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Lele

Slowakischer Laufhund

Ausdauernder Spurenhund mit eigenem Kopf

auch bekannt als Kopov, Slovenský Kopov, Slovak Hound

mittelgroß (M)Slowakei
Slowakischer Laufhund steht seitlich auf einer Rasenfläche, schwarz mit lohfarbenen Abzeichen.
Slowakischer Laufhund im PorträtFoto: Kopovhound · CC BY-SA 3.0

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M), 40 bis 50 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 15 bis 20 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 136 Welpen
Fell
Kurzhaar mit dichter Unterwolle, Pflegeleicht: kurzes, dichtes Fell mit Unterwolle, gelegentliches Bürsten reicht, im Fellwechsel etwas häufiger.
Herkunft
Slowakei
Anerkennung
FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 244

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
Trainierbarkeit
eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
Wach- und Schutztrieb
mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
Anfänger-Eignung
eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)

Der Charakter: Slowakischer Laufhund im Porträt

Der Slowakische Laufhund, in seiner Heimat Slovenský Kopov genannt, stammt aus der Slowakei. Erste Beschreibungen reichen ins 19. Jahrhundert zurück, der bis heute gültige FCI-Standard datiert von 1963. Gezüchtet wurde er ausdrücklich als Jagdgebrauchshund für die Schwarzwild- und Raubwildjagd, nicht als Ausstellungs- oder Begleithund, und der FCI-Standard verlangt bis heute eine Arbeitsprüfung, bevor ein Tier zur Zucht zugelassen wird. Der Standard beschreibt eine temperamentvolle Natur mit einem außerordentlich entwickelten Orientierungssinn. Charakteristisch ist das ausdauernde, lautgebende Verfolgen einer warmen Fährte über Stunden, dazu kommt die für die Wildschweinjagd nötige Schärfe. Diese Eigenschaften sind kein Zufallsprodukt, sondern der eigentliche Zuchtzweck, entsprechend eigenständig und nasengeführt zeigt sich die Rasse auch abseits der Jagd. Fremden gegenüber gilt sie als eher zurückhaltend und wachsam am eigenen Grundstück, ihrer Familie bleibt sie treu verbunden. Im Alltag braucht der Slowakische Laufhund viel Auslauf und am liebsten eine Aufgabe mit der Nase, ein Spaziergang um den Block wird ihn kaum auslasten. Das kurze, dichte Fell mit ausgeprägter Unterwolle ist pflegeleicht, gelegentliches Bürsten reicht, im Fellwechsel etwas häufiger. Zur Gesundheit der Rasse liegen keine spezifischen Studien vor, das ist bei dieser seltenen Rasse die erwartbare Lücke. Die mittellangen, flach anliegenden Hängeohren begünstigen tendenziell ein feuchtwarmes Ohrklima, regelmäßige Kontrolle ist sinnvoll. In Deutschland ist der Slowakische Laufhund eine sehr seltene Rasse, praktisch ohne heimische Zucht. Interessierte müssen mit langen Wartezeiten rechnen oder einen Import aus der Slowakei beziehungsweise dem übrigen mitteleuropäischen Raum in Betracht ziehen, meist über jagdlich geführte Linien statt über reine Begleithundezucht. Die Rasse passt am ehesten zu erfahrenen Jägerinnen und Jägern oder Haltern mit viel Erfahrung in nasenarbeitsintensiver Beschäftigung, die den ausgeprägten Jagdtrieb sinnvoll kanalisieren können, dazu einen sicher eingezäunten Garten und verlässliches Rückruftraining mitbringen. Für Anfänger, reine Wohnungshaltung oder Familien auf der Suche nach einem ruhigen Begleiter ist er ausdrücklich nicht die richtige Wahl. Wer einen Import erwägt, sollte sich vorab mit Gesundheitschecks der Elterntiere, dem Transportweg und der Verfügbarkeit rasseerfahrener Tierärzte vor Ort auseinandersetzen.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Braucht täglich mehrere Stunden Bewegung und Nasenarbeit, ein sicher eingezäunter Garten oder Freilaufgebiet ist wegen des ausgeprägten Jagdtriebs auf Wild und Raubwild praktisch Pflicht.
  • Als sehr seltene Rasse in Deutschland kaum über Züchter verfügbar, wer keinen Import aus der Slowakei erwägt, sollte auf etablierte heimische Laufhundrassen ausweichen.
  • Fährtenarbeit, Mantrailing oder ähnliche nasengeführte Beschäftigung passt besser als klassischer Gehorsam, konsequentes Rückruftraining von klein auf ist entscheidend.
  • Import vorab prüfen: Gesundheitsnachweise der Elterntiere einsehen, Transportweg und Eingewöhnungszeit realistisch einplanen, dazu einen Tierarzt mit Erfahrung in seltenen Jagdhunderassen suchen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Zur Rasse selbst liegen keine spezifischen Gesundheitsstudien vor, das ist bei dieser seltenen Rasse die erwartbare Lücke.
  • Die mittellangen, flach anliegenden Hängeohren begünstigen tendenziell ein feuchtwarmes Ohrklima, regelmäßige Ohrkontrolle wird empfohlen.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Slowakischer Laufhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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