Kleiner Basset Griffon Vendéen
Eigensinniger Jäger mit Passion fürs Gestrüpp
auch bekannt als Petit Basset Griffon Vendéen, PBGV
Steckbrief
- Größe
- klein (S), 33 bis 39 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 13 bis 18 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Rauhaar, Das harte, straffe Rauhaar mit Bart und Augenbrauen gehört regelmäßig getrimmt (ausgezupft), nicht geschoren, dann bleibt die typische Struktur erhalten und die Pflege überschaubar.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 67
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Kleiner Basset Griffon Vendéen im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens eine Stunde aktive Bewegung mit Nasenarbeit ein, reine Leinenspaziergänge werden diesem Jagdhund auf Dauer nicht gerecht.
- Der Garten sollte lückenlos eingezäunt sein: Einmal auf einer Fährte, gräbt und klettert der PBGV hartnäckig über Hindernisse hinweg.
- Das Rauhaar braucht regelmäßiges Trimmen (Handstripping oder durch geschultes Fachpersonal), reines Scheren zerstört die Fellstruktur und den Wetterschutz.
- Wegen des ausgeprägten Jagdtriebs ist ein Zusammenleben mit Kleintieren oder Katzen nur mit sehr sorgfältiger, langsamer Eingewöhnung und im Einzelfall zu prüfen.
- Rechne bei dieser sehr seltenen Rasse in Deutschland mit langen Wartelisten und meist einem Import aus Frankreich, Großbritannien oder einem anderen Nachbarland.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Ohrentzündungen: Die tief angesetzten, dicht behaarten Hängeohren begünstigen laut Zuchtverbands-Erhebungen wiederkehrende Ohrenentzündungen.
- Primäres Offenwinkelglaukom: Die Rasse gehört zu den häufiger betroffenen Rassen für diese erblich bedingte Augenerkrankung, ausgelöst durch eine bekannte ADAMTS17-Genmutation.
- Hypothyreose: In Gesundheitsbefragungen des amerikanischen Rasseclubs wiederkehrend als eine der häufigeren Erkrankungen genannt.
- Rückenbelastung: Der langgestreckte Körperbau bei kurzen Beinen ist tendenziell mit einem erhöhten Risiko für Bandscheibenprobleme und Hüftverrenkungen verbunden, eine belastbare rassespezifische Studie dazu fehlt bislang.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Kleiner Basset Griffon Vendéen hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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