Griechischer Laufhund
Robuster Fährtenjäger mit lauter Spürnase
auch bekannt als Gkekas, Hellinikos Ichnilatis, Hellenic Hound, Greek Harehound, Greek Hound

Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 43 bis 57 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 17 bis 20 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5Keine VDH-Zucht in Deutschland, Bezug meist nur über Import
- Fell
- Kurzhaar, Kurzes, dichtes, hartes Haar liegt glatt am Körper an und lässt sich mit gelegentlichem Bürsten pflegen, ein aufwendiges Fellprogramm braucht es nicht.
- Herkunft
- Griechenland
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 214
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Griechischer Laufhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mehrere Stunden echte Auslastung ein, am besten mit Nasenarbeit oder Fährtentraining, reine kurze Gassirunden werden dieser Rasse nicht gerecht.
- Rechne mit ausgeprägter Bellfreude und lautem Meutelaut bei Erregung, das ist rassetypisch und in dünn besiedeltem Umfeld leichter zu handhaben als in dicht bebauten Wohngebieten.
- Ein sicher eingezäunter Freilauf ist wichtig, der starke Jagdtrieb macht einen zuverlässigen Rückruf gegen frische Wildspuren nahezu unmöglich.
- In Deutschland gibt es praktisch keine etablierten Zuchtlinien, wer sich für die Rasse interessiert, sollte sich auf lange Wartezeiten, Kontakte nach Griechenland oder einen Import einstellen und die Herkunft des Welpen sorgfältig prüfen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Konkrete rassespezifische Gesundheitsstudien liegen wegen der extremen Seltenheit der Rasse außerhalb Griechenlands praktisch nicht vor, die folgenden Punkte sind daher aus dem Körperbau laut FCI-Standard abgeleitete Tendenzen, kein belegter Rassebefund.
- Die hoch angesetzten, flach herabfallenden Hängeohren begünstigen tendenziell ein feuchteres Ohrklima und damit Ohrentzündungen, regelmäßige Ohrkontrolle ist sinnvoll.
- Die tiefe, bis zum Ellenbogen reichende Brust ist bei mittelgroßen bis großen, aktiven Hunden tendenziell mit einem erhöhten Magendrehung-Risiko verbunden, weshalb Ruhe vor und nach dem Fressen sowie mehrere kleinere Mahlzeiten empfehlenswert sind.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Griechischer Laufhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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