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Lele

Savetalbracke

Ausdauernder Fährtenspezialist mit sanftem Gemüt

auch bekannt als Posavatz-Bracke, Posavski Gonič, Save-Bracke

mittelgroß (M)Kroatien
Savetalbracke steht wachsam im Garten, braunweißes Fell mit Blesse.
Savetalbracke im PorträtFoto: Strojovodjazg · CC BY-SA 4.0
Savetalbracke liegt zuhause auf dem Holzboden und schaut aufmerksam in die Kamera.
Savetalbracke zu HauseFoto: Strojovodjazg · CC BY-SA 4.0

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M), 47 bis 56 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 16 bis 24 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
seltenStufe 2 von 5Keine VDH-Zucht in Deutschland, Bezug meist nur über Import
Fell
Kurzhaar, Das harte, dicht anliegende Fell ist pflegeleicht, gelegentliches Bürsten reicht in der Regel aus.
Herkunft
Kroatien
Anerkennung
FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 154

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
bedingt geeignet für Familien (2 von 5, Tendenzwert)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Savetalbracke im Porträt

Die Savetalbracke, im FCI-Standard Posavski Gonič genannt, stammt aus dem Savetal in Kroatien und zählt zu den ältesten Laufhundrassen Europas. Bildliche Belege reichen bis ins Jahr 1474 zurück, der erste FCI-Standard wurde 1955 veröffentlicht. Gezüchtet wurde sie als ausdauernder Universal-Laufhund für die Jagd auf Hase, Fuchs und Wildschwein, teils auch als Schweißhund für die Nachsuche. Genau dieser Zweck prägt die Rasse bis heute, sie wird in ihrer Heimat fast ausschließlich in jagdlich geführten Linien gehalten. Der FCI-Standard beschreibt das Wesen als gutmütig, weder ängstlich noch aggressiv, mit angemessen lebhaftem Temperament und großer Ergebenheit gegenüber der Bezugsperson. Die klare, melodische Stimme beim Spurlaut ist ein Zuchtmerkmal, entsprechend meldefreudig und laut kann die Rasse im Alltag sein. Als Meutehund kommt sie mit Artgenossen in der Regel gut zurecht, gegenüber Kleintieren und Katzen ist wegen des ausgeprägten Jagdtriebs jedoch Vorsicht angebracht. Im Alltag braucht die Savetalbracke viel Auslauf und geistige wie körperliche Auslastung, reines Spazierengehen wird ihr nicht gerecht. Das kurze, harte Fell ist pflegeleicht. Zu rassespezifischen Erkrankungen liegen keine belastbaren Daten vor, aus dem Körperbau lässt sich als Tendenz ableiten, dass die eng anliegenden Hängeohren Ohrentzündungen begünstigen können, wie es bei vielen schlappohrigen Laufhundrassen der Fall ist. Das ist keine belegte Rassediagnose, sondern eine plausible Ableitung aus der Kopfform. In Deutschland ist die Savetalbracke eine echte Rarität, sie wird hier praktisch nicht gezüchtet, wer sich für sie interessiert, muss mit langen Wartezeiten oder einem Import aus Kroatien oder den Nachbarländern rechnen und findet meist nur jagdlich ambitionierte Züchter. Für Menschen mit viel Zeit, Erfahrung im Umgang mit eigenständigen Laufhunden und einem sicher eingezäunten Garten kann sie ein treuer, gutmütiger Begleiter sein. Für die klassische Stadtwohnung, für Anfänger ohne Jagdhundeerfahrung oder für Haushalte mit Kleintieren ist sie dagegen eher ungeeignet.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Plane täglich mehrere Stunden Auslauf mit echter Nasenarbeit ein, reines Gassigehen reicht als Auslastung nicht aus.
  • Der ausgeprägte Jagdtrieb verlangt konsequentes Rückruftraining und in offenem Gelände meist eine Schleppleine, freies Ablaufen gelingt selten zuverlässig.
  • Die Rasse ist in Deutschland kaum verfügbar, rechne mit Wartezeiten oder einem Import und informiere dich vorab über die Einreisebestimmungen.
  • Bei Katzen oder anderen Kleintieren im Haushalt braucht es einen sehr vorsichtigen, langsamen Gewöhnungsprozess und realistische Erwartungen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Keine belastbaren, rassespezifischen Gesundheitsdaten dokumentiert. Aus der Kopfform mit eng anliegenden Hängeohren lässt sich als Tendenz eine erhöhte Anfälligkeit für Ohrentzündungen ableiten, wie sie bei vielen schlappohrigen Laufhunden vorkommt, ein belegter Rassebefund ist das nicht.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Savetalbracke hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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