Barbet
Wasserverliebter Familienhund mit dickem Lockenfell
auch bekannt als Barbet, Französischer Wasserhund

Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 52 bis 66 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 14 bis 27 kg
- Lebenserwartung
- typisch 13 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 46 Welpen
- Fell
- Lockig, wollig, Das dichte, ständig wachsende Lockenfell verfilzt ohne regelmäßige Pflege schnell und braucht häufiges Bürsten sowie eine Schur oder einen Trimm alle paar Wochen, ähnlich wie beim Pudel.
- Herkunft
- Frankreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 8 (Apportier-, Stöber- und Wasserhunde), Standard Nr. 105
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- sehr hoher Pflegeaufwand (5 von 5)
- Haaren
- haart kaum (1 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Barbet im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane feste Wasser- oder Auslastungszeiten ein: Der Barbet ist ein Apportierhund mit Jagderbe und braucht neben Spaziergängen auch Nasenarbeit oder Apportierspiele, sonst wird er unzufrieden und laut.
- Kalkuliere Pflegekosten von Anfang an mit: Alle vier bis sechs Wochen Schur oder Trimm bei einem Groomer, dazu mehrmals wöchentliches Bürsten, damit das Lockenfell nicht verfilzt.
- Suche gezielt nach Züchtern, die mit dem Inzuchtkoeffizienten der kleinen Population offen umgehen und Gesundheitschecks wie HD-Röntgen sowie Augenuntersuchungen vorlegen können.
- Gewöhne den Hund von klein auf schrittweise ans Alleinbleiben, da er als sehr führerbezogene Rasse schnell anhänglich wird und Trennung erst lernen muss.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftgelenksdysplasie kommt in der Rasse vor, ein HD-Röntgen der Elterntiere vor der Zuchtentscheidung ist sinnvoll.
- Die tief angesetzten, langbehaarten Hängeohren begünstigen Ohrentzündungen, regelmäßige Ohrkontrolle und Pflege sind Teil der Fellroutine.
- Die kleine Zuchtpopulation zeigt in Studien einen vergleichsweise hohen Inzuchtkoeffizienten, was das Risiko für erblich bedingte Gesundheitsprobleme erhöhen kann.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Barbet hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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