Steirische Rauhhaarbracke
Hartnäckiger Spurhund fürs steile Gelände
auch bekannt als Peintinger Bracke


Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 45 bis 53 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 15 bis 18 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 62 Welpen
- Fell
- Rauhaar, Das harte, glanzlose Rauhaar ist wetterfest und pflegeleicht, gelegentliches Bürsten reicht, eine Schur ist nicht nötig.
- Herkunft
- Österreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 62
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5, Tendenzwert)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Steirische Rauhhaarbracke im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Braucht mehrere Stunden auslastende Bewegung täglich, idealerweise mit Fährten- oder Nasenarbeit, reines Spazierengehen reicht nicht aus.
- Der ausgeprägte, lockere Spurlaut ist Arbeitsauftrag und keine Unart, in dicht besiedelten Wohnlagen kann das schnell zum Nachbarschaftsthema werden.
- Kein Anfängerhund: konsequentes Rückruftraining und Erfahrung mit jagdlich geprägten Laufhunden sind Voraussetzung, bevor an Freilauf zu denken ist.
- Wegen der extremen Seltenheit in Deutschland und der Schweiz sollten Interessenten mit langen Wartezeiten und einem Import aus Österreich oder Slowenien rechnen und sich vorher direkt an den Deutschen beziehungsweise Österreichischen Brackenverein wenden.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Die anliegenden Hängeohren begünstigen wie bei anderen Bracken tendenziell Ohrentzündungen, besonders nach Einsätzen im Unterholz oder Wasser, regelmäßige Ohrenkontrolle ist sinnvoll.
- Die laut Standard tiefe und breite Brust ist bei aktiven, mittelgroßen Jagdhunden dieser Statur eine anatomische Tendenz für ein erhöhtes Magendrehungsrisiko, konkrete Fallzahlen für die Rasse selbst liegen nicht vor.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Steirische Rauhhaarbracke hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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