Grosser Anglo-Französischer Weiss-Schwarzer Laufhund
Robuster Meutejäger mit geselligem Gemüt
auch bekannt als Grand Anglo-Français Blanc et Noir
Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 62 bis 72 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 30 bis 40 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Kurzhaar, Kurzes, festes und dichtes Fell mit wenig Pflegeaufwand: Gelegentliches Bürsten reicht, die mittellangen Schlappohren verdienen wegen ihrer Entzündungsanfälligkeit aber regelmäßige Kontrolle.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 323
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- sehr verträglich, liebt Hundekontakt (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Grosser Anglo-Französischer Weiss-Schwarzer Laufhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Auslastung: Mehrere Stunden Bewegung täglich mit echter Fährten- und Schnüffelmöglichkeit sind Grundvoraussetzung, ein Spaziergang an der Leine reicht dieser Rasse nicht aus.
- Jagdtrieb: Der ausgeprägte Trieb auf Hochwild ist Zuchtziel und nicht antrainiert, ein sicher eingezäuntes Grundstück und konsequentes Rückruftraining sind Pflicht, freier Auslauf ohne Sicherung ist riskant.
- Import und Wartezeit: Da es in Deutschland praktisch keine Zucht gibt, ist mit Kontakten zu französischen Jagdmeuten, Sprachbarrieren und mehrmonatigen Wartezeiten zu rechnen.
- Haltung: Die Rasse ist als Meutehund konzipiert und braucht Anschluss an mehrere Hunde, Einzelhaltung ohne Hundekontakt und ohne jagdliche Beschäftigung wird ihr in aller Regel nicht gerecht.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Erhöhtes Risiko für Ohrentzündungen durch die mittellangen, tief angesetzten Schlappohren, wie im FCI-Standard beschrieben (Tendenzaussage, keine belegte Rassestatistik).
- Möglicherweise erhöhtes Magendrehungsrisiko bei Belastung durch die laut Standard breite und tiefe Brust, aus dem Körperbau abgeleitet und nicht durch rassespezifische Studien belegt.
- Für diese seltene Rasse liegen keine belastbaren veterinärmedizinischen Studien zu rassetypischen Erkrankungen vor, das ist eine Lücke in der Quellenlage und keine Aussage über tatsächliche Gesundheit.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Grosser Anglo-Französischer Weiss-Schwarzer Laufhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
Ähnliche Rassen entdecken
Passt Grosser Anglo-Französischer Weiss-Schwarzer Laufhund zu dir?
Finde in drei Minuten heraus, ob diese Rasse zu deinem Alltag passt: ehrlich, kostenlos und ohne Anmeldung.

