Pumi
Wachsamer Clown mit ungarischem Hütehund Temperament



Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 38 bis 47 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 8 bis 15 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 7 Welpen
- Fell
- Gewelltes bis lockiges Rauhaar mit weicher Unterwolle, bildet Büschel, Das Fell braucht regelmäßiges Kämmen und alle paar Monate Handtrimmen oder eine fachgerechte Schur, sonst verfilzt es besonders an Ohren und Läufen.
- Herkunft
- Ungarn
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde), Standard Nr. 56
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Pumi im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens eine, besser zwei ausgiebige Bewegungseinheiten ein und ergänze sie idealerweise durch Hundesport wie Agility oder Obedience, sonst wird der Pumi unruhig und laut.
- Der Pumi bellt viel und gern, das ist ein im FCI-Standard ausdrücklich genannter Wesenszug und keine Ausnahme. Kläre vor der Anschaffung, ob Wohnsituation und Nachbarschaft das mittragen, und beginne früh mit gezieltem Antibell-Training.
- Lass beim Zuchttier Hüfte (HD), Kniescheiben (Patellaluxation) und Augen (primäre Linsenluxation, PLL-Gentest) dokumentieren, bevor du einen Welpen reservierst, das sind die am häufigsten genannten Belastungen der Rasse.
- Das lockige Fell braucht alle paar Monate professionelles Handtrimmen oder eine fachgerechte Schur plus regelmäßiges Kämmen dazwischen, sonst verfilzt es an Ohren und Läufen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftgelenksdysplasie kommt in der Rasse gehäuft vor, ein HD-Röntgen der Zuchttiere ist sinnvoll.
- Primäre Linsenluxation (PLL) tritt beim Pumi überdurchschnittlich häufig auf, ein PLL-Gentest beim Zuchttier ist empfehlenswert.
- Patellaluxation und degenerative Myelopathie sind rassetypisch beschriebene Dispositionen, seriöse Zuchtstätten testen oder erfassen sie.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Pumi hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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