Weisser Schweizer Schäferhund
Feinfühliger Athlet mit enger Menschenbindung
auch bekannt als White Swiss Shepherd Dog, Berger Blanc Suisse
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 53 bis 66 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 25 bis 40 kg
- Lebenserwartung
- typisch 11 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 389 Welpen
- Fell
- Stockhaar oder Langstockhaar, Dichte Unterwolle: regelmäßig bürsten, im Fellwechsel am besten täglich.
- Herkunft
- Schweiz
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde), Standard Nr. 347
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- sehr leicht trainierbar, hochgradig gehorsam (5 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Weisser Schweizer Schäferhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Auslastung: plane täglich rund anderthalb bis zwei Stunden Bewegung plus Kopfarbeit ein. Nasenarbeit, Obedience, Mantrailing oder Rettungshundetraining passen gut zu seinen Stärken, reines Gassigehen reicht auf Dauer nicht.
- Alleinbleiben: die hohe Bindungsbereitschaft hat eine Kehrseite. Alleinbleiben von Welpenalter an kleinschrittig aufbauen; wer werktags viele Stunden außer Haus ist, wird dieser Rasse selten gerecht.
- Fell und Haushalt: die dichte Unterwolle verlangt ein- bis zweimal pro Woche Bürsten, im saisonalen Fellwechsel eher täglich. Weiße Haare auf Kleidung und Möbeln solltest du fest einplanen.
- Zucht-Checks: lass dir beim Züchter Röntgenbefunde zu Hüft- und Ellbogendysplasie der Elterntiere zeigen sowie Gentest-Ergebnisse zu Degenerativer Myelopathie und MDR1-Genvariante. Seriöse Vereine im VDH und in der FCI machen diese Untersuchungen zur Auflage.
- Sensibles Training: er reagiert fein auf Stimmungen und harte Ansprache. Ruhige Konsequenz und frühe, breite Sozialisierung beugen Umweltunsicherheit vor, Härte macht mehr kaputt als sie nützt.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüft- und Ellbogendysplasie (HD/ED): rassetypisches Risiko großer Schäferhunde; Zuchtvereine verlangen Röntgenauswertungen der Zuchttiere ab etwa 15 Monaten.
- Degenerative Myelopathie (DM): fortschreitende Rückenmarkserkrankung im Seniorenalter, autosomal-rezessiver Risikofaktor (SOD1). Sie führt im Endstadium meist zu vollständiger Lähmung der Hinterhand und zählt zu den Gründen für eine Einschläferung älterer Hunde. In der Rasse vorhanden, Gentest ist bei Zuchtvereinen zunehmend verpflichtend.
- MDR1-Genvariante: Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten (z. B. Ivermectin); per Gentest feststellbar, Befund gehört in den Heimtierausweis.
- Hypophysärer Zwergwuchs: seltene erbliche Wachstumsstörung, die in der Rasse vorkommt und per Gentest ausgeschlossen werden kann.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Weisser Schweizer Schäferhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.000 und 2.200 Euro.
Weiß ist die Standardfarbe der Rasse, keine seltene Besonderheit. Lass dir dafür keinen Raritäts-Aufpreis aufschwatzen.
Quellen: futalis (2025), Wamiz. Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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