Zum Inhalt springen
Lele

Smålandsstövare

Gelassener Fährtenjäger mit treuem Wesen

auch bekannt als Smålandsbracke, Smaland Hound, Smaland-Laufhund

mittelgroß (M)Schweden

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M), 42 bis 54 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 15 bis 20 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
Fell
Rauhaar, mittellang, Das raue, mittellange Deckhaar mit kurzer, dichter Unterwolle ist pflegeleicht: regelmäßiges Bürsten reicht, an Kopf, Ohren und Beinvorderseiten ist das Haar von Natur aus kurz und glatt.
Herkunft
Schweden
Anerkennung
FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 129

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
Wach- und Schutztrieb
mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Smålandsstövare im Porträt

Der Smålandsstövare kommt aus der historischen Provinz Småland in Südschweden, wo im 19. Jahrhundert eine bunte Vielfalt an Fährtenhunden lebte. Kriegsheimkehrer brachten Laufhunde deutscher, polnischer und baltischer Herkunft mit, die sich mit örtlichen Bauernhunden vom Spitztyp und englischem Einfluss zum heutigen Typ vermischten. Der FCI-Standard beschreibt den Zweck klar: ein lautgebender Fährtenhund für die Einzeljagd auf Hase und Fuchs, ausdrücklich kein Meutehund und nicht für die Jagd auf Rotwild gedacht. Im Wesen gilt er laut Standard als gelassen, freundlich, treu und begeisterungsfähig, ohne die Nervosität mancher anderer Laufhunde. Fremden gegenüber zeigt er sich tendenziell eher zurückhaltend bis wachsam, ohne dabei als aggressiv beschrieben zu werden, ein brauchbarer Melder also, kein Wächter im klassischen Sinn. Auffälligstes optisches Merkmal ist die Rute: erlaubt sind sowohl die natürlich lange als auch eine natürlich kurze Stummelrute, die dem Standardtext zufolge einem Bärenschwanz ähneln darf, beide Varianten gehören zur selben Rasse und rechtfertigen keinen eigenen Eintrag. Als Jagdgebrauchshund braucht der Smålandsstövare täglich viel Bewegung mit echter Nasenarbeit, reine Spaziergänge werden ihm auf Dauer kaum gerecht. Das raue, mittellange Fell mit dichter Unterwolle ist pflegeleicht und kommt mit regelmäßigem Bürsten aus. Zur Gesundheit ist rassespezifisch wenig belastbar dokumentiert, ältere schwedische Zuchtdaten fanden keine besonderen Häufungen, aus dem Körperbau lassen sich aber die üblichen Tendenzen von Hängeohr-Laufhunden ableiten, etwa ein erhöhtes Risiko für Ohrenentzündungen bei unzureichender Kontrolle. In Deutschland ist die Rasse extrem selten, der VDH führt kein eigenes Zuchtbuch dafür, und Welpen kommen praktisch nur über Import aus Skandinavien infrage, meist aus rein jagdlich geführten Linien mit entsprechend langen Wartezeiten. Der Smålandsstövare passt zu erfahrenen, jagdlich interessierten oder zumindest sehr bewegungsaffinen Haltern mit Garten oder gutem Zugang zu Wald und Feld. Für Wohnungshaltung ohne Auslastung, für Katzenhaushalte oder als reiner Sofahund ist er ausdrücklich nicht die richtige Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Plane täglich mindestens ein bis zwei Stunden Bewegung mit Möglichkeit zur Nasenarbeit ein, reines Gassigehen ohne Kopfarbeit reicht auf Dauer nicht aus.
  • Rechne mit Importaufwand: In Deutschland gibt es kaum Zuchtstätten, Welpen kommen meist aus Skandinavien mit entsprechenden Warte- und Transportkosten.
  • Wegen des ausgeprägten Jagdtriebs auf Hase und Fuchs ist ein sicher eingezäuntes Grundstück und ein solider Rückruf besonders wichtig, ein Freilauf ohne Sicherung ist riskant.
  • Katzen oder andere Kleintiere im Haushalt solltest du nur nach vorsichtiger, langsamer Gewöhnung und mit realistischer Erwartungshaltung planen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Als Hängeohr-Laufhund neigt der Smålandsstövare tendenziell zu Ohrenentzündungen, wenn die Ohren nicht regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden (aus der Ohrform im Standard abgeleitet, keine belegte rassespezifische Statistik).
  • Zur natürlichen Stummelrute liegen keine spezifischen Gesundheitsdaten für diese Rasse vor, bei anderen Rassen mit vergleichbarer natürlicher Kurzrute wird ein Zusammenhang mit einer Genvariante diskutiert. Für den Smålandsstövare ist das nicht belegt, sondern eine Wissenslücke im Report.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Smålandsstövare hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

Ähnliche Rassen entdecken

Passt Smålandsstövare zu dir?

Finde in drei Minuten heraus, ob diese Rasse zu deinem Alltag passt: ehrlich, kostenlos und ohne Anmeldung.