Du gibst ein Tier ab
Katze abgeben oder eine Katze aufnehmen: wie geht das?
Abgeben kannst du über dein Tierheim, über den Verein, von dem deine Katze kommt, oder indem du sie selbst verantwortungsvoll vermittelst; aufnehmen über ein Tierheim, einen Tierschutzverein oder privat. Wir raten in beiden Fällen zu einem Kennenlernen, der Chipnummer in den Papieren und einem schriftlichen Vertrag.
Stand: Oktober 2026 · Redaktion Lele
Deine Wege
Über ein Tierheim
Ein Tierheim vermittelt nach einem üblichen Ablauf, so beschreibt es der Deutsche Tierschutzbund: Selbstauskunft der Interessenten, Kennenlernen, Vorkontrolle, Schutzvertrag und Nachkontrolle. Wer eine Katze abgeben muss, ruft vorher an und fragt, ob und wann Platz ist.
Dafür spricht: Ein fester Ablauf, wie ihn der Deutsche Tierschutzbund beschreibt, auch für Katzen, die sich erst eingewöhnen müssen.
Ehrlich gesagt: Viele Tierheime berichten, dass sie an ihrer Kapazitätsgrenze sind. Frag deshalb früh und höflich.
Privat abgeben oder aufnehmen
Viele Katzen, die heute bei Menschen leben, wurden privat vermittelt. Damit das gut geht, empfehlen wir beiden Seiten ein Kennenlernen vorher, die Chipnummer in den Papieren und einen schriftlichen Vertrag, der festhält, was gilt. Bei Lele ist dieser Weg für beide Seiten kostenlos.
Dafür spricht: Wer abgibt, kennt die Katze genau und kann viel über ihre Gewohnheiten erzählen.
Ehrlich gesagt: Ohne Kennenlernen und ohne Vertrag kann der private Weg schiefgehen, für beide Seiten und für die Katze.
Zurück zum Verein, von dem sie kommt
Kommt deine Katze aus dem Tierschutz, lies deinen Schutzvertrag. Solche Verträge können vorsehen, dass du sie nicht an Dritte weitergibst, sondern über den Verein.
Dafür spricht: Der Verein kennt die Katze.
Eine Katze ist dir zugelaufen
Eine Katze, die dir zuläuft, gehört vielleicht jemandem. Frag bei deiner Gemeinde oder in einem Tierheim nach, bevor du sie behältst oder weitergibst, und lass sie in einer Tierarztpraxis auf einen Chip untersuchen.
Was das kostet, was das Recht sagt
- Die Schutzgebühr, die Interessenten im Tierheim zahlen, soll nach dem Deutschen Tierschutzbund Kosten wie Futter, Pflege, Medizin, Impfung und Kastration decken, ist kein Kaufpreis und ist von Tierheim zu Tierheim verschieden.
- Zum Beispiel verlangt der Hamburger Tierschutzverein als Schutzgebühr für eine Katze 150 Euro inklusive Kastration (Stand unserer Recherche: Juni 2026).
- Nach unserer Recherche, gestützt auf eine Bundestagsantwort von 2024, gibt es keine Übersicht, in welchen Städten und Gemeinden Pflichten zu Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Katzen bestehen. Frag deshalb bei deiner Stadt oder Gemeinde nach.
- Nach unserer Recherche hat das EU-Parlament im April 2026 eine EU-weite Pflicht zu Chip und Registrierung für Hunde und Katzen gebilligt. Die Einzelheiten haben wir nicht geprüft. Eine bundesweite Pflicht gibt es für Hunde bisher nicht, in manchen Bundesländern kann es aber eigene Kennzeichnungsregeln geben, die wir nicht einzeln geprüft haben. Frag dazu bei deiner Gemeinde oder deinem Veterinäramt nach.
Das ist keine Rechtsberatung. Die Quellen stehen unten.
Checkliste
Zum Abhaken im Kopf, kein Formular.
- Abgeben: Impfpass, EU-Heimtierausweis und Chipnummer zusammenlegen.
- Abgeben: aufschreiben, was deine Katze mag und nicht mag, ob sie Freigang kennt und wie sie mit anderen Tieren lebt.
- Aufnehmen: klären, ob deine Vermieterin oder dein Vermieter Katzen erlaubt.
- Aufnehmen: einen ruhigen Raum für die ersten Tage vorbereiten.
- Beide Seiten: sich vorher kennenlernen und einen schriftlichen Vertrag machen.
Fragen und Antworten
Woher kommen die meisten Katzen?
Halter nennen am häufigsten, ihre Katze privat vermittelt bekommen zu haben, danach folgt das Tierheim. Die Angaben stammen aus einer Befragung von Haltern und beschreiben, woher die Katzen von heute kamen, nicht, wie sich ein einzelnes Jahr verteilt. Die Quelle steht unten.
Kostet es etwas, eine Katze aus dem Tierheim zu holen?
In der Regel ja, eine Schutzgebühr. Sie ist ein Kostenbeitrag, kein Kaufpreis, und von Tierheim zu Tierheim verschieden. Ein Beispiel mit Betrag steht weiter oben.
Kann ich meine Katze bei Lele abgeben?
Lele nimmt keine Tiere auf. Du kannst deine Katze aber bei Lele selbst vorstellen und an Menschen vermitteln, die du vorher kennenlernst. Das ist kostenlos, und ohne Chipnummer geht kein privates Tier online. Aus der Zusage entsteht euer Übergabevertrag. Ihn direkt in Lele zu unterschreiben, kommt als Nächstes.
Wie finde ich bei Lele eine Katze?
Du legst ein Konto an und baust dein Suchprofil auf, danach siehst du Tiere von geprüften Anbietern. Ehrlich gesagt: Das Verzeichnis wächst noch, gerade sind vor allem Tierheime und Tierschutzorganisationen dabei.
Was ist, wenn es mit der neuen Katze nicht klappt?
Das hängt von deinem Vertrag ab. Schutzverträge von Vereinen können ein Rückholrecht des Vereins enthalten. Lies ihn vor der Übernahme, und frag nach, was gilt.
Abgeben oder aufnehmen, mit Lele
Für beide Wege kostenlos: Wer abgibt, stellt seine Katze selbst vor, und wer sucht, sieht Tiere geprüfter Anbieter.
Quellen
- Heimtierstudie 2025 (Ohr, Universität Göttingen, für IVH und ZZF), Erhebung 2024, Primärdaten aus einer Umfrage der DA Direkt Versicherung (2024), Sekundärzitat, Fallzahl nicht dokumentiert: „privat vermittelt“ nennen 49 Prozent der Katzenhalter und 33 Prozent der Hundehalter als Herkunft, Mehrfachnennung möglich. Eine Frage nach der Herkunft heutiger Tiere, kein Anteil pro Jahr., abgerufen am 8. Oktober 2026
- Hamburger Tierschutzverein: Schutzgebühren für Hunde und Katzen, Stand 10. Juni 2026
- Deutscher Tierschutzbund: Ablauf einer Vermittlung aus dem Tierheim, zusammengefasst in unserer Recherche, Stand 10. Juni 2026
Wenn du so weit bist, ist Lele für dich da.
Kostenlos und in deinem Tempo: Du lernst Interessenten kennen, die ein Profil und eine Selbstauskunft mitbringen, und entscheidest, wann und an wen.