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Lele

Saluki

Königlicher Wüstenläufer mit eigenem Kopf

auch bekannt als Gazellenhund, Persischer Windhund

groß (L)Naher Osten (Patronat: Großbritannien)
Saluki mit langen seidigen Ohren blickt aufmerksam zur Seite
Saluki im Porträt
Schwarzer Saluki steht wachsam auf einer weiten Sanddüne
Saluki unterwegs
Schwarzbrauner Saluki mit befederten Ohren liegt entspannt drinnen
Saluki zu Hause

Steckbrief

Größe
groß (L), 58 bis 71 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 18 bis 25 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 133 Welpen
Fell
Kurzhaar oder Langhaar mit seidiger Befederung an Ohren, Läufen und Rute, Kurzhaarige Salukis reichen ein Gumminoppen-Handschuh und gelegentliches Bürsten, die befederte Variante braucht regelmäßiges Kämmen mit einem Metallkamm, damit sich die langen Haare an Ohren und Rute nicht verfilzen.
Herkunft
Naher Osten (Patronat: Großbritannien)
Anerkennung
FCI-Gruppe 10 (Windhunde), Standard Nr. 269

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
eher ruhig (2 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
Trainierbarkeit
eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
Alleinbleiben
bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5)
Familien-Eignung
bedingt geeignet für Familien (2 von 5)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5)
Jagdtrieb
sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
Anfänger-Eignung
eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)

Der Charakter: Saluki im Porträt

Der Saluki gehört zu den ältesten bekannten Hunderassen und begleitete Beduinenstämme im Nahen Osten seit Jahrtausenden als Hetzhund auf Gazellen und Hasen. Er wurde nie verkauft, sondern als Ehrengabe weitergegeben, weshalb sich über die riesige Region eine große Typenvielfalt entwickelte, die der FCI Standard bis heute ausdrücklich als rassetypisch anerkennt. Diese Jagdgeschichte prägt den Alltag bis heute: Der Saluki ist kein Wachhund und kein Kuschelspielzeug, sondern ein Sprinter mit eigenem Kopf. Der Standard beschreibt sein Wesen als würdevoll, intelligent und unabhängig, Fremden gegenüber reserviert, aber nicht scheu oder aggressiv. Zu seiner Bezugsperson baut er eine sanfte, sensible Bindung auf, verlangt dabei jedoch spürbaren Respekt und reagiert auf harte Erziehungsmethoden nach Beobachtung erfahrener Halter mit dauerhaftem Vertrauensverlust. Ein zuverlässiger Rückruf bei Sichtkontakt zu flüchtendem Wild gehört nicht zu seinen Stärken, der Jagdtrieb ist tief verwurzelt. Im Alltag braucht der Saluki täglich die Möglichkeit, auf sicher eingezäunten Flächen wirklich schnell zu laufen, ergänzt durch ausgedehnte Spaziergänge oder Fahrradbegleitung. Zuhause zeigt er sich dagegen oft überraschend ruhig und sucht sich gern einen erhöhten, weichen Liegeplatz. Das Fell gibt es kurzhaarig oder mit seidiger Befederung an Ohren, Läufen und Rute, beide Varianten sind im Standard gleichwertig vorgesehen und pflegeleicht im Vergleich zu vielen anderen langhaarigen Rassen. Ehrlich dazu gehört, dass Herzerkrankungen im Alter zu den häufigsten Todesursachen der Rasse zählen, weshalb regelmäßige Herzchecks beim Tierarzt für Salukibesitzer Routine sein sollten. Der Saluki passt zu Menschen mit Windhunderfahrung oder echter Bereitschaft, sich intensiv mit der Rasse zu beschäftigen, die einen eingezäunten Garten oder verlässlichen Zugang zu sicheren Freilaufflächen haben und die Eigenständigkeit als Charakterzug schätzen statt als Problem zu sehen. Für Erstlingshalter, die einen gehorsamen Familienbegleiter oder einen Wachhund suchen, sowie für Haushalte mit Kleintieren oder Katzen ohne sehr sorgfältige Gewöhnung ist er in der Regel nicht die richtige Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Braucht täglich Zugang zu sicher eingezäunten Flächen für freien Auslauf mit hoher Geschwindigkeit, da der Rückruf bei Sichtkontakt zu Wild kaum verlässlich funktioniert.
  • Katzen und Kleintiere im Haushalt nur mit sehr langsamer, konsequenter Gewöhnung, der Jagdtrieb ist rassetypisch stark ausgeprägt.
  • Vor Operationen den Tierarzt aktiv auf windhundgerechte Narkoseprotokolle ansprechen, der schlanke Körperbau mit wenig Fettgewebe erhöht das Anästhesierisiko.
  • Erziehung mit viel Geduld, Konsequenz und ohne Härte, ein guter Bezug zu Windhundschulen oder erfahrenen Züchtern hilft beim Einstieg.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Herzerkrankungen, insbesondere dilatative Kardiomyopathie und Herzklappenprobleme, gelten als rassetypisches Risiko
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Narkosemitteln durch den schlanken Körperbau mit wenig Körperfett
  • Augenerkrankungen wie progressive Retinaatrophie kommen in der Rasse gehäuft vor
  • Hypothyreose wird bei Salukis vergleichsweise häufig beobachtet

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Saluki hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Die Quellen nennen deutlich unterschiedliche Preise. Nimm die Spanne als groben Rahmen und frag beim Zuchtverein nach.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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