Norwegische Waldkatze
auch bekannt als Norweger, Norwegian Forest Cat, Norsk Skogkatt
NorwegenHalblanghaarKategorie II

Steckbrief
- Gewicht
- typisch 3,5 bis 9 kg
- Lebenserwartung
- typisch 15 bis 18 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanghaar. Halblanghaar, doppelt, mit wolliger Unterwolle und wasserabweisendem DeckhaarIm Winter trägt sie ein volles Fell mit Halskrause, im Sommer ein deutlich leichteres. Während des Fellwechsels im Frühjahr fällt viel Unterwolle an.
- Herkunft
- Norwegen
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie II (Halblanghaar). Kennung NFO.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
- Nähe zum Menschen
- sucht Nähe, kommt aber gut allein zurecht (3 von 5)
- Gesprächigkeit
- meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5)
- Artgenossen
- gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Familientrubel
- sehr gut geeignet für Familien mit Kindern (5 von 5)
- Für Einsteiger
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Fell im Haus
- haart stark (4 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Hunde im Haus
- gut verträglich mit Hunden (4 von 5)
- Beschäftigung und Klettern
- braucht viel Beschäftigung (4 von 5)
- Beute- und Spieltrieb
- ausgeprägter Beute- und Spieltrieb (4 von 5)
Der Charakter: Norwegische Waldkatze im Porträt
Die Norwegische Waldkatze geht vermutlich auf langhaarige Katzen zurück, die einst mit Seefahrern nach Skandinavien kamen und sich dort mit heimischen Katzen und dem rauen Klima arrangierten. Genaue Ursprünge sind nicht belegt. 1938 wurde sie erstmals in Oslo ausgestellt, 1972 zur norwegischen Nationalkatze erklärt, 1977 erhielt die Kätzin Pans Truls die erste vollständige FIFe-Zertifizierung der Rasse.
Im Wesen ist die Norwegische Waldkatze freundlich, ausgeglichen und unkompliziert, dabei neugierig und wenig schreckhaft. Sie baut eine enge, aber nicht anklammernde Bindung zu ihren Menschen auf und kommuniziert eher über leise, hochtönige Laute als über lautes Miauen.
Im Alltag zeigt sich die Rasse als eine der kletterfreudigsten überhaupt: kräftige Krallen und ein muskulöser Körper erlauben ihr, senkrechte Flächen und sogar Felsen zu erklimmen, allerdings kann sie wegen ihres Pfotenbaus nicht kopfüber Bäume hinabklettern, sondern muss rückwärts oder spiralförmig absteigen. Ein deckenhoher Kratzbaum oder freier Zugang zu Regalen und Wandbrettern gehört deshalb zur artgerechten Haltung. Sie ist ausgesprochen sozial und sollte nach Möglichkeit nicht ohne Artgenossen leben, verträgt sich in der Regel gut mit Kindern und anderen Haustieren und ist geübte Jägerin, weshalb gesicherter Freigang ihr sehr entgegenkommt.
Das doppellagige Fell mit wasserabweisendem Deckhaar und wolliger Unterwolle braucht im Winter und vor allem im Fellwechsel im Frühjahr mehrfach wöchentliches Bürsten, im Sommer reicht deutlich weniger.
Gesundheitlich sind vor allem die Glykogenspeicherkrankheit Typ IV, eine bei Kitten meist tödlich verlaufende Stoffwechselstörung, sowie die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) rassetypisch dokumentiert, für beide gibt es Gentests. Hinzu kommt vereinzelt Hüftdysplasie.
Für aktive Haushalte mit Platz zum Klettern, gesichertem Freigang oder viel Zeit für Beschäftigung ist die Norwegische Waldkatze oft ein robuster, anhänglicher Partner. Wer eine sehr ruhige Wohnungskatze ohne Bewegungsdrang sucht oder in sehr beengten Verhältnissen ohne Kletteroptionen lebt, findet in dieser Rasse eher nicht die passende Mitbewohnerin.
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