Hamiltonstövare
Ausdauernder Fährtenjäger mit freundlichem Wesen
auch bekannt als Hamilton, Hamilton-Laufhund, Hamilton-Bracke, Hamilton Hound, Swedish Foxhound
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 49 bis 61 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 23 bis 27 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Kurzhaar, hart und eng anliegend, Wöchentliches Bürsten reicht meist aus, das kurze harte Fell braucht wenig Pflege.
- Herkunft
- Schweden
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 132
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Hamiltonstövare im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens anderthalb bis zwei Stunden Bewegung mit Gelegenheit zur freien Nasenarbeit ein, reine Leinenspaziergänge werden dem ausgeprägten Fährtentrieb auf Dauer nicht gerecht.
- Der Hamiltonstövare ist laut FCI Standard ein lautgebender Fährtenhund und entsprechend stimmfreudig bei der Arbeit, das macht ihn für Reihenhaus oder Wohnlagen mit dünnen Wänden und nahen Nachbarn eher ungeeignet.
- Kontrolliere die weich hängenden Ohren regelmäßig auf Rötung oder Geruch, sie sind anfälliger für Ohrentzündungen als Stehohren.
- Da die Rasse in Deutschland kaum gezüchtet wird, kläre vor der Anschaffung Wartezeiten bei skandinavischen Zuchtvereinen oder spezialisierten Vermittlern sowie Papiere und Gesundheitschecks vorab.
- Sozialisiere früh und behutsam mit Katzen oder Kleintieren, wenn ein gemeinsamer Haushalt geplant ist, der ausgeprägte Jagdtrieb auf Hase und Fuchs macht ein spontanes Zusammenleben ohne Gewöhnung riskant.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Tendenziell erhöhtes Risiko für Ohrentzündungen: Die weich hängenden Ohren liegen laut Standard eng an den Wangen an, was die Belüftung mindert. Rassespezifische Studien fehlen, die Einschätzung stützt sich auf den im Standard beschriebenen Körperbau.
- Tendenziell erhöhtes Risiko für Magendrehung: Die tiefe, bis zu den Ellenbogen reichende Brust ist bei tiefbrüstigen mittelgroßen bis großen Rassen allgemein ein anerkannter Risikofaktor. Konkrete Fallzahlen für den Hamiltonstövare liegen nicht vor.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Hamiltonstövare hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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