Polnische Bracke
Ausdauernder Spurhund mit lauter Leidenschaft
auch bekannt als Ogar Polski, Polish Hound
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 55 bis 65 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 20 bis 32 kg
- Lebenserwartung
- typisch 13 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Kurzhaar an Kopf und Läufen, mittellanges dichtes Stockhaar am übrigen Körper mit dichter Unterwolle, Wöchentliches Bürsten reicht meist, im Fellwechsel öfter. Die tief angesetzten Hängeohren und die Hautfalten am Hals regelmäßig kontrollieren.
- Herkunft
- Polen
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 52
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Polnische Bracke im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mehrere Stunden Bewegung mit echter Nasenarbeit ein, reine Spaziergänge reichen dieser Jagdgebrauchsrasse auf Dauer nicht aus.
- Das lautstarke Spurlaut geben ist Zuchtziel, nicht Fehlverhalten. In hellhöriger Nachbarschaft oder ohne Garten kann das schnell zum Problem werden.
- Wegen der extrem dünnen Zuchtlage in Deutschland ist ein Import aus Polen realistisch, plane Zeit für Kontaktaufbau zu Zwingern und für die formalen Einfuhrschritte ein.
- Der ausgeprägte Jagdtrieb macht ein zuverlässiges Rückrufsystem und einen gesicherten Auslauf zur Grundvoraussetzung, freies Laufen an unbekannten Orten ist riskant.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Rassespezifische Gesundheitsdaten sind kaum dokumentiert, da die Polnische Bracke außerhalb Polens praktisch nicht gezüchtet wird. Die folgenden Punkte sind aus dem Körperbau laut Standard abgeleitete Tendenzen, keine belegten Rassebefunde.
- Die tief angesetzten, eng anliegenden Hängeohren begünstigen tendenziell Ohrentzündungen, wenn sie nicht regelmäßig kontrolliert werden.
- Die tiefe, großräumige Brust bei einem mittelgroßen bis großen Hund gilt allgemein als Risikofaktor für Magendrehung, was für Fütterung und Ruhe nach dem Fressen relevant ist.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Polnische Bracke hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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