Schwarz-Lohfarbener Waschbärenhund
Bodenständiger Fährtenspezialist mit kräftiger Stimme
auch bekannt als Coonhound, Black and Tan Coonhound, American Black and Tan Coonhound


Steckbrief
- Größe
- groß (L), 58 bis 68,5 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 18 bis 34 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 32 Welpen
- Fell
- Kurzhaar, Kurzes, dichtes Fell braucht nur gelegentliches Bürsten, wichtiger ist die regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Hängeohren gegen Ohrentzündungen.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 300
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Schwarz-Lohfarbener Waschbärenhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden Bewegung mit Nasenarbeit ein, reine Spaziergänge ohne Kopfarbeit reichen dieser Rasse nicht.
- Der Hund bellt und heult ausdrucksstark, das ist für Nachbarn in Mehrfamilienhäusern oft ein Problem, ein Grundstück mit Abstand zur Nachbarschaft ist von Vorteil.
- Wegen des ausgeprägten Jagdtriebs braucht sicherer Freilauf einen eingezäunten Bereich, im Wald ist Leinenpflicht meist die sicherere Wahl.
- Bei der Zucht lohnt sich der Blick auf HD-Röntgenbefunde der Elterntiere, weil die Rasse so selten gezüchtet wird, dass Gesundheitsdaten oft fehlen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftdysplasie ist rassetypisch beschrieben, ein Gelenkscreening vor der Zucht ist sinnvoll.
- Die tief angesetzten Hängeohren begünstigen Ohrentzündungen, regelmäßige Kontrolle und Reinigung gehören zur Routine.
- In der Literatur werden auch Augenprobleme und Fälle von Ohrtumoren genannt, ein Grund für jährliche tierärztliche Kontrolle.
- Die tiefe, geräumige Brust ist bei großen, laufstarken Rassen tendenziell ein Risikofaktor für Magendrehung, deshalb Ruhe vor und nach dem Fressen einplanen.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Schwarz-Lohfarbener Waschbärenhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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