Nederlandse Kooikerhondje
Wachsamer Wasserfreund mit enger Familienbindung
auch bekannt als Kooiker, Kooikerhondje

Steckbrief
- Größe
- klein (S), 35 bis 42 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 9 bis 15 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 291 Welpen
- Fell
- mittellanges, glattes bis leicht gewelltes Haar, Mittellanges Haar mit Befederung an Ohren, Läufen und Rute, das regelmäßiges Bürsten braucht, in der Zeit des Fellwechsels häufiger. Der FCI-Standard verlangt ein natürliches, ungetrimmtes Haarkleid.
- Herkunft
- Niederlande
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 8 (Apportier-, Stöber- und Wasserhunde), Standard Nr. 314
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Nederlandse Kooikerhondje im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Wegen der engen Bindung an die eigene Familie (eenkennig) und der eher abwartenden Art gegenüber Fremden braucht der Kooikerhondje von klein auf gezielte Sozialisierung mit fremden Menschen, Hunden und Alltagssituationen.
- Plane täglich mindestens 60 bis 90 Minuten Bewegung plus Kopfarbeit wie Apportieren, Fährtenarbeit oder Trickdogging ein, reines Spazierengehen wird der arbeitsfreudigen Rasse auf Dauer nicht gerecht.
- Vor dem Kauf lohnt der Blick in die Gesundheitsunterlagen der Elterntiere: seriöse Zuchtstätten lassen auf die erbliche nekrotisierende Myelopathie und die von-Willebrand-Erkrankung Typ III testen, beide Erkrankungen lassen sich per DNA-Test ausschließen.
- Die Befederung an Ohren, Läufen und Rute braucht zwei bis drei Bürstenrunden pro Woche, in der Zeit des Fellwechsels häufiger, sonst verfilzt sie besonders hinter den Ohren.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Erbliche nekrotisierende Myelopathie: eine im frühen Welpenalter auftretende, fortschreitende Rückenmarkserkrankung, für die ein DNA-Test zur Zuchtausschluss existiert.
- Von-Willebrand-Erkrankung Typ III: erblich bedingte Blutgerinnungsstörung, testbar per DNA-Test vor der Zuchtzulassung.
- Erhöhte Neigung zu Patellaluxation: in einer niederländischen Studie an über 800 Hunden bei rund einem Viertel der untersuchten Tiere festgestellt, mit rückläufiger Tendenz durch gezielte Selektion.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Nederlandse Kooikerhondje hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Die verfügbaren Angaben stammen von 2018 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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