Griffon Nivernais
Ausdauernder Wildschweinjäger mit eigenem Kopf
auch bekannt als Chien de Pays, Grand Griffon Nivernais
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 53 bis 62 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 20 bis 25 kg
- Lebenserwartung
- typisch 11 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Rauhaar, Das lange, drahtige Haarkleid braucht alle paar Wochen Trimmen oder Auskämmen, besonders an Bart und Behang, sonst verfilzt es.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 17
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5, Tendenzwert)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Griffon Nivernais im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens anderthalb bis zwei Stunden Bewegung mit echter Nasenarbeit ein, reine Spaziergänge reichen dieser Rasse nicht aus.
- Wegen des ausgeprägten Jagdtriebs ist Freilauf ohne sicheren Rückruf oder GPS-Ortungshalsband riskant, besonders in wildreichen Gebieten.
- Achte wegen der tiefen Brust auf Ruhe vor und nach dem Fressen sowie auf zwei bis drei kleinere Mahlzeiten statt einer großen, um das Magendrehungsrisiko zu senken.
- Rechne mit langen Wartezeiten oder einem Import aus Frankreich, da es in Deutschland praktisch keine Zuchtstätten gibt, prüfe bei Kontakt zu französischen Züchtern Gesundheitsnachweise und Wesen der Elterntiere.
- Das raue Haarkleid braucht alle paar Wochen Trimmen oder Auskämmen, vor allem an Bart und Behang, sonst verfilzt es.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Tiefe Brust und athletischer Körperbau bergen laut französischer Rassebeschreibung ein erhöhtes Risiko für Magendrehung, mehrere kleine Mahlzeiten und Ruhe nach dem Fressen werden empfohlen.
- Die hängenden, ziemlich behaarten Ohren begünstigen bei vielen Laufhundrassen Ohrentzündungen, regelmäßige Kontrolle ist als Tendenz sinnvoll, auch wenn dazu keine rassespezifische Studie vorliegt.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Griffon Nivernais hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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