Französischer Weiss-Oranger Laufhund
Ausdauernder Meutejäger mit freundlichem Wesen
auch bekannt als Français Blanc et Orange
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 62 bis 72 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 25 bis 32 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Kurzhaar, Das kurze, feine Fell ist pflegeleicht, gelegentliches Bürsten reicht. Die Hängeohren sollten regelmässig kontrolliert werden.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 316
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Französischer Weiss-Oranger Laufhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Nur für Halter mit jagdlicher Erfahrung oder der festen Bereitschaft, mehrere Stunden täglich für Bewegung und Nasenarbeit einzuplanen, sonst wird der ausgeprägte Jagdtrieb zum Alltagsproblem.
- Ein sicher eingezäuntes Grundstück ist praktisch Voraussetzung, da der Hund auf einer Fährte kaum abrufbar ist und weite Strecken zurücklegt.
- Die Rasse ist in Deutschland kaum verbreitet: Interessenten sollten sich auf lange Wartezeiten und einen möglichen Import aus Frankreich einstellen und gezielt nach gesundheitlich geprüften Zuchtlinien fragen.
- Zusammenleben mit Kleintieren oder Katzen ist wegen des hohen Jagdtriebs riskant und sollte vor der Anschaffung mit erfahrenen Züchtern oder Haltern besprochen werden.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Tendenziell erhöhtes Risiko für Ohrentzündungen durch die weich hängenden, tief angesetzten Ohren (aus dem Körperbau abgeleitete Tendenz, keine belegte Rassestatistik).
- Bei der tiefen, breiten Brust grosser, aktiver Laufhunde besteht wie bei vergleichbaren Rassen ein erhöhtes Magendrehungs-Risiko, entsprechend wird auf mehrere kleine Mahlzeiten und Ruhe nach dem Fressen geachtet (aus dem Körperbau abgeleitete Tendenz, keine belegte Rassestatistik).
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Französischer Weiss-Oranger Laufhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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