

Nein. Lele ist kein Tierheim und nimmt keine Tiere auf. Lele hilft dir, deinen Hund selbst zu vermitteln, und zeigt Tiere von geprüften Tierheimen, Tierschutzvereinen und Züchtern.

Deinen Hund selbst vermitteln, mit Lele

Kostenlos, mit Interessenten, die ein Profil und eine Selbstauskunft mitbringen, und einem Kennenlernen vor der Übergabe. Aus der Zusage entsteht euer Übergabevertrag. Ihn direkt in Lele zu unterschreiben, kommt als Nächstes. Du entscheidest, wann und an wen.

Quellen

  • Deutscher Tierschutzbund: Ablauf einer Vermittlung aus dem Tierheim, zusammengefasst in unserer Recherche, Stand 10. Juni 2026
  • Hamburger Tierschutzverein: Schutzgebühren für Hunde und Katzen, Stand 10. Juni 2026
  • Tierschutzgesetz, § 11 (Erlaubnis), abgerufen am 8. Oktober 2026

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Wenn du so weit bist, ist Lele für dich da.

Kostenlos und in deinem Tempo: Du lernst Interessenten kennen, die ein Profil und eine Selbstauskunft mitbringen, und entscheidest, wann und an wen.