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Lele

Greyhound

Ruhiger Sprinter mit sanftem Wesen

sehr groß (XL)Großbritannien
Greyhound im Portrait, Kopf im Profil vor unscharfem Grün im Park.
Greyhound im Porträt
Greyhound mit Geschirr im vollen Galopp über einen Sandstrand.
Greyhound unterwegs
Greyhound entspannt zuhause, Kopf auf einem Kissen auf dem Holzboden.
Greyhound zu Hause

Steckbrief

Größe
sehr groß (XL), 68 bis 76 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 27 bis 32 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 57 Welpen
Fell
Kurzhaar, Feines, dichtes Fell ohne Unterwolle: wöchentliches Bürsten reicht, dafür ist der Hund bei Kälte und Nässe empfindlich und braucht dann einen Hundemantel.
Herkunft
Großbritannien
Anerkennung
FCI-Gruppe 10 (Windhunde), Standard Nr. 158

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
eher ruhig (2 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht mäßig Bewegung (2 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt meist gut einige Stunden allein (4 von 5)
Bellfreude
bellt sehr selten (1 von 5)
Pflegeaufwand
minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5)
Jagdtrieb
sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: Greyhound im Porträt

Der Greyhound stammt aus Großbritannien, wo er über Jahrhunderte aus kontinentalen Windhundlinien zum schnellsten Hund der Welt gezüchtet wurde. Ursprünglich für die Hetzjagd auf Hasen und später für den Rennsport entwickelt, erreicht er Spitzengeschwindigkeiten von rund 60 bis 70 km/h und gilt als das schnellste Landsäugetier nach dem Geparden. Diese sportliche Vergangenheit prägt seinen Körperbau bis heute: tiefe Brust, kraftvolle Hinterhand und eine auffällig schlanke, muskulöse Linie. Der FCI Standard beschreibt den Greyhound als intelligent, sanft, liebevoll und ausgeglichen, mit bemerkenswerter Ausdauer. Das trifft den Alltag gut: Viele Greyhounds, auch ehemalige Rennhunde, entwickeln sich zu ruhigen, anhänglichen Sofahunden, die die Nähe ihrer Menschen genießen und sich Fremden gegenüber eher zurückhaltend, nie aggressiv, zeigen. Sein ausgeprägter Sichtjagdtrieb bleibt jedoch bestehen: Bewegt sich etwas Kleines und Schnelles, kann der Hund blitzartig lossprinten, weshalb Freilauf nur auf eingezäunten Flächen sinnvoll ist. Im Alltag ist der Greyhound überraschend genügsam. Statt stundenlanger Dauerbelastung braucht er tägliche Spaziergänge mit der Möglichkeit zu kurzen, freien Sprints, dazwischen ruht er ausgiebig. Das feine, dichte Fell ohne Unterwolle ist pflegeleicht, macht ihn im Winter aber kälteempfindlich, ein Hundemantel gehört bei nassem oder kaltem Wetter zur Grundausstattung. Wegen des geringen Körperfettanteils reagiert die Rasse empfindlich auf bestimmte Narkosemittel, das sollte jede Tierarztpraxis vorab wissen. Regelmäßige Zahnpflege ist ebenfalls wichtig, da Greyhounds tendenziell zu Zahnstein neigen. Die Rasse passt gut zu ruhigen, erfahrenen Haltern, die einen großen, athletischen Hund mit entspanntem Wohnzimmerwesen schätzen und Wert auf sicheres, kontrolliertes Freilaufmanagement legen. Für Wohnungen kann ein Greyhound trotz seiner Größe funktionieren, sofern der Bewegungsbedarf an der Leine und in gesicherten Auslaufflächen gedeckt wird. Wer einen ständig aktiven Familienhund für tobende Kinder oder unbeaufsichtigten Freilauf im offenen Feld sucht, sollte eher eine andere Rasse wählen, ebenso Halter mit Kleintieren wie Kaninchen, deren Fluchtreflex den Jagdtrieb triggern kann. Osteosarkom, eine aggressive Knochenkrebsart, zählt bei Greyhounds zu den häufigsten Todesursachen und tritt deutlich häufiger auf als bei den meisten anderen Rassen.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Für Freilauf brauchst du ein sicher eingezäuntes Gelände, an offenen Feldern oder im Wald reicht die Leine allein wegen des starken Sichtjagdtriebs oft nicht aus.
  • Informiere deine Tierarztpraxis vor jeder Narkose über die rassetypische Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Anästhetika, damit ein angepasstes Protokoll verwendet wird.
  • Plane bei kaltem oder nassem Wetter einen Hundemantel ein, das dünne Fell ohne Unterwolle schützt kaum vor Kälte.
  • Putze die Zähne regelmäßig oder plane professionelle Zahnreinigungen ein, Greyhounds neigen überdurchschnittlich zu Zahnstein und Zahnfleischproblemen.
  • Kaninchen, Katzen oder andere kleine Fluchttiere im Haushalt brauchen eine sehr sorgfältige, schrittweise Eingewöhnung, manche Greyhounds bleiben trotzdem nicht sicher mit ihnen zusammen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Narkoseempfindlichkeit durch geringen Körperfettanteil und abweichenden Leberstoffwechsel, bestimmte Barbiturate gelten als kontraindiziert.
  • Erhöhtes Risiko für Magendrehung durch den tiefen, schmalen Brustkorb.
  • Überdurchschnittliche Neigung zu Zahnstein und Parodontalerkrankungen.
  • Osteosarkom (Knochenkrebs), betrifft Greyhounds laut Rassequellen deutlich häufiger als die meisten anderen Rassen und zählt zu den häufigsten Todesursachen

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Greyhound hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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